PLT #29 – Diese Zertifikate musst du als Amazon-Händler kennen, BEVOR du startest

Hi aus Indonesien,

Für viele Amazon-Händler sind Zertifikate ein K.-o.-Kriterium, entweder um überhaupt mit FBA zu starten oder bei der Auswahl der richtigen Produkte. Heute möchte ich Dir ein paar Tipps geben, warum Du Zertifikate benötigst, für welche Produkte Du sie gebraucht werden und warum Zertifikate so wichtig sind.

Dieser Artikel soll als eine solide Hilfestellung neben deinen eigenen Recherchen dienen, die ich Dir (und auch niemand sonst) leider nicht komplett von den Schultern nehmen kann.

Am Ende habe ich für Dich noch einen super PPC Hack, damit Deine Verkäufe so richtig Fahrt aufnehmen und das mit einem minimalen Aufwand.

Gliederung:

  1. Warum benötige ich Zertifikate
  2. Vorgehensweise und die wichtigsten Zertifikate
  3. PPC-Hack: Automatische Kampagnen 

Warum benötige ich Zertifikate

Gerade erst habe ich mein erstes elektronisches Produkt auf den Markt gebracht und habe somit den gesamten Prozess durchlaufen.

Am Anfang ist es viel leichter, möglichst simple Produkte bei Amazon zu verkaufen. Gerade Anschaffungs-, Transport- und Einfuhrkosten sind sehr niedrig und die Marge umso höher. Leider wird Deine Konkurrenz aber genau das gleiche tun. Also solltest Du Dir überlegen, ob Du nicht doch komplexere Produkte verkaufen solltest, auch wenn sie ein Zertifikat benötigen. So hebst Du dich von der Konkurrenz weit ab und kannst langfristig sehr gut laufende Produkte verkaufen.

„Durch komplexere Produkte, die Zertifikate benötigen, kannst Du Dich von der Konkurrenz abheben.“

Vorgehensweise und die wichtigsten Zertifikate

Benötige ich ein Zertifikat, stelle ich als erstes eine „Qualifizierte Anfrage“ entweder beim TÜV oder Zoll. Hierbei ist es besonders wichtig, dass Du die Materialen, aus denen Dein Produkt besteht, genau auflistest. Auch musst Du unbedingt die wichtigsten Funktionen, welches das Produkt erfüllt, beschreiben. Entgegen dem Vorurteil des faulen Beamtentums, habe ich zeitnah sehr hilfreiche Antworten bekommen.

Eine andere Herangehensweise und vielleicht auch kleiner „Zertifikatshack“ ist, große Firmen, die ein ähnliches Produkt wie Du verkaufen, einfach anzuschreiben und nach den Zertifikaten fragen, die es bereits für das Produkt gibt. Natürlich solltest Du Dir vorher einen guten Grund bzw. eine gute Geschichte für Deine Anfrage ausgedacht haben. 

Zum Beispiel könntest Du sagen, dass Du ein besorgtes Elternteil bist, das gerne wissen möchte, ob das Produkt auch wirklich allen Sicherheitsvorschriften entspricht und Du mehr darüber erfahren möchtest. In den meisten Fällen erhält Du auch hier eine Antwort.

Für welche Produkte sind nun Zertifikate tatsächlich nötig? Hier kann ich Dir ein paar Produkte nennen, jedoch musst Du Dich natürlich auch noch einmal selbst genauer über dein Produkt informieren und welche Zertifikate dafür nötig sind. 

Sämtliche Produkte, die in Körperkontakt kommen könnten, Kontakt mit der Schleimhaut haben oder mit Lebensmitteln in Berührung kommen könnten, benötigen ein Zertifikat. So z.B. auch Babylätzchen oder auch Sexspielzeug :-). Für solche Produkte wird ein Zertifikat benötigt, um dem Gesetz „Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch“, kurz „LFGB“, nachzukommen (https://www.gesetze-im-internet.de/lfgb/).

Das zweite wichtige Zertifikat oder eher gesagt Kennzeichnung ist die sogenannte „CE-Kennzeichnung“. Diese wird für elektronische Produkte oder Produkte, die eine bestimmte Schutzfunktion erfüllen, benötigt. Das CE-Kennzeichen findet sich auf fast allen EU-Produkten wieder. Die Kennzeichnung dokumentiert, dass Waren, von Spielzeug bis hin zur Baumaschine, den Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der EU entsprechen (https://www.tuv.com/germany/de/ce-kennzeichnung.html).

„LFGB und „CE“ sind die wichtigsten Gesetzgebungen, die Zertifikate für Dein Produkt unerlässlich machen“

Viele Händler auf Sourcing Plattformen, bieten an, Dir Zertifikate auszustellen. Oft handelt es sich aber nur um ein FDA-Zertifikat. Dies ist nur für die USA und nicht für Deutschland gültig.

Für Dich als FBAler bedeuten all diese Gesetzgebungen, dass Du genügend Zeit investierten solltest, Dich mit den wichtigsten Zertifikaten vertraut zu machen. Ansonsten riskierst Du eine Abmahnung, die Dich teuer zu stehen kommen könnte.

PPC-Hack: Automatische Kampagnen

Du wirst jetzt sicher denken, dass bei automatischen PPC-Kampagnen ja sowieso alles von alleine läuft und damit hast Du nicht ganz unrecht, aber mit einem einfachen Trick, kannst du mit wenig Aufwand gute Keywords herausfiltern, die bestmöglich konvertieren. 

Für jedes Deiner Produkte stellst du eine automatische Kampagne ein. Die Keywords sollten auf 5 Cent Maximal-Gebot per Keyword eingestellt sein. Das Tagesbudget auf 20 Euro pro Tag. Du wirst wahrscheinlich nie 20 Euro erreichen, was Du auch gar nicht sollst. Aber so fungiert der Amazon-Algorithmus als „Detektiv“ und filtert automatisch die besten Keywords für Dich raus. 

Viel Erfolg!

Dein Hannes

Hier geht’s zum nächsten Tagebucheintrag: PLT #30 – Vom frustrierten Studenten zum erfüllten Unternehmer in 2,5 Jahren – So habe ich angefangen 

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