PLT #15 – Konkurrent attackiert mein Amazon-Produkt | Neue Launch-Strategie

Moin Moin! Hannes hier!

Heute möchte ich mit dir ganz genau auf den Dezember eingehen, in dem es rauf und runter ging. Du erfährst, wie eines meiner Produkte attackiert wurde ich gebe dir meine besten Tipps für einen perfekten Produktlaunch mit. Heute gibt es das Tagebuch zum ersten Mal auch in Videoform.

Obwohl nur knapp ein Monat vergangen ist, fühlt es sich an, als hätte ich eine halbe Ewigkeit nichts mehr auf meinem Blog veröffentlicht. Auch der Dezember war wie jeder Monat reich an Erfolgen, Erfahrungen und Rückschlägen. Eins steht fest: Langweilig wird’s nicht.

1.) Angriff auf eines meiner Amazon-Produkte
2.) Umsatzzahlen und Verkäufe Dezember 16
3.) Die neue Launch Strategie
4.) Strategie für geringere Versandkosten + Luftfrachtpreise vor Weihnachten
5.) Ich muss etwas loswerden!

Eingeläutet wurde der Dezember mit einem ziemlichen Schock, der bei mir gleichzeitig eine ziemliche Wut hervorgebracht hat. Ich habe mich schon länger gefragt, ob es auf Amazon wohl auch schwarze Schafe unter den Konkurrenten gibt, die zu unfairen Mitteln greifen könnten.

Was ist passiert, Hannes?

Anfang Dezember bemerke ich beim Analysieren meiner Verkaufsstatistiken, dass eines meiner Produkte seit Ende November ungewöhnlich viele Sessions (Seitenaufrufe) bekommt. Mit ungewöhnlich viele meine ich aber nicht 50 mehr als sonst, sondern 800-900 Aufrufe am Tag statt gewöhnlichen 150-200. Gleichzeitig blieben die Absatzzahlen allerdings auf demselben Level.

Abb. 1: Ungewöhnlich hohe Anzahl an Session, gelb markiert = Ware kurzzeitig nicht auf Lager

Was bedeutet das konkret?

Die harten Zahlen zu diesem Vorfall demonstrieren eine Verschlechterung der Conversionrate von 25% auf 1-3%. Für mich war das im ersten Monat ein absoluter Schock. Seit über einem Jahr beschäftige ich mich täglich stundenlang mit Amazon als Verkaufsplattform und in meinen Augen ist die Conversionrate ein wichtiger Rankingfaktor.

Nachdem der erste Schock etwas sacken konnte, wurde mir klar, was hier vermutlich vorgefallen ist. Nach kurzer Recherche haben sich meine Vermutungen bestätigt. Es ist tatsächlich möglich, Menschen dafür zu bezahlen, massenweise Traffic für jedes beliebige Amazonprodukt zu generieren.

Abb. 2 – Auf Seiten wie Fiverr ist es möglich, Traffic für Amazonprodukte zu kaufen

Da ich für viele wichtige Suchbegriffe bei Amazon auf Platz 1 stehe kann ich mir gut vorstellen, dass hier versucht wurde, mein Produkt vom Thron zu stürzen.

Welche Auswirkungen hatte der Angriff?

Bisher konnte ich keinerlei Auswirkungen bemerken, was mich sehr beruhigt. Ich denke der Amazon-Algorithmus ist mittlerweile intelligent genug, um derartige Schwankungen zu ignorieren.

Jeff Bezos, Gründer Amazon – Versteht seinen eigenen Algorithmus nicht – © Flickr Steve Jurvetson, CC BY 2.0

Oder ich liege einfach falsch in meiner Annahme, dass die Conversionrate ein wichtiger Rankingfaktor ist. Ganz genau weiß es halt nur der gute Jeff Bezos. Seit Ende Dezember scheint der Angreifer aufgegeben zu haben – die Sessions liegen wieder auf einem normalen Niveau und die Conversionrate liegt erneut bei circa 25%.

 

2.) Umsatzzahlen und Verkäufe im Dezember 2016

Im Vergleich zum vorherigen Monat (Link wird in neuem Tab geöffnet), sind diesen Monat ziemlich starke Absatzschwankungen zu erkennen. Insgesamt wurden circa 8000€ Umsatz erzielt und damit weniger als die letzten Monate. Dafür gibt es zwei Gründe, auf die ich jetzt eingehe.

Abb. 3: Absatzzahlen Dezember 2016 – Ungewohnte Schwankungen

Vielleicht erinnerst du dich an den letzten Tagebucheintrag, in dem ich erzählt habe, dass mein Hersteller erneut falsche Ware produziert hat.

Ich war dadurch gezwungen, eine neue Produktvariante anzulegen, die zu Beginn irgendwo auf Seite 10 gerankt wurde. Kurz danach kam Ende November der nächste Rückschlag und mein zweites Produkt war zwischenzeitlich offline – auch hier war ein Rankingverlust die Folge.

Durch die fehlende Sichtbarkeit beider Produkte wurde im Dezember zunächst weniger verkauft und ich musste die Sales durch einen neuen Launch wieder ankurbeln, was sehr erfolgreich funktioniert hat.

3.) Die neue Launch-Strategie – Wie man seine Verkäufe ankurbelt

Wie ich durch einen Launch, also das Weggeben von Rabattcodes, meine Produkte pushe und so für die Suchmaschine höher ranken lasse, habe ich schon damals sehr detailliert in einem älteren Blogeintrag beschrieben.

Seit dem besagten Artikel hat sich aber ein bisschen was geändert. Die Spielregeln wurden neu geschrieben und ich habe nützliche Tools kennengelernt, die ich gern mit dir teile.

1.) Keine Rezensionen!

Ursprünglich konnte man einen Launch perfekt damit kombinieren, Rezensionen zu generieren. Bestimmt hast du mitbekommen, dass incentivierte Produktrezensionen mittlerweile verboten wurden und dies daher nicht mehr erlaubt ist.

2.) Nutze https://www.amzlead.com/

Ich bin ein echter Fan von AmzLead. Das Tool ist noch ganz frisch und ihr erhaltet sogar eine kostenlose erste Promotion. Es ermöglicht dir, mit wenigen Klicks eine Landingpage zu erstellen und die E-Mails der Käufer zu sammeln. Was das bringt? Du kannst dir so auf extrem simple Weise eine eigene Launch Liste aufbauen und deine Kunden per E-Mail nach Feedback fragen.

Alexander Heerens, der Entwickler des Tools, hat mich außerdem darauf hingewiesen, dass ab sofort Rabattcodes über mehrere Tage gleichmäßig verteilt werden können. Dadurch wird der Launch deutlich effektiver als durch kurze eintägige Peaks.

3.) Nutze spezielle Facebook-Gruppen für Amazon Deals

Durch die Richtlinienänderung sind auch die Produkttestergruppen Geschichte. Ihr Platz wurde von neuen Gruppen eingenommen, die als Dealsplattformen fungieren. Hier werden also vergünstigte Produkte vergeben, ohne die Pflicht zur Amazon-Rezension. Zum Ankurbeln der Verkäufe eignen sich aber auch die neuen Gruppen wunderbar. Alternativ gibt es auch kostenpflichtige Launch-Services wie https://amzstars.com/.

Zusammenfassung Launch:
1.) Facebook-Gruppen nutzen, um Käufer zu finden.
2.) Mit AmzLead Gutscheincodes automatisiert verteilen und Launch-Liste aufbauen – ebenfalls automatisch.

4.) Strategie für geringere Versandkosten + Luftfrachtpreise vor Weihnachten

 

Durch das allgemein erhöhte Importvolumen und die gestiegene Nachfrage vor dem Weihnachtsgeschäft machte sich eine deutliche Erhöhung der Versandkosten nach Deutschland bemerkbar. Ausgerechnet meine Lieferung im Dezember habe ich noch per Flugzeug importiert, bevor ich aufs Schiff umgestiegen bin. Für meine Lieferung vor Weihnachten habe ich 5,5$/Kg gezahlt.

Welche Preise sind normal für Luftfracht?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, wie sich der Preis berechnet. Es gibt einmal das absolute Gewicht in KG und das Volumengewicht, das sich folgendermaßen errechnet:

Man teilt das berechnete Volumen des Paketes (Länge x Breite x Höhe) in cm durch 5000. Dieser Wert wird auf das nächste halbe Kilogramm aufgerundet.

Die Versandkosten werden immer auf den höheren der beiden Werte berechnet. Wer sich also gerade die Hände gerieben hat, weil er Riesenfedern importieren wollte, den muss ich wohl enttäuschen.

Bei dem Versand aus Asien muss man sehr aufpassen. Vor allem diejenigen, die wenig Erfahrung haben, lassen sich leicht von den chinesischen Herstellern übers Ohr gehauen. Besonders aufpassen musst du, wenn du deinen Hersteller mit dem Versand bis an die Haustür (Door-to-Door) beauftragst. Es kann sein, dass der Hersteller das ausnutzt und dich höhere Versandkosten zahlen lässt, als eigentlich angebracht.

Generell sind Preise zwischen 3,5-5,5$/Kg normal. Bei kleinen Mengen ist der Kilopreis natürlich höher, da hier auch der logistische Aufwand pro Paket für den Dienstleister größer ist.

Tipp an die FBA-Profis: Um von diesem Effekt zu profitieren, solltest du versuchen, deine Großbestellungen aufeinander abzustimmen und gemeinsam zu importieren.

Beispiel:
Produkt 1 – Produktionszeit 30 Tage – Fabrik in Suzhou
Produkt 2 – Produktionszeit 20 Tage – Fabrik in Jiaxing

Beide Städte im Beispiel liegen nahe Shanghai. In diesem Beispiel würde ich mit den Herstellern absprechen, dass die Ware am (Flug-)Hafen in Shanghai geliefert und an meinen Spediteur übergeben wird. Produkt 2 würde ich 10 Tage nach Produkt 1 bestellen, um unnötige Lagerkosten zu vermeiden.

Mein Spediteur oder dessen Partnerunternehmen vor Ort kümmern sich dann um die Entgegenname der Ware und die Zusammenlegung in den selben Container.

Mit dieser Methode spare ich bei der aktuellen Lieferung einiges an Aufwand und etwa 500€, was mir wieder mehr Spielraum für neue Produkte gibt. Achja, wo ich gerade die nächsten Produkte anspreche. Sei bereit! Für 2017 ist eine Menge geplant.

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5.) Ich muss etwas loswerden!

Bevor ich auf die aktuellen Neuigkeiten eingehe, möchte ich eine Sache ansprechen, die mir persönlich wichtig ist. Ich habe nun schon mehrfach Nachrichten bekommen, dass Menschen Angst haben zu starten, weil sie von meinen ganzen Rückschlägen lesen und befürchten, ihnen widerfährt das gleiche.

Vermutlich ist eins aber sicher: Es führt kein Weg daran vorbei! Rückschläge gehören immer zum Unternehmertum dazu und genau das ist es, was den Reiz daran in meinen Augen ausmacht. Ich habe in keinem Jahr meines Lebens mehr gelernt und bin in keinem Jahr persönlich stärker an einer Herausforderung gewachsen als in 2016. Und wenn ich zurückdenke sind es die größten Rückschläge, die mich am weitesten nach vorne gebracht haben.

Was gibt es für Neuigkeiten?

Vielleicht ist es dir oberhalb des Artikels aufgefallen: Ich bin jetzt mit einem Kanal auf Youtube vertreten. Dort wird es ab und zu Einblicke in meinen Alltag geben und ich werde monatlich ein Video mit einem Rückblick auf den vergangenen Monat hochladen. Das genaue Kanalkonzept steckt noch in der Entwicklung und wird bald bekannt gegeben.

Außerdem kannst du hier der Facebookseite meines Tagebuchs folgen, wo ich ebenfalls neue Artikel und wichtige Infos poste.

Das Amazon-Business sieht jetzt nach den vielen Rückschlägen im Dezember wieder sehr gut aus. Das Pushen der Produkte hat extrem gut funktioniert und mein Ranking ist wieder sehr gut. Aktuell gehen täglich 25-40 organische Verkäufe am Tag ein.

Ob im Januar ein neuer Umsatzrekord gebrochen wird, erfährst du natürlich im nächsten Tagebucheintrag. Falls du dich noch nicht in den Newsletter eingetragen hast, dann hole das jetzt nach!

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Vielen Dank, dass du weiterhin dabei bleibst! Zum Ende des Eintrags habe ich eine kleine Challenge mitgebracht: Schreib mir jetzt einen Kommentar mit etwas, dass ich deiner Meinung nach auf diesem Blog besser machen könnte. Wenn du anonym bleiben möchtest, kannst du mir alternativ auch eine Nachricht schreiben.

Danke, machs gut und bis bald,
dein Hannes

Hier gehts zum nächsten Tagebucheintrag: 300.000€ mit Amazon FBA….