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PLT #18 – Wachstum auf Amazon: Expandieren in ganz Europa und endlich volle Warenlager

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Hallo zusammen! Hannes hier.

Im heutigen Tagebucheintrag wirst du erfahren, wie sich die Preiserhöhungen von vor einem Monat auf das Ranking ausgewirkt haben. Außerdem spreche ich von meinen europaweiten Plänen für mehr Wachstum auf Amazon und über meine aktuellen Investments (unabhängig von Amazon).

 
 
 

Höllisch knapp die Kurve bekommen

Nachdem ich ja im letzten Tagebucheintrag von knappen Lagerbeständen berichtet habe, kann ich endlich wieder aufatmen. Die Lager sind prall gefüllt und ich kann mich wieder voll und ganz auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren.

Wie neulich berichtet, habe ich in der Zeit davor den Preis des „bedrohten“ Produktes deutlich erhöht, um nicht leerzulaufen, bevor Nachschub eingelagert wird. Ich möchte dir daher unbedingt schildern, wie sich diese Preiserhöhungen auf mein Ranking ausgewirkt haben und ob ich die Strategie weiterempfehlen kann.

Am Tag der Einlagerung der neuen Ware hatte ich noch sage und schreibe 4 Einheiten im Lager. Ich habe sofort meinen Preis wieder auf „Normalzustand“ gestellt und die PPC-Anzeigen eingeschaltet – mit sehr mäßigem Erfolg

 

Hast du das gesamte Ranking nach der Preiserhöhung verloren?

Leider wurden meine Werbe-Anzeigen nach der Einlagerung so gut wie garnicht geschaltet und die organischen Verkäufe blieben ebenfalls aus. Da ich weiß, dass Amazon hier manchmal etwas lahm ist, habe ich mir aber noch nicht allzu viele Gedanken gemacht und erstmal abgewartet. Am nächsten Tag wurde ich schon ein wenig unruhiger, als ich gemerkt habe, dass mein Produkt kaum noch für die ganzen Keywords rankt, für die es vorher ganz oben stand, ziemlich eigenartig.

Vor einigen Monaten hätte ich spätestens jetzt völlig am Rad gedreht. Aber ich habe mittlerweile für Amazon und seinen Algorithmus ein ziemlich starkes Gespür entwickelt und irgendwie hat mir mein Bauchgefühl gesagt, dass sich alles wieder einpendeln wird. Und tatsächlich: Nach zwei Tagen mit jeweils 0 Verkäufen dieses Produktes sind mein Ranking und die Verkäufe jeden Tag wieder stufenweise besser geworden. Im Moment sind etwa 50-70% des ursprünglichen Absatzes erreicht, ohne, dass ich künstlich nachhelfen musste. Sollte sich das ganze von alleine nicht weiter verbessern, werde ich ein paar kleine Launches für das Produkt ansetzen. Wenn du erfahren möchtest, wie genau ich Produkte launche, damit sie sich ganz oben im Ranking festsetzen, ließ unbedingt diesen Tagebucheintrag.

Meine Pläne für Expansion und Wachstum in Europa

In den letzten Wochen habe ich mir vermehrt Gedanken zu den anderen europäischen Marktplätzen als potentielle Absatzmärkte gemacht. Aktuell ist der Stand der Dinge, dass meine Produkte zwar in die Nachbarländer verschickt werden, aber die Listings noch nicht optimiert wurden. Ich habe also weder Bewertungen auf meinen Produkten, noch in irgendeiner Weise das Ranking optimiert. Im Moment verkauft sich in Europa daher nur circa 1 Produkt alle zwei Tage – womit ich sogar einigermaßen zufrieden bin. Es zeigt, dass eine Optimierung der Verkaufsseiten Sinn ergeben könnte.

Wie sieht dein konkreter Plan aus?

Wirklich konkret sind meine Gedanken bisher nicht geworden. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:

1.) Verkauf in Europa, Versand aus Deutschland

2.) Verkauf in Europa, Versand im jeweiligen Verkaufsland

Beide Varianten sind hinsichtlich Amazon mit wenigen Klicks zu bewerkstelligen, indem man die Versandart einfach in den Einstellungen aktiviert. Amazon kümmert sich dann automatisch darum, dass die Ware gleichmäßig auf die Logistikzentren verteilt werden.

Kompliziert wird es, wenn man sich die dazugehörigen Umsatzsteuerregelungen ansieht. Die Umsatzsteuer muss immer in dem Land abgeführt werden, in dem die Ware gelagert und verschickt wird. Bedeutet: Sollte ich mich für die zweite Variante (Lagerung in ganz Europa) entscheiden, muss ich mich zunächst umsatzsteuerrechtlich in all diesen Ländern registrieren und auch meine Umsatzsteuervoranmeldungen dort abgeben.

Da ich selbst nicht einmal ansatzweise von mir behaupten kann, mich steuerrechtlich auszukennen, muss ich all das natürlich Profis machen lassen. Nach einigen Telefonaten habe ich auch ein ungefähres Gefühl bekommen, was man auf den Tisch legen müsste: Pro Land und Jahr kann man mit etwa 600€ an Gebühren rechnen. Kleiner Trost: Amazon kommt den Händlern hier entgegen und erstattet einmalig 1200€, um mehr Marketplace-Händler zu motivieren, international zu lagern.

Da klingt ziemlich teuer… Gibt es keine andere Möglichkeit?

Ich finde es ehrlich gesagt garnicht so teuer, wenn man sich mal den rechtlichen Aufwand vor Augen führt, der hierfür betrieben wird. Tatsächlich gibt es aber eine dritte Möglichkeit.

3.) Verkauf in Europa, Versand aus Deutschland, Polen und Tschechien

Sofern ich richtig informiert bin, kann man seine Produkte auch erstmal nur in Polen und Tschechien lagern lassen. Das würde natürlich wesentlich geringere Gebühren bedeuten, da nur zwei mal 600€ jährlich gezahlt werden müssen UND weil Amazons „Strafgebühr“ nicht mehr anfällt.

Amazons Strafgebühr?!

So nenne ich ganz gerne die Gebühr, die bei Amazon auf jeden Verkauf draufgeschlagen wird, wenn man seine Ware nur in Deutschland lagert. Die Lager hier in Deutschland sind anscheinend ziemlich überfüllt und Amazon versucht alles, mehr Ware in Polen und Tschechien zu lagern. Daher muss ich aktuell für jeden Artikel 0,25€ extra bezahlen, was sich ganz schön heftig summiert. Im April wird diese Gebühr zudem für alle Händler auf 0,5€ erhöht, was vor allem Händler mit niedrigpreisigen Produkten hart trifft.

Für welche Variante entscheidest du dich, Hannes?

Entschieden habe ich mich noch nicht aber mir ist bewusst, dass die Gebühr von 0,5€ extrem zuschlagen würde, zumal ich ja viele weitere Produkte plane, die ich dieses Jahr nach und nach launchen werde. Von daher habe ich mich eigentlich bereits entschieden, die europaweite Lagerung zu aktivieren. Die Frage ist jetzt nur noch, ob ich direkt in allen Ländern lagere oder nur in Polen und Tschechien. Das ist aber nur eine Frage der Mathematik, sobald ich die genauen Kosten kenne und meine Absatzzahlen für die nächsten Monate abgeschätzt habe.

Was ich auf jeden Fall sofort machen werde ist, all meine Listings übersetzen zu lassen. Bisher habe ich mich aufgrund der schwachen Absatzzahlen im Ausland noch nicht darum gekümmert. Ich denke aber, dass hier deutlich mehr rauszuholen ist, wenn ich meine Listings von Einheimischen übersetzen lasse. Aktuell sind die Listings ultraschlecht von Amazon automatisch übersetzt.

 

Nächstes Produkt in Deutschland angekommen

YES, du ließt richtig! Ein neues Produkt ist am Start, schon komplett durch den Zoll und hat alle Formalitäten hinter sich. Ich habe diesmal den Versand gesplittet: 500 Einheiten sind letzte Woche eingeflogen worden, wären 1000 weitere auf dem Ozean schlummern.

Im nächsten Tagebucheintrag werde ich wieder gnadenlos runterbrechen, ob das Produkt geglückt ist und wie sich der Launch auf das Ranking ausgewirkt hat. Wenn du von mir ne kurze Mail bei Veröffentlichung bekommen möchtest, trage dich jetzt in den Newsletter ein.

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Was geht sonst so?

Endlich wird auch das Wetter wieder richtig geil! Ich stehe gerade bei mir im Coworking-Space in Hannover und wärme ich in der Sonne, wie ich das vermisst habe!

Letzte Woche durfte ich außerdem bei der großen HeiseShowXXL zu Gast sein und habe ein bisschen über Amazon gequatscht. Im Interview gehe ich den kompletten Prozess zum ersten Produkt einmal durch. Das Video findest du hier auf dem Kanal von HeiseOnline auf YouTube:

Außerdem habe ich begonnen, einige der Gewinne aus dem Unternehmen herauszunehmen und das Geld privat anzulegen. Einen Großteil davon habe ich in P2P-Kredite auf den Plattformen Mintos und Auxmoney angelegt. Falls da Interesse besteht, kann ich gerne in den nächsten Tagebucheinträgen am Ende immer kurz auf die Investments eingehen. Wenn dich das interessieren sollte, schreibe mir gerne einen Kommentar unter diesem Artikel.

Außerdem bin ich ein hochspekulatives Geschäft eingegangen und habe einen Bitcoin gekauft, obwohl diese aktuell ziemlich stark im Hype sind und die Meinungen in alle Richtungen gehen. Man wird sehen, wo das hinführt…

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Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und versuch, das gute Wetter bestmöglich zu genießen!
Liebe Grüße
dein Hannes

Jetzt hier klicken, um zum nächsten Tagebucheintrag zu kommen! Wie ich 1500€ Lehrgeld bezahlt habe…


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4 thoughts on “PLT #18 – Wachstum auf Amazon: Expandieren in ganz Europa und endlich volle Warenlager”

  1. Hallo Hannes,

    Danke für die vielen nützlichen Informationen.
    Abgesehen vom Amazon Business, den ich immer wieder mitlese, finde ich dein neues Bitcoin-Investment sehr interessant. Ich interessiere mich seit kurzem auch dafür. Daher würde ich mich sehr freuen bald mehr davon zu lesen.

    Weiterhin alles Gute
    Iraklis

    1. Hi Iraklis,
      sorry für die späte Antwort, dein Kommentar ist wohl durchgerutscht 🙂
      Freut mich, dass du immernoch mitließt 🙂
      Mehr Infos werden kommen 🙂

      Liebe Grüße
      Hannes

  2. Hallo Hannes,
    Toller Artikel!
    Die Sache mit den Investments in P2P Lending und Kryptowährungen find ich auch sehr interessant. Würde es sehr begrüßen, mehr davon zu hören.

    mfg Michael

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