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PLT #5 – Scheitert die Bestellung? – Letzte Verhandlungen mit dem Hersteller

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Heyho!

Ich melde mich zurück mit einem neuen Update aus meinem Tagebuch und freue mich, dich wieder dabei zu haben. Wie im letzten Eintrag beschrieben, hatte ich eigentlich vor, am folgenden Tag meine Bestellung zu tätigen. Da ich allerdings meine Bestellmenge um 40% auf 600 Stück verringern wollte, kam es zunächst zu ein paar Komplikationen.

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Die höchste Erfolgswahrscheinlichkeit erhoffte ich mir,  indem ich einfach ehrlich zu meinem Lieferanten war und etwa folgende Passage schrieb, in der ich  die Punkte auflistete, die mich am Sample nicht zu 100% überzeugt haben:

Thank you for the samples! We are satisfied with the printing quality and the product quality. However, I am not sure, whether our customers will be satisfied with the fact that […] and […]. Nevertheless we still want to give this product a try and decided to order 600 pcs for the first test order. 

Bitte versteht, dass ich in meinem Tagebuch weder auf mein Produkt, noch die Kategorie eingehen möchte. Schließlich gibt es auch schwarze Schafe innerhalb der FBA-Community und ich habe keine Lust, ihnen die Möglichkeit zu gehen, einfach meine Produkte zu kopieren.

Die Antwort des Herstellers kam relativ zügig und zunächst einmal war ich sehr froh, dass meine geringere Bestellmenge anstandslos akzeptiert wurde. Problematisch war nur die Frage nach der Verpackung, da sich solch eine geringe Menge für den Produzenten der Verpackung nicht lohnt und dieser ablehnte. Nun hatte ich also zwei Möglichkeiten:

  1.  1000x die hochwertige Verpackung bestellen, um auf diese bei einer möglichen zweiten Bestellung zurückzugreifen
  2.  Eine weniger hochwertige, aber günstigere Verpackung wählen

Ich entschied mich schließlich für letztere Variante und konnte endlich (!) meine erste Bestellung tätigen. Als es um die Lieferadresse ging, nannte ich dem Lieferant meine Adresse und sagte ihm, dass ich Door-to-Door Shipment mit Fedex oder DHL nutzen möchte.

Ich verspreche mir dadurch die für mich einfachste Versand- und Verzollungsabwicklung mit der geringsten Wahrscheinlichkeit für teure oder zeitintensive Fehler. Außerdem muss ich mich nicht mit irgendwelchen Incoterms herumschlagen, sondern kann einfach durchstarten, auch wenn meine Marge dadurch vielleicht etwas geringer ausfällt. Mein Lieferant akzeptierte meinen Wunsch, merkte aber folgendes an:

Fedex shipping and product cost from China to your Germany office is USD 2.63/pc. If you can use air freight shipping to any air port near your office, then we can save around USD 365.00 on shipping cost and new price will be USD 2.02/pc.

Würde die Ware also nicht meine Adresse, sondern einen Zielflughafen meiner Wahl ansteuern, könnte ich 365$ plus die Einfuhrumsatzsteuer von 19%, die auf diese Versandkosten erhoben werden würde, sparen. Trotz meiner Einstellung, so lean wie möglich anzufangen, gefiel mir diese Idee, vor allem, da der nächste Flughafen von mir aus lediglich 15 Kilometer entfernt ist.

Ohne groß nachzudenken googelte ich kurz und hatte wenige Minuten später eine Spedition am Telefon, die mir ein Angebot bereitete, die gesamte Verzollung am Flughafen und den Versand an meine Haustür für knapp 100€ zu übernehmen. Innerhalb einer halben Stunde konnte ich also etwa 300€ sparen, nur dadurch, dass ich die Ware zunächst an den Flughafen senden lasse. Das Angebot der Spedition habe ich noch nicht angenommen, da ich momentan überlege, die Verzollung selbst in die Hand zu nehmen und die Ware einfach mit dem Auto am Flughafen abzuholen.

Ich möchte grundsätzlich so viele Schritte wie möglich einmal selbst gegangen sein, bevor ich andere Unternehmen anweise, sie für mich zu übernehmen. So kann ich sicherstellen, dass ein Unternehmen gute Arbeit leistet und ich weiß genau, in welchen Bereichen es sich für mich zeitlich und preislich lohnt, andere zu beauftragen.

Falls sich jemand mit der Wareneinfuhr und -verzollung gut auskennt, würde es mich unendlich freuen, wenn er mir an kontakt(at)privatelabeltagebuch.de eine kuze Mail schicken könnte. Alles in allem kann ich euch also auch für den Start folgenden Tipp geben:

Erfragt bei eurem Hersteller nicht nur die Preise für Door-to-Door shipping, sondern auch die Kosten des Versandes an einen Zielflughafen (Incoterm DAT), in eurer Nähe. Passt aber auf, dass Ihr das eigentliche Ziel, so schnell wie möglich zu bestellen, nicht aus den Augen verliert!

Der letzte Satz ist enorm wichtig! So schnell wie möglich bestellen sollte oberste Priorität behalten! Ich habe den fatalen Fehler gemacht und viel zu lange mit meinem Lieferanten zunächst über Alibaba und später über E-Mail geschrieben. Ihr könnt massiv Zeit sparen, wenn ihr Skype- oder Whatsapp-Kontaktdaten austauscht!

Ein weiterer hilfreicher und zeitsparender Tipp ist, in euren Nachrichten mögliche Folgefragen bereits in der ersten Mail zu stellen. Das könnte beispielhaft etwa so aussehen:

Is it possible to use The XY-Package for this product? IF YES: Please send me a picture of that package. IF NO: Please tell me what other Packaging you offer.

Bei mehreren Fragen ist es außerdem sinnvoll, diese zu nummerieren! Ich habe das Gefühl, dass viele Chinesen ihre Mails nur flüchtig überfliegen und teilweise fehlerhaft beantworten. Je strukturierter und eindeutiger eure Mails sind, desto übersichtlich wird normalerweise auch die Antwort ausfallen!

Ich bedanke mich für euer Interesse und dafür, dass ihr weiterhin meinen Weg mitverfolgt! Fragen könnt ihr wie immer am besten unterhalb des Beitrags als Kommentar posten!

Da jetzt erst einmal eine lange Produktionszeit von circa 30 Tagen bevorsteht, wird es wohl in den nächsten Tagen keine relevanten Infos für das Tagebuch geben. Ich werde trotzdem weiter Artikel schreiben, um euch mit interessanten Infos und nützlichen Tipps zu versorgen!

Über neue Artikel werdet ihr selbstverständlich über meinen Newsletter in Kenntnis gesetzt, für den ihr euch unterhalb dieses Artikels eintragen könnt. Ich freue mich auf die Ankunft des Produktes und hoffe, ihr bleibt weiter dabei!

Euer Hannes

Hier gehts zum nächsten Tagebucheintrag!

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23 thoughts on “PLT #5 – Scheitert die Bestellung? – Letzte Verhandlungen mit dem Hersteller”

  1. Hi Hannes,

    werde Deinen Weg hier mitverfolgen. Viel Erfolg – finde die Idee des Blogs super. Hatte auch erst mit dem Gedanken gespielt, habe nur leider keine Zeit dafür… 😉

    Meine Ware geht diese Woche auf den Postweg – bin Dir also 30 Tage voraus. 😉 Sollte ich es haben, was ich in Deinen SChilderungen vermisse oder anders erlebt habe, werde ich es Dich wissen lassen. 🙂

    Viele Grüsse

    Alexander (Facebook: Friedrich)

    1. Hallo Alex!
      freut mich, dass du in Zukunft mitließt! Zeit ist eigentlich immer da, man muss sie sich nur nehmen 😉
      Wünsche dir viel Erfolg mit dem Produkt, halt mich bitte über Facebook auf dem Laufenden!

      Liebe Grüße
      dein Hannes

  2. Verstehe ich das richtig, dass du dir die Ware zuerst nach Hause liefern lässt und dann später an Amazon weiterleitest? Oder möchtest du den Versand selber vornehmen?

    1. Hey Markus!
      Danke für deinen Kommentar! Richtig, ich lasse die Ware in mein Office liefern, überprüfe sie und verschicke sie an die Amazonlager, von wo aus die Ware an die Kunden versendet wird.
      Liebe Grüße,
      Hannes

    2. So sollte es auch normalerweise gemacht werden. Selbst nach 2-3 Jahren guter Erfahrung mit dem Händler würde ich es nicht riskieren, dass defekte Ware ins Amazon-Lager gelangt.

      Gruß
      Patrick

  3. Hey Hannes,

    meine Bestellung ging relativ problemlos.
    Es ist wirklich gold wert, wenn du an der anderen Seite der Erde eine/n Mitarbeiter/in bekommst, der wirklich alles tut um dich zufrieden zu stellen.
    Meine Fragen hat Vicky (Chinesen geben sich ja Namen die wir auch verstehen ,-) alle beantwortet und auch den Versand von Tür zu Tür hat sie echt gut geregelt.
    Heute ist die erste Teillieferung angekommen. Wir müssen aber noch auf den 2 Teil warten, da er längere Produktionszeit hat.
    Die 1 Lieferung dauerte mal gerade 6-7 Tage, Ich habe den Verlauf per UPS mit verfolgt.
    Alles lief Problemlos – die Verzollung hat UPS erledigt ( Mwst+Zollgebühren) und prötzlich klingelte es.
    Ware da ! Sieht gut aus , Logo passt ,Verpackung in Polyback – ok reicht…
    Momentan gestalte ich einen kleinen Flyer, den wir mit rein stecken. Einige Informationen, Anschrift, Verpackungsordnung drauf etc.
    Hoffe in 10-15 Tagen den ersten Launch zu machen.
    Momentan sind noch einige Samples unterwegs, um das 2 Produkt schnellstens hinterher zu schiessen.
    Auch hier habe ich mich nur auf fähige Mitarbeiter eingelassen. ( kleine Test mal eingebaut um zu sehen, wie die es handhaben )
    Vorsicht, bei der Verzollung. Die Mwst kommt bei der Menge immer drauf (Ware+Versandkosten), diese musst du ggf, nachversteuern. Bei einer Betriebsprüfung könnte es sonst probleme geben.
    Ich habe für mich die einfachste Lösung gesucht-von Tür zu Tür- gerade beim ersten Produkt.
    Lieber schmeiss ich noch 0,20 € auf jedes Produkt, als mir den Stress an zu tun, die Ware irgendwo ab zu holen und nachtraglich zu verzollen.
    Mit der Zeit lernt man, wie man es am Besten macht und dann kann man sparen 😉
    Evt. findet man später auch eine gute Spedition (die günstig ist) und ab dann will ich das dann direkt abgeben.

    Dein Tipp mit skype und Whatsapp habe ich auch schon genutzt. Hatte eine anfrage gestellt und innerhalb 7 Stunden hatte ich Amy in der Whatsapp nachricht. Haben innerhalb von 10 Nachrichten ein Sample geklärt und ging nach der Bezahlung am gleichen Tag raus. 4 Tage später lags auf dem Tisch.
    Denke, mit Amy hab ich auch noch ein Date 😉

    In deinem Fall , würde ich dass von der Spedition für 100 € regeln lassen.
    Die machen das jeden Tag und du hast weniger Stress. Zudem kann es dein zukünftiger Partner
    werden.
    Die Verzollung ist aber auch so kein Hexenwerk , falls du dich entscheidest selbst die Ware vom Flughafen zu holen.
    Falls noch fragen, siehst du ja meine emailadresse im Bachend 😉

    Freue mich auf deinen nächsten Eintrag

    Gruß

    Ralf

    1. Hey Ralf!
      Danke für deinen lebendig formulierten Kommentar, hat Spaß gemacht, ihn zu lesen!
      Ich mache mich die Tage auch an mein zweites Produkt ran, da das erstes so lange produziert wird und ich es nicht aushalte, zu warten.
      Am Wochenende wird aber erstmal das gute Wetter ausgenutzt mit einer ausgiebigen Radtour nach Hamburg!

      Liebe Grüße,
      Hannes

  4. Hey Hannes,

    eines ist mir noch nicht klar geworden, hast du eine Veränderung am Produkt übernommen ?
    Und wenn ja, war diese Veränderung schon im Sample verarbeitet?

    1. Hallo Marko!
      Ich habe das Produkt so wie es vom Hersteller kommt übernommen, allerdings gibt es das Produkt so auf Amazon noch nicht.
      Weitere Verbesserungen und Optimierungen nehme ich dann im Laufe der Zeit auf.

      Liebe Grüße, Hannes

  5. Hallo! Eine tolle Seite, ich bin froh, gerade über diesen Blog gestolpert zu sein! Ich hänge ein bisschen fest. Dabei hatte alles total super angefangen, netten Supplier gefunden, Samples bestellt und nochmal korrigiert. Nun geht es um den Versand und ich weiß nicht wo anfangen. Ich hab mich ein wenig auf DHL eingeschossen. Aber wie vergleiche ich die Kosten verschiedener Anbieter (Door-to-door). Und brauche ich bei allen ein Geschäftskonto? Und bekommt der Supplier dann einfach meine Kundennummer und der Rest läuft von allein? Das kann doch alles nicht so schwer sein, aber ich stell mich echt ein bisschen doof an grad 🙁

    Grüße aus München!
    Alani

    1. Hallo Alani!
      Uff, ganz schön viel auf einmal 🙂 Aber eins nach dem anderen abhaken und weitermachen! Immer dran denken, wenn es schwer wird, hast du die Wahl aufzuhören, oder derjenige zu sein, der weitermacht!
      Vergleichen musst du eigentlich nicht, da dein Hersteller dir die Versandkosten nennt. Sag ihm einfach du möchtest „cheapest possible door-to-door shipment by air“. Das sagt eigentlich alles, was dein Supplier braucht. Geschäftskonto brauchst du als Einezlunternehmer nicht zwingend, sondern erst eventuell später bei einer UG (haftungsbeschränkt). Ich habe ein kostenloses Girokonto von Comdirect, um die Finanzen getrennt vom Privaten zu halten und habe bisher keine Mängel finden können. Hier ist ein Affilliate-Link dazu: http://bit.ly/22f0UaG
      Von meinen Suppliern hat bisher keiner eine Kundernnummer gefordert, aber ich habe schonmal so etwas gehört, dass die das fordern. Dann einfach kurz bei DHL, Fedex etc. anfragen und die sollten dir das schicken.

      Wenns einfach wäre, würde es jeder machen!
      Liebe Grüße aus Hannover!
      Hannes

  6. Hey Hannes,

    ich habe gestern meine ersten Samples erhalten und musste echt grinsen wegen Deines Kommentars zu den chinesischen Mails. Es ist eindeutig so, dass sie unsere Mails und Fragen nur überfliegen, ich hatte Kontakt zu 5 Herstellern, und alle haben Rückfragen über Dinge gestellt, die ich in meiner Mail ganz deutlich formuliert hatte, z. B. ob mein eigenes Logo auf das Produkt soll…
    Anstatt einen schön formulierten Brief mit durchnummerierten Fragen zu stellen, werde ich in Zukunft erst mal die ganz groben Details klären und meine Fragen dann später im Prozess über WhatsApp stellen. Man dreht sich da sonst oft im Kreis 😀

    Viele Grüße und viel Erfolg!
    Christina

    1. Hey Christina!
      Hehe freut mich, dass ich dich zum Lächeln bringen konnte! 🙂
      Ich muss sagen, ich bin aktuell verblüfft, wie ausführlich mir auf meine Mails von fast allen geantwortet wird! Vielleicht ist das Wetter drüben momentan besser und die sind gut gelaunt! 😉
      Jau WhatsApp ist ein extrem hilfreicher Tipp, habe ich am Anfang viel zu stark vernachlässigt.
      Liebe Grüße und ebenfalls viel Erfolg!

      Hannes

  7. Hi Hannes,
    beschäftige mich jetzt auch seit einiger Zeit mit dem Thema und habe dich durch Zufall entdeckt.
    Habe bei dir schon viele neue Infos finden können und werde hier jetzt definitiv öfter vorbei schauen.
    Beste Grüße
    Frank

  8. Moin Hannes!

    Bin ebenfalls startklar aber tue mich gerade mit den Zollgeschichten ein wenig schwer!

    Was hat es mit der so genannen Zolltarifnummer und der Eori-Nummer auf sich?

    Viele Grüße
    Marco

    1. Hi Marco,
      das ist eigentlich der einfachste Teil 🙂
      Jedem Produkt ist eine spezifische Zolltarifnummer zugewiesen, die man unter http://www.zolltarifnummern.de/ herausfindest. Ich empfehle hier, dem Zoll eine E-Mail zu schreiben und die Nummer zu erfragen.
      Die Eori-Nummer kannst du einfach online kostenlos beantragen. In dieser Nummer, die du zugeteilt bekommst, verbergen sich dann die ganzen Daten deines Unternehmens. Bei der Einfuhr der Waren läuft dann alles deutlich einfacher für die Beteiligten ab. Daher ist es auch wichtig, die Eori-Nummer auf die Rechnung zu schreiben.

      Viele Grüße,
      Hannes

      1. Hallo Hannes!

        Frohes Neues und besten Dank für die Info!
        Noch etwas irritiert mich, muss man AGB´s, Impressum usw. haben, bzw. woher bekommt man es und ist eine Homepage auch nötig! Wie hast du das gelöst?

        Viele Grüße
        Marco

        1. Hey Marco,
          genau, AGB, Impressum etc benötigst du alles. Hier musst du auch aufpassen, da sich die Rechtsprechnung häufig ändert.

          Google sollte dir alles nötige ausspucken, was du brauchst. Es gibt viele kostenlose Anbieter für Rechtstexte, Impressum usw.

          Liebe Grüße,
          Hannes

          1. Hallo Hannes!

            Benötige ich eigentlich eine Homepage zur Anmeldung bei FBA und wenn ja was empfiehlst Du?

            LG
            Marco

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