PLT #16 – 300.000€ mit Amazon FBA? | Umsatzziel für 2017 und wie ich es erreichen werde

Heyho an alle! Hannes hier!

Im heutigen Tagebucheintrag berichte ich dir alles, was im Januar abgegangen ist. Am spannendsten ist aktuell definitiv die Planung der nächsten Produkte. Aktuell befinde ich mich wieder in der heißen Phase der Produkt- und Herstellerrecherche. Außerdem nenne ich dir mein Umsatzziel für 2017.

Mit etwas Verzögerung berichte ich dir heute vom Januar 2017. Im ersten Monat des Jahres lief alles ein wenig ruhiger. Heute möchte ich vor allem auf folgende Punkte eingehen:

1.) Die nächsten Produkte
2.) Umsatzzahlen und Sales im Januar 2017
3.) Umsatzziel für 2017
4.) Ermöglicht Amazon FBA passives Einkommen?
5.) Was geht sonst so?

1. Die nächsten Produkte

Viele Händler auf Amazon haben keine feste Nische, sondern verkaufen einfach alles, was stark nachgefragt wird. Das ist eine Taktik, die definitiv auch funktionieren kann. Ich mache es allerdings etwas anders. Mit den nächsten Produkten verfolge ich hauptsächlich zwei Ziele:

1.) Ausweitung der Marke

Mein Ziel ist, im Laufe der nächsten Jahre eine unabhängige Marke zu etablieren. Dafür reicht es normalerweise nicht, nur drei oder vier Produkte im Sortiment zu haben. Aktuell ist es so, dass ich mich auf wenige Produkte konzentriere, die ich so häufig wie möglich verkaufe. Dadurch kann ich den logistischen Aufwand und die Bezugspreise der Ware minimal halten.

Da das langfristige Ziel aber auf ein breiteres Produktspektrum zielt, werde ich mich dieses Jahr auf die Ausweitung der Produktlinie konzentrieren. Dabei achte ich darauf, dass alle neuen Produkte in meine Nische passen. Das hat nämlich außerdem den folgenden Vorteil:

2.) Cross Promotion

Bestimmt hast du auf Amazon schon einmal gesehen, dass dir immer ähnliche Produkte zu dem angezeigt werden, für das du dich gerade interessierst. Solche Produkte stehen meist unter den Feldern: „Wird oft zusammen gekauft“, „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“ oder „inspiriert durch Ihren Browserverlauf“ angezeigt. Diese sogenannte Cross Promotion möchte ich mir mit meinen Produkten zur Nutze machen.

Für Fortgeschrittene: Wie kann man die Cross Promotion aktivieren?

Selbst aktivieren kann man sie leider nicht. Allerdings kann man den Algorithmus so beeinflussen, dass er beginnt, Produkte untereinander zu bewerben.

Direkt beim Launch vergebe ich dafür einige Einheiten kostenlos oder stark vergünstigt, um die Verkäufe anzukurbeln. Die Besonderheit ist, dass ich an ein und dieselbe Person verschiedene Produkte vergebe. Für den Algorithmus erweckt das den Eindruck, dass dieser Kunde beide Produkte gemeinsam kauft und er beginnt, diese Produkte untereinander zu bewerben.

 

Um überhaupt herauszufinden, welche Produkte in Frage kommen ist es wichtig, schon bei der Recherche darauf zu achten, welche Produkte häufig zusammen mit denen aus dem bestehenden Sortiment gekauft werden.

Das geniale ist: Bevor man auch nur einen Cent investieren muss, kann man sehen, welche Produkte geeignet sind und häufig gemeinsam im Warenkorb der Kunden landen. Natürlich sollte man sich nicht komplett darauf verlassen. Es ist immer noch wichtig, die Nachfrage und Konkurrenzsituation einzuschätzen. Meiner Meinung nach ist es aber bei diesen „Ergänzungsprodukten“ nicht so wichtig, dass sie sich 20 oder 30 mal am Tag verkaufen. Das Ziel ist eher, wie schon gesagt, die Erweiterung der Produktlinie und die Absatzmaximierung durch Cross Sales.

2. Umsatzzahlen und Sales im Januar 2017

Was die Verkäufe betrifft, verlief der Januar recht unspektakulär. Die Verkäufe waren auf einem sehr konstanten Niveau und täglich gingen etwa 20 Einheiten über den Tisch. Dabei ist wichtig anzumerken, dass für eines der Produkte der Januar aufgrund der Saisonalität der schwächste Monat ist. Insgesamt waren es wieder etwa 10.000€ Umsatz.

Absatzzahlen Januar 2017

Ich bin echt richtig zufrieden damit, wie konstant die Verkäufe momentan sind. Im Moment bereiten mir die bestehenden Produkte eigentlich keine Arbeit und sie verkaufen sich völlig automatisiert. Nur alle paar Tage gibt es mal kleinere Probleme, die sich aber meist in unter einer Stunde beheben lassen. Beispiele dafür sind PPC-Anzeigen mit zu hohen zugeschriebenen Umsatzkosten, negative Bewertungen, Rechnungsanforderungen von Kunden etc. Das verschafft mir genug Zeit, die Entwicklung der nächsten Produkte voranzutreiben. Hannes ist happy! 🙂

3. Umsatzziel für 2017

Da mein ursprüngliches Zwischenziel mittlerweile erreicht ist, muss schleunigst ein neues Ziel her.

Im Jahr 2017 werde ich 300.000€ Gesamtumsatz erreichen. Bis zur Jahresmitte (30.6.17) werden 100.000€ erreicht sein. Dafür werde ich bis zum Ende des Jahres insgesamt 8 Produkte im Sortiment haben.

Dieses Ziel werde ich allein in Deutschland eventuell nicht erreichen können. Ich plane daher ebenfalls, meine Produkte auf den europäischen Marktplätzen zu platzieren, von denen vor allem England in meinen Augen sehr attraktiv ist. Dazu drängt mich auch die Gebühr von 0,25€ (Ab April 2017 sogar 0,5€) pro Artikel, die ich solange für jeden verkauften Artikel an Amazon abdrücken muss, bis ich meine Ware auch in Polen und Tschechien lagern lasse. Die Hürde, die mich bisher davon abhält ist, dass ich dann in diesen Ländern auch umsatzsteuerrechtlich registriert sein muss. 

Mit welchem Gefühl blickst du auf 2017, Hannes?

Ich habe richtig Lust, das Unternehmen weiter zu nach vorne zu bringen. Es ist echt der Hammer, was alles möglich ist dadurch, dass man die zeitintensiven Aufgaben komplett an Amazon auslagert. Ich hoffe, dass du mich weiterhin auf meinem Weg begleitest. Falls noch nicht geschehen, trage dich jetzt unbedingt in meinen Newsletter ein, damit du die nächsten Einträge nicht verpasst!

Verliere nicht den Anschluss!

Verpasse ab sofort keine geheimen Amazon-Updates mehr, die essentiell für deinen Erfolg sind!
Ich respektiere deine Privatsphäre und versende keinen Spam

4. Ermöglicht Amazon FBA ein passives Einkommen?

Über diese Fragestellung habe ich mir letzte Woche einige Gedanken gemacht, als ich spontan für ein paar Tage in den Snowboard-Urlaub gefahren bin. Für mich ist passives Einkommen eines der Unwörter überhaupt. Viel zu viele Menschen verbinden damit Einkommen, für das sie überhaupt nicht arbeiten müssen. Dabei ist der Unterschied eher, dass man sehr viel Zeit und Geld im Voraus investieren muss, ohne direkt eine Gegenleistung zu bekommen.

Was nun als passives Einkommen gilt, muss jeder für sich selbst definieren. Einige sagen, nur die Zinsen und Dividenden aus passiven Investments, um die man sich nicht aktiv kümmern muss, damit sie Geld abwerfen, sind wirklich passiv.

Meine persönliche Definition sieht so aus:

Passives Einkommen ist Einkommen, das nicht im Austausch gegen Zeit gewonnen wird. Dabei sind passive Investments genauso inbegriffen wie aktive Investments mit Arbeitsaufwand.

Beispiel: Wenn ich morgens aufstehe und bereits Geld verdient habe, dann ist das passiv. Somit sind meine Einnahmen über Amazon FBA passiv, obwohl laufende Arbeit wie das Nachbestellen notwendig ist. Eine Besonderheit bei Amazon ist in meinen Augen, dass die laufende Arbeit wirklich sehr gering ist, nachdem die Produkte einmal aufgesetzt und ordentlich platziert sind. Genau das habe ich auch im Urlaub letzte Woche gemerkt. Es macht einfach Spaß, den ganzen Tag im Harz auf der Piste zu verbringen und abends zu sehen, dass die Umsätze trotzdem konstant bleiben.


5. Was geht sonst so?

Nachdem ich mich im Januar lange mit einem sehr erfahrenen Onlinehändler unterhalten habe, ist mir klar geworden, welch große Vorteile es haben kann, Kontakte vor Ort in China zu knüpfen. Daher versuche im Moment, einen Sourcing Agent zu finden. Die zwei größten Vorteile, die ich mir davon verspreche sind eine vereinfachte Herstellerfindung und bessere Einkaufspreise.

Ich halte es auf jeden Fall für realistisch, 30% weniger im Einkauf zu bezahlen, wenn ich es schaffen sollte, einen guten Agent zu finden und ihn die Preise für mich verhandeln zu lassen.

Falls ihr in der Hinsicht irgendwelche Infos habt oder jemanden kennt, der jemanden kennt usw, schreibt mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular. Ich wäre euch sehr dankbar. Ob die Suche erfolgreich ausgeht und wie genau ich vorgegangen bin, erfährst du selbstverständlich im nächsten Tagebucheintrag. Trage dich dafür am besten einfach in den Newsletter ein.

Verliere nicht den Anschluss!

Verpasse ab sofort keine geheimen Amazon-Updates mehr, die essentiell für deinen Erfolg sind!
Ich respektiere deine Privatsphäre und versende keinen Spam

 

Außerdem spiele ich aktuell mit dem Gedanken, dieses Jahr die Canton Fair in China zu besuchen. Die Canton Fair ist Chinas größte Import- und Exportwarenmesse und mit einer Fläche von 1.180.000 m² und rund 25.000 Ausstellern wirklich unvorstellbar riesig. Der Zeitraum der Messe wird in vier Phasen unterteilt, je nach Art der Produkte. Eine Reise wäre nicht nur sehr interessant, sondern könnte sich richtig auszahlen, wenn ich gute Hersteller finden sollte.

Die Chinesen legen in Geschäftsbeziehungen sehr großen Wert auf persönlichen Kontakt. Auch bei der Preisverhandlung stünde man deutlich besser da.

Zu guter Letzt möchte ich dich auf meinen Instagram-Account aufmerksam machen. Dort gewähre ich dir ab sofort mehr Einblicke in meinem Alltag.

Wie immer bedanke ich mich, dass du mir deine Zeit schenkst und mich auf meinem Weg begleitest. Machs gut und bis bald,

Hannes

Hier gehts zum nächsten Tagebucheintrag: Kurz vor Rankingabsturz und Besuch beim Hersteller…

6 Dinge, die ich im ersten Jahr als Amazon Händler gelernt habe – Amazon FBA

6 Dinge, die ich im ersten Jahr als Amazon Händler gelernt habe

Amazon Händler zu werden war eine der besten Entscheidungen, die ich in den letzten Jahren getroffen habe. Beim Blick zurück kommen mir viele Punkte in den Kopf, die Amazon für Händler zu einer sehr besonderen Plattform werden lassen.

Viele der Dinge, die ich gelernt habe, helfen mir heutzutage sehr, wenn es um wichtige Entscheidungen in meinem Unternehmen geht.

Wenn du mit dem Gedanken spielst, Amazon Händler zu werden, bin ich froh, dir mit dem heutigen Artikel meine wichtigsten Learnings mitzugeben.

 

1 – Amazon ist mehr als Preiskampf

Wer häufiger im Internet einkauft und dabei auch ein bisschen auf den Preis schaut, weiß, dass Amazon tendenziell eine teure Plattform ist. Und das ist sie nicht ohne Grund. Hohe Verkaufsgebühren von bis zu 15% zwingen die Händler zu vergleichsweise hohen Preisen.

Wieso ist Amazon also so verdammt beliebt?

Umfragen zu der Plattform haben ergeben, dass die Kunden nicht nur den Preis, sondern auch die riesige Auswahl und den schnellen Versand als Vorteile schätzen. Das ist auch der Grund dafür, dass sich diejenigen Händler besonders freuen können, die ihre Produkte von Amazon versenden lassen. Dadurch wird der Prime-Versand aktiviert und zusammen mit einer gelungenen Vermarktung wirkt das Produkt deutlich attraktiver auf potentielle Kunden.

Vielen Besuchern der Seite ist der schnelle Versand auch einen tieferen Griff in die Tasche wert. Häufig sind es eher die teuren Produkte, die die Suchmaschine auf Amazon dominieren und am häufigsten verkauft werden. Die Voraussetzung, um einen höheren Preis für sein Produkt zu fordern, ist dabei allerdings selbstverständlich auch ein höherwertiges Produkt.

 

2 – Handel ist kapitalintensiv

Von diesem Problem kann ich dir ein Lied singen. Voller Motivation bin ich direkt mit zwei Produkten gestartet, habe schnell hohe Umsätze generiert und war in Gedanken schon bei den nächsten fünf Produkten.

Leider sah die Realität etwas anders aus – Leere Warenlager führten dazu, dass der Umsatz auf null sank und das hart erkämpfte Ranking geschwächt wurde. Ich habe einfach scheiße kalkuliert. das Kapital, das bereits in gelagerte Ware gebunden war, fehlte plötzlich auf dem Konto zum Nachbestellen.

 

3 – Einzigartige Produkte verkaufen sich besser als gewöhnliche

Abb. 1: Welche Blume würdest du pflücken? –  Wer hervorstechen kann, erhöht seine Chancen enorm

Viele Händler auf Amazon begehen den großen Fehler, dass sie ein Produkt auf den Markt bringen, dass es in identischer Form bereits gibt. Womöglich hat die Konkurrenz noch einen günstigeren Preis und bessere Produktfotos. In solchen Fällen ist das Ausbleiben des großen Erfolgs für gewöhnlich vorprogrammiert.

Anders sieht es aus, wenn der Verkäufer von Beginn an das Ziel verfolgt, das beste Produkt auf den Markt zu bringen. Und das muss nicht zwingend selbst entwickelt oder sonst irgendwie revolutionär sein.

Häufig findet man auch in Asien Hersteller, die Wert auf hohe Qualität legen, statt mit Dumpingpreisen zu trumpfen. Und falls nicht, dann spricht absolut nichts dagegen, mal outside the box zu denken und in Europa, den USA oder sonst wo nach Herstellern Ausschau zu halten. Das Internet macht all das möglich.

Übrigens: Produkte, die es in ihrer Art nur selten gibt, haben durch weniger Konkurrenz für gewöhnlich die höchsten Gewinnmargen

Warum du trotzdem nicht alles daran setzen solltest, von Anfang an jedes Produkt zu 100% zu optimieren und wie der Prozess bis zum perfekten Produkt aussieht, erfährst du detailliert in dieser Podcastfolge (Hier klicken!).

 

4 – Fotos und Bewertungen sind ausschlaggebende Erfolgsfaktoren

Der geliebte Umsatz kommt durch viel Traffic und eine hohe Conversionrate. Vor allem letzteres hängt extrem stark von der Onpage-Optimierung ab, wobei vor allem die Produktfotos und Rezensionen die übergeordnete Rolle spielen.

Wenn du Amazon Händler werden möchtest, solltest du immer versuchen, deine Kunden im oberen Drittel des Listings zum Kauf zu überzeugen. Also ohne, dass diese anfangen, die Seite herunterzuscrollen. Das hätte nämlich den entscheidenden Nachteil, dass deinem Kunden Konkurrenzprodukte vorgeschlagen werden und er abgelenkt wird.

Die Bilder sollten deinen Kunden fesseln und ihm ganz genau zeigen, wie sie ihr Problem mit deinem Produkt lösen können. Die Bewertungen sind ebenfalls immer im Sichtfeld. Nach einer Umfrage von Trusted Shops zu Folge lassen sich 80% der Kunden von Bewertungen beeinflussen. Hab‘ das im Hinterkopf und achte auf gute Qualität!

 

5 – Schnelligkeit entscheidet das Spiel

Das Produktangebot auf Amazon entwickelt sich rasant. Damit meine ich nicht nur, dass neben dem Kundenstamm auch die Konkurrenz größer wird, sondern auch, dass es immer neue interessante Produkte gibt.

Abb. 2: Produktlebenszyklus – besonders profitabel sind die zweite und dritte Phase

Im Lebenszyklus eines Produktes sind vor allem die zweite und dritte Phase extrem profitabel. Wer es schafft, früh ein aufstrebendes Produkt zu erkennen, kann auf Amazon extrem viel Umsatz generieren. Ich habe im letzten Jahr sehr häufig Nischen beobachtet, in denen genau das der Fall war und immer noch ist.

Je stärker das Ausmaß eines Trends ist, desto kürzer ist auch der Produktlebenszyklus. Bei Produkten, die plötzlich außergewöhnlich nachgefragt werden, steigt daher auch schnell das Angebot an, bis der Markt übersättigt ist. Ein perfektes Beispiel ist hierbei der Selfie Stick. Eine Zeit lang wurde dieser wie verrückt verkauft und extrem viele Händler strömten kurz darauf in den Markt.

Durch den extremen Hype sprach sich das neue Produkt aber bei allen Selfie-Stick-Interessierten (was ein Wort!) sehr schnell herum und nach kurzer Zeit hatte jeder einen eigenen Stick, der einen wollte. Das Produkt war tot und zu späte Händler mussten ein Verlustgeschäft in Kauf nehmen,

 

6 – Amazon ist stressig, aber profitabel

Versteh mich nicht falsch – ich liebe Amazon. Es hat mein Leben im positiven Sinne verändert. Wieso meine Beziehung zu Amazon aber eher einer Hassliebe gleicht, werde ich jetzt im Detail berichten. Wer Amazon Händler werden möchte, muss sich auf eine nicht immer leichte Zeit einstellen.

Um das zu veranschaulichen liste ich hier mal auf, was mir allein im Jahr 2016 auf Amazon alles widerfahren ist. Über alle meine Rückschläge habe ich auch auf diesem Blog kontinuierlich berichtet. Klick einfach drauf, wenn du mehr erfahren willst. Die Links öffnen sich jeweils in einem neuen Tab.

1.) Amazon akzeptiert meine EAN-Codes nicht (Hier klicken!)

2.) Alle Produktrezensionen ausgeblendet (Hier klicken!)

3.) Amazon Produkt offline durch technischen Fehler (Hier klicken!)

4.) Conversionrate sinkt von 25 auf 2% durch Angriff der Konkurrenz (Hier klicken!)

 

Gründe, dennoch auf Amazon zu verkaufen, gibt es aber ebenfalls zu Hauf. Das Automatisieren der gesamten Logistik ermöglicht nie dagewesene Freiheiten, die Nachfrage ist mit 44 Millionen aktiven Kunden in Deutschland einfach riesig und auch kleine Händler können mit ihrem Private Label schnell Erfolge erzielen und sich ein Stück vom Kuchen abschneiden.

Ich werde definitiv am Ball bleiben und freue mich, dich auf meinem Blog an meiner Reise teilhaben zu lassen.

Falls du gar nicht weißt, wer hier schreibt: Ich bin Hannes und dokumentiere auf diesem Blog seit Anfang an den Weg zu meiner eigenen Marke mit Amazon FBA. Klicke jetzt hier, um meinen ersten Tagebucheintrag aufzurufen!

Vielen Dank für deine Zeit und bis bald!

Dein Hannes

PLT #15 – Konkurrent attackiert mein Amazon-Produkt | Neue Launch-Strategie

Moin Moin! Hannes hier!

Heute möchte ich mit dir ganz genau auf den Dezember eingehen, in dem es rauf und runter ging. Du erfährst, wie eines meiner Produkte attackiert wurde ich gebe dir meine besten Tipps für einen perfekten Produktlaunch mit. Heute gibt es das Tagebuch zum ersten Mal auch in Videoform.

Obwohl nur knapp ein Monat vergangen ist, fühlt es sich an, als hätte ich eine halbe Ewigkeit nichts mehr auf meinem Blog veröffentlicht. Auch der Dezember war wie jeder Monat reich an Erfolgen, Erfahrungen und Rückschlägen. Eins steht fest: Langweilig wird’s nicht.

1.) Angriff auf eines meiner Amazon-Produkte
2.) Umsatzzahlen und Verkäufe Dezember 16
3.) Die neue Launch Strategie
4.) Strategie für geringere Versandkosten + Luftfrachtpreise vor Weihnachten
5.) Ich muss etwas loswerden!

Eingeläutet wurde der Dezember mit einem ziemlichen Schock, der bei mir gleichzeitig eine ziemliche Wut hervorgebracht hat. Ich habe mich schon länger gefragt, ob es auf Amazon wohl auch schwarze Schafe unter den Konkurrenten gibt, die zu unfairen Mitteln greifen könnten.

Was ist passiert, Hannes?

Anfang Dezember bemerke ich beim Analysieren meiner Verkaufsstatistiken, dass eines meiner Produkte seit Ende November ungewöhnlich viele Sessions (Seitenaufrufe) bekommt. Mit ungewöhnlich viele meine ich aber nicht 50 mehr als sonst, sondern 800-900 Aufrufe am Tag statt gewöhnlichen 150-200. Gleichzeitig blieben die Absatzzahlen allerdings auf demselben Level.

Abb. 1: Ungewöhnlich hohe Anzahl an Session, gelb markiert = Ware kurzzeitig nicht auf Lager

Was bedeutet das konkret?

Die harten Zahlen zu diesem Vorfall demonstrieren eine Verschlechterung der Conversionrate von 25% auf 1-3%. Für mich war das im ersten Monat ein absoluter Schock. Seit über einem Jahr beschäftige ich mich täglich stundenlang mit Amazon als Verkaufsplattform und in meinen Augen ist die Conversionrate ein wichtiger Rankingfaktor.

Nachdem der erste Schock etwas sacken konnte, wurde mir klar, was hier vermutlich vorgefallen ist. Nach kurzer Recherche haben sich meine Vermutungen bestätigt. Es ist tatsächlich möglich, Menschen dafür zu bezahlen, massenweise Traffic für jedes beliebige Amazonprodukt zu generieren.

Abb. 2 – Auf Seiten wie Fiverr ist es möglich, Traffic für Amazonprodukte zu kaufen

Da ich für viele wichtige Suchbegriffe bei Amazon auf Platz 1 stehe kann ich mir gut vorstellen, dass hier versucht wurde, mein Produkt vom Thron zu stürzen.


Welche Auswirkungen hatte der Angriff?

Bisher konnte ich keinerlei Auswirkungen bemerken, was mich sehr beruhigt. Ich denke der Amazon-Algorithmus ist mittlerweile intelligent genug, um derartige Schwankungen zu ignorieren.

Jeff Bezos, Gründer Amazon – Versteht seinen eigenen Algorithmus nicht – © Flickr Steve Jurvetson, CC BY 2.0

Oder ich liege einfach falsch in meiner Annahme, dass die Conversionrate ein wichtiger Rankingfaktor ist. Ganz genau weiß es halt nur der gute Jeff Bezos. Seit Ende Dezember scheint der Angreifer aufgegeben zu haben – die Sessions liegen wieder auf einem normalen Niveau und die Conversionrate liegt erneut bei circa 25%.

 


2.) Umsatzzahlen und Verkäufe im Dezember 2016

Im Vergleich zum vorherigen Monat (Link wird in neuem Tab geöffnet), sind diesen Monat ziemlich starke Absatzschwankungen zu erkennen. Insgesamt wurden circa 8000€ Umsatz erzielt und damit weniger als die letzten Monate. Dafür gibt es zwei Gründe, auf die ich jetzt eingehe.

Abb. 3: Absatzzahlen Dezember 2016 – Ungewohnte Schwankungen

Vielleicht erinnerst du dich an den letzten Tagebucheintrag, in dem ich erzählt habe, dass mein Hersteller erneut falsche Ware produziert hat.

Ich war dadurch gezwungen, eine neue Produktvariante anzulegen, die zu Beginn irgendwo auf Seite 10 gerankt wurde. Kurz danach kam Ende November der nächste Rückschlag und mein zweites Produkt war zwischenzeitlich offline – auch hier war ein Rankingverlust die Folge.

Durch die fehlende Sichtbarkeit beider Produkte wurde im Dezember zunächst weniger verkauft und ich musste die Sales durch einen neuen Launch wieder ankurbeln, was sehr erfolgreich funktioniert hat.


3.) Die neue Launch-Strategie – Wie man seine Verkäufe ankurbelt

Wie ich durch einen Launch, also das Weggeben von Rabattcodes, meine Produkte pushe und so für die Suchmaschine höher ranken lasse, habe ich schon damals sehr detailliert in einem älteren Blogeintrag beschrieben.

Seit dem besagten Artikel hat sich aber ein bisschen was geändert. Die Spielregeln wurden neu geschrieben und ich habe nützliche Tools kennengelernt, die ich gern mit dir teile.

1.) Keine Rezensionen!

Ursprünglich konnte man einen Launch perfekt damit kombinieren, Rezensionen zu generieren. Bestimmt hast du mitbekommen, dass incentivierte Produktrezensionen mittlerweile verboten wurden und dies daher nicht mehr erlaubt ist.

2.) Nutze https://www.amzlead.com/

Ich bin ein echter Fan von AmzLead. Das Tool ist noch ganz frisch und ihr erhaltet sogar eine kostenlose erste Promotion. Es ermöglicht dir, mit wenigen Klicks eine Landingpage zu erstellen und die E-Mails der Käufer zu sammeln. Was das bringt? Du kannst dir so auf extrem simple Weise eine eigene Launch Liste aufbauen und deine Kunden per E-Mail nach Feedback fragen.

Alexander Heerens, der Entwickler des Tools, hat mich außerdem darauf hingewiesen, dass ab sofort Rabattcodes über mehrere Tage gleichmäßig verteilt werden können. Dadurch wird der Launch deutlich effektiver als durch kurze eintägige Peaks.

3.) Nutze spezielle Facebook-Gruppen für Amazon Deals

Durch die Richtlinienänderung sind auch die Produkttestergruppen Geschichte. Ihr Platz wurde von neuen Gruppen eingenommen, die als Dealsplattformen fungieren. Hier werden also vergünstigte Produkte vergeben, ohne die Pflicht zur Amazon-Rezension. Zum Ankurbeln der Verkäufe eignen sich aber auch die neuen Gruppen wunderbar. Alternativ gibt es auch kostenpflichtige Launch-Services wie https://amzstars.com/.

Zusammenfassung Launch:
1.) Facebook-Gruppen nutzen, um Käufer zu finden.
2.) Mit AmzLead Gutscheincodes automatisiert verteilen und Launch-Liste aufbauen – ebenfalls automatisch.


4.) Strategie für geringere Versandkosten + Luftfrachtpreise vor Weihnachten

 

Durch das allgemein erhöhte Importvolumen und die gestiegene Nachfrage vor dem Weihnachtsgeschäft machte sich eine deutliche Erhöhung der Versandkosten nach Deutschland bemerkbar. Ausgerechnet meine Lieferung im Dezember habe ich noch per Flugzeug importiert, bevor ich aufs Schiff umgestiegen bin. Für meine Lieferung vor Weihnachten habe ich 5,5$/Kg gezahlt.

Welche Preise sind normal für Luftfracht?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, wie sich der Preis berechnet. Es gibt einmal das absolute Gewicht in KG und das Volumengewicht, das sich folgendermaßen errechnet:

Man teilt das berechnete Volumen des Paketes (Länge x Breite x Höhe) in cm durch 5000. Dieser Wert wird auf das nächste halbe Kilogramm aufgerundet.

Die Versandkosten werden immer auf den höheren der beiden Werte berechnet. Wer sich also gerade die Hände gerieben hat, weil er Riesenfedern importieren wollte, den muss ich wohl enttäuschen.

Bei dem Versand aus Asien muss man sehr aufpassen. Vor allem diejenigen, die wenig Erfahrung haben, lassen sich leicht von den chinesischen Herstellern übers Ohr gehauen. Besonders aufpassen musst du, wenn du deinen Hersteller mit dem Versand bis an die Haustür (Door-to-Door) beauftragst. Es kann sein, dass der Hersteller das ausnutzt und dich höhere Versandkosten zahlen lässt, als eigentlich angebracht.

Generell sind Preise zwischen 3,5-5,5$/Kg normal. Bei kleinen Mengen ist der Kilopreis natürlich höher, da hier auch der logistische Aufwand pro Paket für den Dienstleister größer ist.

Tipp an die FBA-Profis: Um von diesem Effekt zu profitieren, solltest du versuchen, deine Großbestellungen aufeinander abzustimmen und gemeinsam zu importieren.

Beispiel:
Produkt 1 – Produktionszeit 30 Tage – Fabrik in Suzhou
Produkt 2 – Produktionszeit 20 Tage – Fabrik in Jiaxing

Beide Städte im Beispiel liegen nahe Shanghai. In diesem Beispiel würde ich mit den Herstellern absprechen, dass die Ware am (Flug-)Hafen in Shanghai geliefert und an meinen Spediteur übergeben wird. Produkt 2 würde ich 10 Tage nach Produkt 1 bestellen, um unnötige Lagerkosten zu vermeiden.

Mein Spediteur oder dessen Partnerunternehmen vor Ort kümmern sich dann um die Entgegenname der Ware und die Zusammenlegung in den selben Container.

Mit dieser Methode spare ich bei der aktuellen Lieferung einiges an Aufwand und etwa 500€, was mir wieder mehr Spielraum für neue Produkte gibt. Achja, wo ich gerade die nächsten Produkte anspreche. Sei bereit! Für 2017 ist eine Menge geplant.

Wenn du bei neuen Infos automatisch eine E-Mail von mir erhalten möchtest, trage dich jetzt in meinen Newsletter ein!

Verliere nicht den Anschluss!

Verpasse ab sofort keine geheimen Amazon-Updates mehr, die essentiell für deinen Erfolg sind!
Ich respektiere deine Privatsphäre und versende keinen Spam


5.) Ich muss etwas loswerden!

Bevor ich auf die aktuellen Neuigkeiten eingehe, möchte ich eine Sache ansprechen, die mir persönlich wichtig ist. Ich habe nun schon mehrfach Nachrichten bekommen, dass Menschen Angst haben zu starten, weil sie von meinen ganzen Rückschlägen lesen und befürchten, ihnen widerfährt das gleiche.

Vermutlich ist eins aber sicher: Es führt kein Weg daran vorbei! Rückschläge gehören immer zum Unternehmertum dazu und genau das ist es, was den Reiz daran in meinen Augen ausmacht. Ich habe in keinem Jahr meines Lebens mehr gelernt und bin in keinem Jahr persönlich stärker an einer Herausforderung gewachsen als in 2016. Und wenn ich zurückdenke sind es die größten Rückschläge, die mich am weitesten nach vorne gebracht haben.


Was gibt es für Neuigkeiten?

Vielleicht ist es dir oberhalb des Artikels aufgefallen: Ich bin jetzt mit einem Kanal auf Youtube vertreten. Dort wird es ab und zu Einblicke in meinen Alltag geben und ich werde monatlich ein Video mit einem Rückblick auf den vergangenen Monat hochladen. Das genaue Kanalkonzept steckt noch in der Entwicklung und wird bald bekannt gegeben.

Außerdem kannst du hier der Facebookseite meines Tagebuchs folgen, wo ich ebenfalls neue Artikel und wichtige Infos poste.

Das Amazon-Business sieht jetzt nach den vielen Rückschlägen im Dezember wieder sehr gut aus. Das Pushen der Produkte hat extrem gut funktioniert und mein Ranking ist wieder sehr gut. Aktuell gehen täglich 25-40 organische Verkäufe am Tag ein.

Ob im Januar ein neuer Umsatzrekord gebrochen wird, erfährst du natürlich im nächsten Tagebucheintrag. Falls du dich noch nicht in den Newsletter eingetragen hast, dann hole das jetzt nach!

Verliere nicht den Anschluss!

Verpasse ab sofort keine geheimen Amazon-Updates mehr, die essentiell für deinen Erfolg sind!
Ich respektiere deine Privatsphäre und versende keinen Spam

Vielen Dank, dass du weiterhin dabei bleibst! Zum Ende des Eintrags habe ich eine kleine Challenge mitgebracht: Schreib mir jetzt einen Kommentar mit etwas, dass ich deiner Meinung nach auf diesem Blog besser machen könnte. Wenn du anonym bleiben möchtest, kannst du mir alternativ auch eine Nachricht schreiben.

Danke, machs gut und bis bald,
dein Hannes

Hier gehts zum nächsten Tagebucheintrag: 300.000€ mit Amazon FBA….