Wie du bis zu 30% der Kosten deines laufenden Amazon-Business einsparst

Praktisch gesehen verbrennen 99% alle Amazon-Händler jeden Tag viel Geld, das deutlich effizienter investiert werden könnte. Würde man dieses Geld intelligenter nutzen, würden die Umsätze des Unternehmens deutlich schneller in die Höhe schnellen. Das ist das Ziel des heutigen Artikels.
 
 

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Hilfe, es brennt! …
Zunächst einmal müssen wir uns über die größten Feuerstellen bewusst werden. Du fragst dich, welche Feuerstellen? Na die, in denen das meiste Geld verbrannt wird.
 
So bezahlst du weniger Geld im Einkauf
 
Der größte Hebel liegt ganz am Anfang der Lieferkette: Im Einkauf. Wer es schafft, hier einen richtig guten Preis zu erzielen, zahlt auch im späteren Verlauf deutlich weniger.
Das liegt daran, dass sich ein günstiger Einkaufspreis auch positiv auf die Zölle, Einfuhrsteuern, Überweisungsgebühren und die Verringerung der Wechselkursverluste auswirkt. Vor allem mildert es das verbreitete „Cashflow-Problem“, da plötzlich viel weniger Kapital in die Ware gebunden ist und anderweitig investiert werden kann.
 
Wie kann ich meinen Einkaufspreis verbessern?
 
1.) Richtige Herstellerwahl
 

 

Gerade Händler, die noch recht weit am Anfang stehen, werden häufig ohne es zu merken mit viel zu hohen Einkaufspreisen konfrontiert. Manchmal spricht ein höherer Preis für bessere Qualität und ist definitiv berechtigt. In anderen Fällen sind die hohen Preise allerdings unbegründet.
 
Nun gilt es herauszufinden, ob der Einkaufspreis noch Sparpotential bietet. Dafür gibt es verschiedene Methoden.
 
Zunächst sollte definitiv klar sein, mit wem man zusammenarbeitet. Gehört zum Hersteller auch die Fabrik, in der produziert wird, oder handelt es sich um ein Wiederverkäufer?
 

 

So genannte „Trading Companies“ haben den Vorteil, dass die Kommunikation häufig besser ist, da sie einen direkten Ansprechpartner mit Englischkenntnissen anbieten können. Der Nachteil des Wiederverkäufers ist, dass dieser seine eigene Marge auf den Einkaufspreis draufschlägt und somit teurer ist.
 
Wie kann ich herausfinden, ob ich mit dem echten Hersteller / Fabrikanten zusammenarbeite?
 
Bereits sehr viel bringt ein einfaches Skype-Videotelefonat mit einer Führung durch die Fabrik.
 
Noch besser wäre ein Besuch beim Hersteller vor Ort. Das wichtigste ist aber erstmal, dass beide Seiten wissen, mit wem sie es zutun haben. Es ist immer wieder bemerkenswert, wie sich ein simples Telefonat auf die Kommunikationsqualität im späteren Verlauf auswirkt.

 

 
Im Gespräch lässt sich dann durch die Fabrikführung und durch das Stellen der richtigen Fragen herausfinden, ob man wirklich mit dem Fabrikanten und nicht nur mit einem Wiederverkäufer in Kontakt steht.
 
2.) Intelligentes Verhandeln
 
Bevor du sagst: Das habe ich schon versucht, mein Hersteller will den Preis nicht weiter drücken!:
 
Der Preis ist nur ein ganz kleiner Teil des Verhandlungsspielraums, der sich bietet. Tatsächlich sollte die Preisverhandlung ganz hinten anstehen. Der Grund ist, dass ein niedriger Preis schon häufig Hersteller dazu verleitet hat, günstigere und qualitativ weniger hochwertige Materialien zu verarbeiten – ohne Absprache!
 
Was lässt sich abgesehen vom Preis verhandeln? 
Lieferzeit / Lieferbedingungen
Der Cashflow wird es dir danken! Stell dir vor, dein Nussknacker kostet im Einkauf 5$ und du verkaufst auf Amazon 20 Einheiten am Tag. Statt den Preis zu drücken, schaffst du es, in der Verhandlung die Produktionszeit um 1 Woche zu verringern.
 
Dadurch ist weniger Geld in Ware gebunden und somit frei für neue Investments.
 

 

Zertifikate
Für gewöhnlich sind Zertifikate erforderlich, um Produkte aus Asien importieren zu können. Da hierfür meist 3- oder 4-stellige Beträge anfallen, bietet es sich ebenfalls an, diese Kosten mit dem Hersteller zu teilen.
 
Materialien / Verpackung
Möchtest du, dass ein hochwertigeres Material verarbeitet wird? Oder kostenlos eine bessere Verpackung? Normalerweise nutzen die Hersteller jede noch so kleine Änderung, die du im späteren Verlauf am Produkt durchführen möchtest, um den Preis zu erhöhen.

 

 
Die Formulierung macht hier immens viel aus. Hier ist eine Textvorlage, die bei mir gut funktioniert:
 
Dear Mr. Wu,
Before placing a new order, we want to make a proposal, you can benefit of a lot of.
As this is already our third order of a lot more orders in the future, you can see that we really want to establish a long-term relationship.
 
Most companies would ask for a better price now to increase their margin. We won’t. We really want to have a good profit for you when working together with us.
 
Instead of a lower price, we kindly ask you to use a color box instead of the poly bag for the next order. We believe it could increase our sales by 20%. Consequently we will reorder even faster after that and your company will increase its revenue.
 
I am looking forward to hearing from you. Best regards,
Johannes Ungerer
 
Viel Erfolg damit! Meine besten Praxis-Tipps, wie du deine Verhandlungsposition generell stärken kannst, habe ich übrigens in dieser Podcastfolge zusammengefasst.
 
Samplekosten Erstattung
Vor Produkteinführung treten immer Kosten für die Bestellung von Samples an. Da hier vor allem die Versandkosten zu Buche schlagen, lohnt es sich, zu verhandeln. Eine kurze Frage, ob alle Samplekosten bei der ersten Großbestellung erstattet werden, führen in 90% zum Erfolg.
 
Geheimtipp: Wenn du beim Samples Bestellen viel Geld sparen möchtest, schau dir mal Tiptrans an. Das ist ein Konsolidierungsservice. Dort kannst du Samples von verschiedenen chinesischen Herstellern sammeln und gebündelt nach Deutschland schicken lassen.
 
Zahlungsweise
Da für Auslandsüberweisungen meist in beiden Ländern Bankgebühren anfallen, bietet es sich an und ist üblich, die Gebühren mit dem Hersteller zu teilen. Gerade bei größeren Bestellungen kann es hier einen großen Unterschied machen.
 
 
Preis
Zuletzt kannst du natürlich auch den Preis verhandeln. Wie du vielleicht schon gemerkt hast, bin ich kein großer Fan davon. Ich achte bei der ersten Bestellung darauf, dass ich beim genannten Einkaufspreis profitabel bin. Im späteren Verlauf versuche ich, das Produkt bei jeder Bestellung ein bisschen besser zu machen, statt den Preis zu drücken.
 
Wenn du es schwierig findest, ein Alleinstellungsmerkmale für dein Produkt zu finden, hör dir unbedingt diese Podcastfolge an. Dort sprechen Lukas und ich über die Methoden, die in der Praxis mit Abstand am besten bei uns funktionieren.
 
3.) Richtig importieren ohne DHL, Fedex und co.
 
Solltest du bereits mit einem Spediteur zusammenarbeiten, kannst du jetzt an den nächsten Punkt springen. Falls nicht, lies auf jeden Fall weiter, um viel Geld beim Import zu sparen.
 
Zunächst gehe ich auf die verschiedenen Versandmethoden ein.
 
1.) Import per Flugzeug
2.) Import per Schiff / Zug
 
Viele Händler importieren ihre Ware aus Einfachheit sehr lange mit DHL oder Fedex. Das ist zwar möglich, aber nur bis zu einer Grenze sinnvoll. Ab einer bestimmten Menge macht es aus finanziellen und organisatorischen Gründen extrem viel Sinn, einen Logistiker mit der Abwicklung zu beauftragen.
 
Um einen geeigneten Logistiker zu finden, könnt ihr euch der Facebook-Gruppen zu Amazon FBA bedienen. Dort gibt es schon unzählige Threads zu dem Thema.
 
Wichtig ist, dass der Logistiker in der Lage ist, die Ware direkt in das Amazon-Lager zu schicken, denn glaub mir: Wenn deine Produkte gut laufen, kommst du schnell an den Punkt, an dem es nicht mehr in Frage kommt, die ganzen Kartons an deine Haustür zu schicken.
 
 
Teile dem Logistiker bei deiner Bestellung folgende Daten mit:
– Anzahl Kartons
– Abmessung und Gewicht
– Incoterm (meistens FOB) + (Flug)Hafen
– Voraussichtliche Fertigstellung der Produktion
– Handelsrechnung (Commercial Invoice)
– Warenwert
– Umsatzsteuer-ID
– Warenbeschreibung, Zolltarifnummer
– Eori-Nummer
 
 
Beispiele für Incoterms:
FOB Shanghai:
Am Hafen wird die Ware an den Logistiker übergeben
 
EXW Wuxi:
Die Ware wird an der Fabrik (ab Werk) in Wuxi an den Logistiker übergeben. In diesem Fall muss der Logistiker die genaue Adresse der Fabrik bekommen (beim Hersteller nachfragen!)
 
Fast fertig! Dein Logistiker schickt dir daraufhin ein Angebot und du kannst zustimmen oder ablehnen. Normalerweise solltest du hier immer einen besseren Preis bekommen als bei DHL oder Fedex.
 
Sobald du den Auftrag vergibst, wird der Versand und Import in die Wege geleitet und du bekommst eine Rechnung zugeschickt, die alle Versandkosten, Zölle und Steuern beinhaltet. Viele Logistiker geben die Ware erst nach Geldeingang oder einer Überweisungsbestätigung aus.
 
2.) Import per Schiff und Zug
 
Bei sehr großen Bestellmengen oder sehr schweren Produkten ergibt der Versand per Schiff oder Zug definitiv mehr Sinn. Der Ablauf ist hier extrem ähnlich zu Punkt 1). Teile deinem Logistiker einfach mit, dass du per Schiff / Zug oder Teils/Teils versenden möchtest und er wird das Angebot danach ausrichten.
 
Gerade beim Versand über das Schiff bietet sich unglaubliches Sparpotenzial. Eine Sendung, die mit dem Flugzeug fast 1000€ kosten würde, kostet häufig nur 150€ oder weniger. Hier hängt es sehr stark vom Gewicht und den Maßen ab.
 
Du solltest bedenken, dass du etwa einen Monat länger auf deine Ware warten musst. Wenn sich dein Produkt gut verkauft, ist demnach deutlich mehr Kapital in die Ware gebunden und du kannst das Geld nicht anderweitig investieren.
 
4.) So zahlst du weniger bis gar keine Zollgebühren mehr…
 
Hier hat mir ein einfacher Trick schon ziemlich viel Geld sparen können. Normalerweise gibt dir der Hersteller eine Zolltarifnummer (Auch „Taric“ oder „HS-Code“) vor, mit der die Zollgebühren an der deutschen Grenze berechnet werden.
 
Diesen „Vorschlag“ vom Hersteller einfach zu übernehmen kann sich aber als ziemlich teuer herausstellen. Tatsächlich passen manchmal mehrere Zolltarifnummern mit verschiedenen prozentualen Zollsätzen.
 
Statt nur meinen Hersteller nach der Nummer zu fragen, recherchiere ich daher sehr viel selbst und frage zusätzlich bei verschiedenen Zollämtern in Deutschland an. Für die eigene Recherche verwende ich die Seite www.zolltarifnummern.de.
 
Den Zoll, dessen E-Mail Adressen ich über Google herausfinde, kontaktiere ich in verschiedenen Städten.
 
Nach wenigen Tagen bietet sich mir so ein Tarifnummern-Pool, aus dem ich mir etwas günstiges aussuchen darf. Natürlich muss dann noch einmal genau kontrolliert werden, dass die Zolltarifnummer am Ende auch stimmig ist. Ansonsten wäre es Betrug und es kommt früher oder später zu Nachzahlungen.
 
Übrigens: Es gibt Waren, dessen Einfuhr aus Drittländern zollfrei ist. Es kann also sein, dass du überhaupt nichts bezahlen musst. 
 
5.) Weniger Amazon-Gebühren bezahlen
 
In diesem Artikel beschreibe ich, wieso ich Amazon Gebühren im Wert eines vollausgestatteten MacBooks zu viel bezahlt habe. Amazon hatte mein Produkt falsch vermessen und ich habe monatelang bei jedem Verkauf zu viel bezahlt.
 
Wie erfahre ich, ob alles korrekt vermessen ist?
Klicke im Seller Central auf „Berichte“ -> „Transaktionsansicht“. Nun lässt du dir die Details einer Bestellung anzeigen und siehst dir die Versandgebühr anzeigen. Diese kannst du mit Amazons Gebührentabelle abgleichen und prüfen, dass alles in Ordnung ist. Denk dran, dass in der Tabelle die Netto- und in der Abrechnung Bruttopreise inklusive der Umsatzsteuer stehen.
 
Liebe Grüße,
Dein Hannes

Blitzangebot bei Amazon erstellen – Umsatz und Ranking steigern durch Rabattaktion

Ein Blitzangebot bei Amazon zu erstellen kann für Händler sehr lukrativ sein. So lässt sich ohne großen Aufwand die Sichtbarkeit der Produkte immens steigern, wodurch der Umsatz, Gewinn und das Ranking ohne Mühen in die Höhe schnellen.

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Wie kann man ein Blitzangebot bei Amazon erstellen?

Folgende Punkte gibt Amazon an, um Produkte für Blitzangebote zu qualifizieren:

„1. Qualität: Die Produkte müssen in der Produktbewertung mindestens 3 Sterne erhalten haben. Dies kann jedoch je nach Marketplace-Site und Saison unterschiedlich sein.

2. Varianten: Angebote sollten so viele Produktvarianten (z. B. Größe, Farbe, Stil usw.) wie möglich umfassen. Für einige Produkte, wie z. B. Kleidung und Schuhe, geben wir den vorab festgelegten Mindestprozentsatz an Produktvarianten an, wenn Sie das Angebot erstellen.

3. Kategorie: Produkte, die anstößig oder anderweitig unangemessen sind, sind nicht zulässig. Beispiele für unzulässige Produkte sind E-Zigaretten, Alkohol, Erotikartikel, medizinische Geräte und Arzneimittel sowie Babynahrung.

4. Versandart: Die Produkte müssen für den Prime-Versand qualifiziert sein. Sie können in den Versandeinstellungen entweder „Versand durch Amazon“ oder „Versand durch Verkäufer“ auswählen.

5. Zustand: Nur neue Produkte sind für Blitzangebote geeignet.“

So kannst du ein Amazon Blitzangebot erstellen:

Seller Central → Reiter „Werbung“ → „Blitzangebote“ → Hier werden nun ganz unten alle Produkte, welche für Blitzangebote qualifiziert sind, angezeigt. Grundvoraussetzung zur Erstellung von Blitzangeboten ist der Verkäufertarif „Professionell“.

Man wählt das Produkt, welches man bewerben möchte, dann ganz einfach durch einen Klick auf den Button „Erweiterte Bearbeitung“ aus. Erst in der folgenden Ansicht erfährt man unter „Angebotsdatum“, für welche Woche das gewählte Produkt zugelassen wird.

Anschließend wählt man noch das Hauptbild, welches dem Kunden angezeigt wird.

Dann wählt man seinen Angebotspreis. Der höchst mögliche Angebotspreis ist voreingestellt. Er ergibt sich aus dem niedrigsten Preis des Produktes in den letzten dreißig Tagen, abzüglich 20% dieses Preises, da dies der Minimalrabatt ist, welchen man als Händler bei Blitzangeboten gewähren muss. Wie viel Rabatt man als Händler schlussendlich, überhalb der 20% Marke anbieten möchte, bleibt einem Jedem selbst überlassen.

Es folgt zuletzt die Auswahl der Mindeststückzahl an Einheiten, welche man für das Angebot zur Verfügung stellt. Auch hier ist bereits ein von Amazon gewählter Wert vorgegeben, welchen man nicht unterschreiten kann.

Für ein übliches Blitzangebot zahlt man eine Gebühr von 35,00€, in der Prime Week kann die Gebühr bis zu 70,00€ ansteigen.

PRIME Day 

Der PRIME Day findet einmal im Jahr im Sommer innerhalb der PRIME Week statt. An diesem Tag bietet sich Amazon-Händlern die Gelegenheit, ausgewählte Artikel vergünstigt anzubieten und ein Blitzangebot bei Amazon zu erstellen.

Soweit ist das erst einmal nichts Besonderes. Interessant wird dieser Tag jedoch durch die überdurchschnittlich hohen Besucherzahlen auf der Plattform Amazon, welche durch die vorangehende exzessive Bewerbung des PRIME Days durch Amazon zustande kommen.

Viele Kunden zeigen sich an diesem Tag, getrieben durch das große Sparpotenzial, besonders kaufbereit. Dies bedeutet besonders für teilnehmende Händler, aber auch für Händler ohne Rabattaktionen ein großes Umsatzwachstum an diesem Tag.

Aus Amazons Sicht dient der PRIME DAY primär dem Marketing, da eine außergewöhnliche Reichweite und ein regelrechter Hype ausgelöst wird. Wie der Name schon treffend beschreibt, eignet sich das Ereignis für Amazon zur Akquise neuer PRIME Kunden.

Sicher dient die Aktion auch als Belastungstest für das kommende Weihnachtsgeschäft, da das System hier mit einem Vielfachen an Bestellungen eines üblichen Tages auf die Probe gestellt wird.

Als Händler vom PRIME Day profitieren

Die erste Gelegenheit, welche sich Händlern durch den PRIME Day bietet, ist die Multiplikation des üblichen Tagesumsatzes. Händler berichten von 2000% Umsatzwachstum und mehr im vergangenen Jahr, wenn sie am PRIME Day ein Blitzangebot auf Amazon erstellen.

Trotz der teils hohen Rabatte, ist es möglich, den Gewinn an diesem Tag, im Vergleich zu durchschnittlichen Verkaufstagen, zu vervielfachen. Dies ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich.

Die zweite Möglichkeit als Händler vom PRIME Day und der gesamten PRIME Day Week zu profitieren, ist der Rankingboost. Durch erhöhte Verkaufszahlen in dieser Woche kann man gezielt auf Verbesserungen der Rankings in den kommenden Wochen abzielen.

Ob du an der Prime Week teilnehmen kannst und wann sie stattfindet, erfährst du im selben Menü wie alle gewöhnlichen Blitzangebote.

 

 

 

Viel Erfolg beim Erstellen deiner Blitzangebote!

Viele Grüße

dein Hannes

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PLT #19 – Wie ich 1500€ Lehrgeld gezahlt habe und die neuesten Änderungen im Amazon-Algorithmus

Hallo! Hannes hier. 🙂

Der heutige Tagebucheintrag ist vollgepackt mit Learnings, dir mir in der Vergangenheit über 1500€ erspart hätten. Im April habe ich viel gelernt und möchte gerne all diese Erfahrungen mit dir teilen. Vor allem möchte ich aber darauf eingehen, wieso es so extrem wichtig ist, misstrauisch gegenüber deinen Herstellern zu sein.

Gliederung:

1.) Amazons Algorithmus ändert sich

2.) Learnings im April – Zu hohe Gebühren + Hersteller-Scam

3.) Expansionspläne EU

4.) Hijacker überfällt drei mal mein Produkt

5.) Fehlerhafte Barcodes auf gesamter Bestellung

 

1.) Amazons Algorithmus ändert sich

Wie letzten Monat angesprochen, stand im April der Launch des dritten und die Bestellung des vierten Produktes an. Vor allem beim Launch habe ich festgestellt, dass Amazon kräftig am Ranking-Algorithmus herumschraubt.

Produkte ranken tendenziell langsamer

Meine Vermutungen decken sich mit den Aussagen befreundeter Seller. Bevor ich darauf eingehe, möchte ich dir aber einen kurzen Crashkurs zum Thema: “Rankingalgorithmus von Amazon“ geben. Grundsätzlich lässt sich die Funktionsweise von Amazons Suchmaschine wirklich sehr einfach erklären:

„Das Produkt, das für ein Keyword den höchsten Umsatz generiert, steht für dieses Keyword ganz oben im Ranking.“

Das hat zur Folge, dass z.B. bei Eingabe der Begriffe „Springseil blau“ nur blaue Springseile oben angezeigt werden, obwohl sich andere Springseile insgesamt vielleicht häufiger verkaufen. Der Suchbegriff impliziert bereits die Absicht des Kunden, ein blaues Springseil zu kaufen, wodurch der Umsatz für blaue Springseile für dieses Keywords am höchsten ist.

Wie kann ich davon profitieren, Hannes?

Wenn man diese einfache Funktionsweise einmal verinnerlicht hat, wirken plötzlich sehr umkämpfte Nischen garnicht mehr so abschreckend. Warum? Ganz einfach, weil man sich mit seinem Produkt auch erstmal nur auf ein Long Tail Keyword wie eben das Springseil in blau konzentrieren kann. Durch diese Speerspitzenpositionierung kann man auch in jeder noch so umkämpften Nische Fuß fassen.

Das ist aber jetzt gerade ein anderes Thema. Eigentlich möchte ich dir ja erzählen, welche Änderungen am Rankingalgorithmus ich im April bemerkt habe.

Im April habe ich das nächste Produkt gelauncht und dafür durch rabattierte Produkte und externen Traffic meine Verkäufe angekurbelt. Da ich den Testkäufern das Keyword nenne, das sie vor dem Kauf in die Suche eingeben sollen, wirkt es auf den Algorithmus so, als würde mein Produkt einen hohen Umsatz für genau dieses Keyword generieren. Demnach rankt mein Produkt im Laufe der Zeit besser und besser.

Was hat sich geändert?

Vorher konnte ich Produkte durch diese Methode teilweise binnen weniger Tage oben im Ranking platzieren. Dieser Zeitraum wurde nach meinem Gefühl nun aber deutlich vergrößert, sodass nicht mehr die letzen Tage relevant für das Ranking sind, sondern eher die letzen Wochen, wenn nicht Monate.

Ist das gut oder schlecht?

Wie bei jeder Änderung gilt diese für alle Verkäufer gleich – von daher habe ich damit kein Problem. Eher im Gegenteil: Durch diese Veränderung ranken nun eher die Produkte sehr weit oben, die sich auch organisch (ohne künstlich generierte Verkäufe) am besten verkaufen.

Und so sollte es ja sein: Das am besten optimierte Produkt mit der besten organischen Conversionrate erzielt den höchsten Umsatz und setzt sich oben fest. Etwas schade ist, dass neue Produkte jetzt länger brauchen, um perfekt zu ranken. Da ich das gesamte Projekt, das ich für dich auf diesem Blog dokumentiere, sehr langfristig sehe, ist mir das aber egal.

2.) Learnings im April

Vor jedem Tagebucheintrag überlege ich mir immer, welche Ereignisse des Monats für meine Leser den meisten Mehrwert vermitteln können. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen können – und so war es auch diesen Monat.

Zu hohe FBA-Gebühren bezahlt

Als ich neulich die Transaktionsansicht im Verkäuferbackend von Amazon durchgesehen habe ist mir aufgefallen, dass eines meiner Produkte anscheinend falsch abgemessen wurde. Ich kenne die Maße des Produktes genau und weiß, welche Paketgröße dafür erforderlich ist.

Als ich aber die Gebührentabelle der verschiedenen Paketgrößen mit der FBA-Gebühr verglichen habe, die ich pro Verkauf bezahle, ist mir aufgefallen, dass ich bei jeder Bestellung ein größeres Paket bezahle, als eigentlich versendet wird.

Bei den meisten Paketgrößen macht das vielleicht 1-5 Cent Unterschied. In diesem Fall habe ich aber bei jeder Bestellung fast 50 Cent zu viel und dadurch mittlerweile circa 1500€ vollkommen unnötigerweise Amazon in den Rachen geworfen. Das entspricht einem vollausgestatteten Macbook Air – und damit du dir in Zukunft lieber das Macbook holst, wollte ich dieses Learning unbedingt teilen.

Wie kann ich das verhindern?

Im Voraus kann man das nicht beeinflussen. Du solltest definitiv nach der Einlagerung jedes neuen Produktes nach den ersten Verkäufen die Transaktionsansicht abrufen und die gezahlte Gebühr mit der Gebührentabelle vergleichen. Manchmal vermisst sich Amazon zu deinem Nachteil, manchmal aber auch zu deinen Gunsten.

Falls tatsächlich ein Fehler vorliegt, kannst du einfach den Kundenservice kontaktieren und eine Neuvermessung wird angeleitet. Das kann bis zu 2 Wochen dauern und du erhältst dann eine Email mit den neuen Maßen.

Learning 2 – Sei deinem Hersteller gegenüber immer misstrauisch

Ich sage damit nicht, dass etwas dagegen spricht, eine gute persönliche Beziehung zu seinem Hersteller aufzubauen, ganz im Gegenteil. Ich möchte dir aber kurz erzählen, was mir passiert ist.

Nachdem nach langem hin und her endlich alles Nötige für die nächste Bestellung besprochen war und es um die Anzahlung der Ware ging, bekam ich morgens diese E-Mail:

„Hi. Johannes.

Hope are you?

Please we have a very urgent issue with our UK stock company and we need to renew our license or else we get shut down, we tried transferring the amount today to our company’s stock Officer but it was unsuccessfully due to the slow banking network here and tomorrow is the last day for the license renewal.

We plead you, kindly help us and transfer your initial payment of USD 2,250 to our stock Office in UK through Money Gram transfer to our Stock Officer with the information we will provided for you.

Please tomorrow is our last day for the renewal of license and if we did not fix it we might face a huge problem..

Thanks for your help please.

Waiting for your reply.“

Diese Mail stammt nicht von meinem Hersteller.

Die Adresse, von der die Nachricht gesendet wurde, war der meines Herstellers aber fast identisch. Der Unterschied ist mir erst im Nachhinein aufgefallen. Auch für das Amazon-Verkäuferkonto bekomme ich ab und zu betrügerische E-Mails.

Anders als die Amazon-Mails ist diese aber extrem gut gefälscht. Der Betrüger scheint unsere Unterhaltung schon länger mitgelesen zu haben und konnte den perfekten Zeitpunkt abwarten.

Genau an dem Tag, an dem sowieso die Zahlung anstand, schickt er mir die Mail, dass sich das Bankkonto geändert habe. Außerdem ist die Mail exakt im selben Stil und im selben gebrochenen Englisch gehalten wie alle Mails, die ich vom echten Hersteller erhalte.

Auf Nachfrage beim Hersteller via Skype, ob dies seine richtige Adresse sei, bekam ich die Antwort, dass es sich um Betrüger handelt. Ich kann mir aber vorstellen, dass diese Masche aufgrund der Qualität der Fälschung schon häufig funktioniert hat und bitte euch, immer aufzupassen.

3. Expansionspläne EU

Im vergangenen Tagebucheintrag habe ich berichtet, dass ich beginnen werde, meine Ware auch in Europa zu lagern. Dazu drängt mich eine Gebühr von 0,5€ zzgl. Mwst., die pro verkauften Artikel anfällt, solange man noch nicht im Ausland lagert.

Dieses Projekt habe ich trotzdem erstmal in die Zukunft verlegt. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

1.) Teurer als erwartet

Bezüglich der Expansion habe ich mich damals am Telefon von Amazon beraten lassen. Am Telefon wurde mir das Unternehmen „Avalara“ empfohlen, mit dem Amazon zusammenarbeitet. Pro Land und Jahr liegen hierbei die Gebühren für steuerliche Anmeldungen und Buchhaltung in den jeweiligen Ländern bei 600€.

In den letzten Wochen habe ich mich daher weiter informiert und umgehört, ob die Zusammenarbeit mit Avalara reibungslos funktioniert. Leider habe ich nur Negatives gehört und mich vorerst gegen Avalara entschieden. Alle anderen Unternehmen kosten etwa doppelt so viel.

2.) Nicht sinnvoll nach 80/20

Trotz der höheren Kosten würde es sich zwar finanziell lohnen, die Lagerung zumindest in Polen und Tschechien einzuleiten, aber der Aufwand ist verhältnismäßig groß. Ich konzentriere mich also vorerst zu 100% auf das Sourcen weiterer Produkte, um mein gestecktes Umsatzziel von 300.000€ dieses Jahr zu erreichen.

 

4.) Hijacker überfällt drei mal mein Produkt

Ein Hijacker ist ein Verkäufer, der sich an das Listing eines Produktes hängt und somit in der Buybox unter „weitere Anbieter“ auftaucht.

Phantombild – Dieser Mann ist ein potentieller Hijacker

Da ich mein eigenes Label auf meine Produkte drucke und der einzige bin, der die Produkte vertreibt, ist das theoretisch also nur möglich, wenn jemand ein Produkt von mir gekauft hat und es dann wieder bei Amazon einstellt. Das wäre allerdings sehr ungewöhnlich und alles andere als profitabel.

Amazon prüft leider nicht, ob ein Anbieter das Produkt auch wirklich besitzt. Man muss daher sobald man es feststellt, den Support kontaktieren und die Situation schildern. Normalerweise wird dann gefordert, dass man einen Testkauf bei diesem Händler macht und beweist, dass er nicht das originale Produkt anbietet.

In meinem Fall war es so, dass ein komplett neuer Seller-Account plötzlich in meiner Buybox auftauchte. Ein Blick auf sein Profil zeigte keinerlei Kontaktdaten, aber über 340 Seiten mit je 20 gelisteten Produkten verschiedenster Hersteller. Das selbe passierte drei Tage hintereinander. Das gleiche Schema, aber jedes Mal ein neuer Account

Gelöst hat sich Problem von selbst. Sicherlich gab es sofort Dutzende Händler, die sich beim Support beschwert haben. Die Seller-Accounts sind alle nicht mehr aufzufinden und wurden gelöscht.

5.) Fehlerhafte Barcodes auf gesamter Bestellung

Auch der April verlief nicht komplett ohne Probleme – Gestern früh schrieb mein Hersteller, dass es ein großes Problem bei der aktuellen Bestellung gibt, die heute ins Flugzeug gehen sollte. Viel Zeit für eine Lösung blieb daher nicht:

„Hello. Johannes.

Sorry but, we have a bad news.

We found a big mistake in sticker design.

We tested it by machine but, they could not read the bar code.“

Aufgrund eines Fehlers im Barcode-Sticker konnte der Barcode nicht gelesen werden. Jeder Barcode muss nicht nur auf weißem Hintergrund gedruckt sein, sondern auch weiß umrandet sein, damit er korrekt eingelesen werden kann.

Auf der Verpackung war dies nicht der Fall, was dem Hersteller erst am Tag vor dem Abflug aufgefallen ist (immerhin!). Wir haben uns darauf geeinigt, dass der Hersteller die Produkte ohne den Sticker verschickt und mir die Sticker „zum selber basteln“ per Post nachschickt.

Der Nachteil ist jetzt, dass ich die Ware nicht direkt an Amazon senden kann, sondern diese zunächst beklebt werden muss.

Diese Lösung ist zwar nicht optimal, aber führt mich am schnellsten zum Ziel: Das Produkt auf Amazon zu launchen!

Ich bedanke mich, dass du mir deine Zeit geschenkt hast und hoffe, dir weitergeholfen haben zu können. Trage dich jetzt in den Newsletter ein, um keinen der nächsten Tagebucheinträge zu verpassen!

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Machs gut!

dein Hannes

Hier geht’s zum nächsten Tagebucheintrag: Amazon-Konto gesperrt – Mein bisher größter Rückschlag

PLT #17 – Amazon Ranking kurz vor dem Absturz und mein Besuch beim Hersteller

Moin Leute, Hannes hier!

Durch enorm verspätete Lieferungen befinde ich mich aktuell in einer sehr brenzlichen Situation und laufe Gefahr, erneut out of stock zu gehen. Heute gehe ich im Detail darauf ein, wie ich versuche, die Auswirkungen zu minimieren und was ich euch in solch einer Situation rate.

Viele Amazon-Händler beschreiben das Leerlaufen der Warenlager als Horrorszenario, bei dem das Keywordranking des Produktes sofort komplett verloren geht. Wie die zuverlässigen Leser meines Blogs wissen, stand ich bereits mehrfach ohne Ware da und tatsächlich hat sich das auf mein Ranking ausgewirkt.

Was ich auf jeden Fall verneinen kann ist die Aussage, dass man sofort sein gesamtes Ranking verliert. Meiner Empfindung nach speichert der Algorithmus Daten zum Produkt und rankt das Produkt deutlich schneller wieder nach oben, wenn nach der Einlieferung neuer Ware wieder direkt Verkäufe generiert werden und die Conversionrate ähnlich geblieben ist.

Die genauen Auswirkungen aufs Ranking variieren stark. Während ich teilweise nach mehreren Wochen ohne Ware wieder innerhalb weniger Tage mein Ranking zurückarbeiten konnte, habe ich zu einem anderen Zeitpunkt nach nur 4-5 Tagen ohne Ware fast von vorne beginnen müssen. Der wichtigste Faktor ist hierbei die Konkurrenz. Je mehr Umsatz deine Mitstreiter generieren, desto schneller geht das Ranking verloren und desto schwieriger wird es, sich wieder hochzuarbeiten.

 

Was genau heißt das jetzt für dein Produkt?

Wie schon zu Beginn angesprochen, laufe ich momentan wieder Gefahr, out of stock zu gehen. Der Grund ist eine deutliche Verspätung in der Lieferkette von über einem Monat (während Produktion und Versand). Dazu möchte ich anmerken, dass ich auf meine Bestellungen bereits einen Puffer von 30% aufschlage, um auf der sicheren Seite zu sein.

„Mein Learning aus dieser Sache ist, den Puffer ab sofort auf 50% zu erhöhen.“

Ja, 50%! Beim Handel mit physischen Produkten sind sehr viele Instanzen beteiligt und es gibt unzählige potentielle Fehlerquellen. Für mich ist ein bisschen „zu viel“ Lagergeld zu bezahlen insgesamt günstiger, als alle paar Monate out of stock zu gehen und mir mein Ranking erneut erarbeiten zu müssen.

 

Kannst du nicht einfach deine Preise erhöhen?

Ich kann mir gut vorstellen, dass dem ein oder anderen diese Frage gerade in den Kopf gekommen ist. Da das gefährdete Produkt tatsächlich in einer umkämpften Nische ist, möchte ich dieses Mal aus besagten Gründen auf keinen Fall out of stock gehen.

Die gesamte letzte Woche habe ich den Preis meines Produktes daher jeden Tag um einen Euro erhöht. Mit unfassbarem Ergebnis: Die Verkäufe bleiben konstant.

Ich habe vor circa 2 Monaten bereits einige Split-Tests mit meinen Bildern und Preisen gemacht, um das Optimum, also den größten Reingewinn pro Tag, herauszufinden. Da ich dachte, den „Sweet Spot“ herausgefunden zu haben, habe ich seitdem nichts mehr geändert. Jetzt merke ich aber, dass die Kunden bereit sind, mehr Geld zu zahlen. Aus dem Problem der Warenknappheit wurde also die Erkenntnis, dass ich meine Marge anscheinend noch deutlich verbessern kann.

Die Gefahr, out of stock zu gehen, wurde dadurch aber auch nicht verringert. Daher habe ich meinen Preis nun so dreist hoch gestellt, dass ich schon Sorge habe, schlechte Reviews von Kunden zu erhalten, die sich zu viel versprechen. Wir werden sehen, wo das hinführt. Spätestens im nächsten Tagebucheintrag erfährst du, wie es ausgegangen ist. Trage dich am besten kurz in den Newsletter ein, damit ich dir Bescheid sagen kann.

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Reise zum Hersteller

Wie im letzten Tagebucheintrag angesprochen, bin ich aktuell in der heißen Phase der Produktrecherche und des Sourcings. Während Dutzende potentielle Produkte auf meiner Liste stehen, habe ich mich nun für zunächst zwei entschieden, auf die ich mich voll und ganz konzentriere.

Eines der Produkte ist bereits bestellt und die Produktfotos, sowie das Schreiben des Listings sind in Auftrag gegeben. Falls ihr so wie ich ebenfalls schlecht mit Verkaufstexten seid, meldet euch unbedingt bei Janosch, der darin so gut wie kein anderer ist:

Hier klicken, um deine Listings schreiben zu lassen! (weder Afilliate-Link, noch bezahlte Werbung! Bin einfach nur ein begeisterter Kunde)

Janosch kümmert sich neben dem Schreiben des Titels, der Bullet Points und der Beschreibung außerdem um die gesamte Keywordrecherche. Dadurch schafft man es, für verschiedenste Long-Tail Keywords zu ranken, die die Konkurrenz überhaupt nicht auf dem Schirm hat und man startet von Beginn an mit sehr lukrativen PPC-Suchbegriffen.

Um das Sample-hin-und-her-Geschicke zu minimieren und den gesamten Prozess zu beschleunigen, habe ich mich kurzerhand entschlossen, meinen Hersteller zu besuchen und vor Ort alles klar Schiff zu machen.

Auf meinem Youtube-Kanal werde ich euch ebenfalls auf der Reise mitnehmen und ein oder zwei Videos posten. Fall du das nicht verpassen möchtest, kannst du mich hier auf Youtube abonnieren (Link öffnet sich in einem neuen Tab).

 

Was gibt’s sonst so?

In den nächsten Tagen findet das diesjährige Online Marketing Rockstars Festival statt. Morgen, am 2.3., veranstalten wir auf der Expo ein Community Treffen (mehr Infos in unserer Facebookgruppe). Falls du also ein Ticket für die Expo ergattern konntest, würden wir (Lukas und ich) uns riesig freuen, dich persönlich kennenzulernen!

Auf der Expo wird unter anderem Casey Neistat, ein Youtuber mit fast 7 Millionen Abonnenten, auf der Bühne stehen und Fragen beantworten. Das mag vielleicht nicht für alle relevant sein, aber ich bin ein kleiner Fanboy von Casey, hehe. Hier findest du seine Videos.

Außerdem war ich im Februar zu Besuch bei HoliNatural, einem jungen Startup aus Berlin. Die Jungs haben mich eingeladen und gebeten, ihnen mit dem Amazon-Verkauf ihrer „Golden Milk“, einem Nahrungsergänzungsmittel als Heißgetränk, behilflich zu sein. Checkt unbedingt mal deren Webseite aus.

In Berlin reizt mich vor allem die Startup-Szene. Eventuell werde ich mich dorthin auch für eine längere Zeit begeben, das steht aber alles noch in den Sternen.

Es hat mich gefreut, dass du heute wieder reingeschaut hast. Ich wünsche dir noch einen produktiven Tag und genieß das immer besser werdende Wetter!

Dein Hannes

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6 Dinge, die ich im ersten Jahr als Amazon Händler gelernt habe – Amazon FBA

6 Dinge, die ich im ersten Jahr als Amazon Händler gelernt habe

Amazon Händler zu werden war eine der besten Entscheidungen, die ich in den letzten Jahren getroffen habe. Beim Blick zurück kommen mir viele Punkte in den Kopf, die Amazon für Händler zu einer sehr besonderen Plattform werden lassen.

Viele der Dinge, die ich gelernt habe, helfen mir heutzutage sehr, wenn es um wichtige Entscheidungen in meinem Unternehmen geht.

Wenn du mit dem Gedanken spielst, Amazon Händler zu werden, bin ich froh, dir mit dem heutigen Artikel meine wichtigsten Learnings mitzugeben.

 

1 – Amazon ist mehr als Preiskampf

Wer häufiger im Internet einkauft und dabei auch ein bisschen auf den Preis schaut, weiß, dass Amazon tendenziell eine teure Plattform ist. Und das ist sie nicht ohne Grund. Hohe Verkaufsgebühren von bis zu 15% zwingen die Händler zu vergleichsweise hohen Preisen.

Wieso ist Amazon also so verdammt beliebt?

Umfragen zu der Plattform haben ergeben, dass die Kunden nicht nur den Preis, sondern auch die riesige Auswahl und den schnellen Versand als Vorteile schätzen. Das ist auch der Grund dafür, dass sich diejenigen Händler besonders freuen können, die ihre Produkte von Amazon versenden lassen. Dadurch wird der Prime-Versand aktiviert und zusammen mit einer gelungenen Vermarktung wirkt das Produkt deutlich attraktiver auf potentielle Kunden.

Vielen Besuchern der Seite ist der schnelle Versand auch einen tieferen Griff in die Tasche wert. Häufig sind es eher die teuren Produkte, die die Suchmaschine auf Amazon dominieren und am häufigsten verkauft werden. Die Voraussetzung, um einen höheren Preis für sein Produkt zu fordern, ist dabei allerdings selbstverständlich auch ein höherwertiges Produkt.

 

2 – Handel ist kapitalintensiv

Von diesem Problem kann ich dir ein Lied singen. Voller Motivation bin ich direkt mit zwei Produkten gestartet, habe schnell hohe Umsätze generiert und war in Gedanken schon bei den nächsten fünf Produkten.

Leider sah die Realität etwas anders aus – Leere Warenlager führten dazu, dass der Umsatz auf null sank und das hart erkämpfte Ranking geschwächt wurde. Ich habe einfach scheiße kalkuliert. das Kapital, das bereits in gelagerte Ware gebunden war, fehlte plötzlich auf dem Konto zum Nachbestellen.

 

3 – Einzigartige Produkte verkaufen sich besser als gewöhnliche

Abb. 1: Welche Blume würdest du pflücken? –  Wer hervorstechen kann, erhöht seine Chancen enorm

Viele Händler auf Amazon begehen den großen Fehler, dass sie ein Produkt auf den Markt bringen, dass es in identischer Form bereits gibt. Womöglich hat die Konkurrenz noch einen günstigeren Preis und bessere Produktfotos. In solchen Fällen ist das Ausbleiben des großen Erfolgs für gewöhnlich vorprogrammiert.

Anders sieht es aus, wenn der Verkäufer von Beginn an das Ziel verfolgt, das beste Produkt auf den Markt zu bringen. Und das muss nicht zwingend selbst entwickelt oder sonst irgendwie revolutionär sein.

Häufig findet man auch in Asien Hersteller, die Wert auf hohe Qualität legen, statt mit Dumpingpreisen zu trumpfen. Und falls nicht, dann spricht absolut nichts dagegen, mal outside the box zu denken und in Europa, den USA oder sonst wo nach Herstellern Ausschau zu halten. Das Internet macht all das möglich.

Übrigens: Produkte, die es in ihrer Art nur selten gibt, haben durch weniger Konkurrenz für gewöhnlich die höchsten Gewinnmargen

Warum du trotzdem nicht alles daran setzen solltest, von Anfang an jedes Produkt zu 100% zu optimieren und wie der Prozess bis zum perfekten Produkt aussieht, erfährst du detailliert in dieser Podcastfolge (Hier klicken!).

 

4 – Fotos und Bewertungen sind ausschlaggebende Erfolgsfaktoren

Der geliebte Umsatz kommt durch viel Traffic und eine hohe Conversionrate. Vor allem letzteres hängt extrem stark von der Onpage-Optimierung ab, wobei vor allem die Produktfotos und Rezensionen die übergeordnete Rolle spielen.

Wenn du Amazon Händler werden möchtest, solltest du immer versuchen, deine Kunden im oberen Drittel des Listings zum Kauf zu überzeugen. Also ohne, dass diese anfangen, die Seite herunterzuscrollen. Das hätte nämlich den entscheidenden Nachteil, dass deinem Kunden Konkurrenzprodukte vorgeschlagen werden und er abgelenkt wird.

Die Bilder sollten deinen Kunden fesseln und ihm ganz genau zeigen, wie sie ihr Problem mit deinem Produkt lösen können. Die Bewertungen sind ebenfalls immer im Sichtfeld. Nach einer Umfrage von Trusted Shops zu Folge lassen sich 80% der Kunden von Bewertungen beeinflussen. Hab‘ das im Hinterkopf und achte auf gute Qualität!

 

5 – Schnelligkeit entscheidet das Spiel

Das Produktangebot auf Amazon entwickelt sich rasant. Damit meine ich nicht nur, dass neben dem Kundenstamm auch die Konkurrenz größer wird, sondern auch, dass es immer neue interessante Produkte gibt.

Abb. 2: Produktlebenszyklus – besonders profitabel sind die zweite und dritte Phase

Im Lebenszyklus eines Produktes sind vor allem die zweite und dritte Phase extrem profitabel. Wer es schafft, früh ein aufstrebendes Produkt zu erkennen, kann auf Amazon extrem viel Umsatz generieren. Ich habe im letzten Jahr sehr häufig Nischen beobachtet, in denen genau das der Fall war und immer noch ist.

Je stärker das Ausmaß eines Trends ist, desto kürzer ist auch der Produktlebenszyklus. Bei Produkten, die plötzlich außergewöhnlich nachgefragt werden, steigt daher auch schnell das Angebot an, bis der Markt übersättigt ist. Ein perfektes Beispiel ist hierbei der Selfie Stick. Eine Zeit lang wurde dieser wie verrückt verkauft und extrem viele Händler strömten kurz darauf in den Markt.

Durch den extremen Hype sprach sich das neue Produkt aber bei allen Selfie-Stick-Interessierten (was ein Wort!) sehr schnell herum und nach kurzer Zeit hatte jeder einen eigenen Stick, der einen wollte. Das Produkt war tot und zu späte Händler mussten ein Verlustgeschäft in Kauf nehmen,

 

6 – Amazon ist stressig, aber profitabel

Versteh mich nicht falsch – ich liebe Amazon. Es hat mein Leben im positiven Sinne verändert. Wieso meine Beziehung zu Amazon aber eher einer Hassliebe gleicht, werde ich jetzt im Detail berichten. Wer Amazon Händler werden möchte, muss sich auf eine nicht immer leichte Zeit einstellen.

Um das zu veranschaulichen liste ich hier mal auf, was mir allein im Jahr 2016 auf Amazon alles widerfahren ist. Über alle meine Rückschläge habe ich auch auf diesem Blog kontinuierlich berichtet. Klick einfach drauf, wenn du mehr erfahren willst. Die Links öffnen sich jeweils in einem neuen Tab.

1.) Amazon akzeptiert meine EAN-Codes nicht (Hier klicken!)

2.) Alle Produktrezensionen ausgeblendet (Hier klicken!)

3.) Amazon Produkt offline durch technischen Fehler (Hier klicken!)

4.) Conversionrate sinkt von 25 auf 2% durch Angriff der Konkurrenz (Hier klicken!)

 

Gründe, dennoch auf Amazon zu verkaufen, gibt es aber ebenfalls zu Hauf. Das Automatisieren der gesamten Logistik ermöglicht nie dagewesene Freiheiten, die Nachfrage ist mit 44 Millionen aktiven Kunden in Deutschland einfach riesig und auch kleine Händler können mit ihrem Private Label schnell Erfolge erzielen und sich ein Stück vom Kuchen abschneiden.

Ich werde definitiv am Ball bleiben und freue mich, dich auf meinem Blog an meiner Reise teilhaben zu lassen.

Falls du gar nicht weißt, wer hier schreibt: Ich bin Hannes und dokumentiere auf diesem Blog seit Anfang an den Weg zu meiner eigenen Marke mit Amazon FBA. Klicke jetzt hier, um meinen ersten Tagebucheintrag aufzurufen!

Vielen Dank für deine Zeit und bis bald!

Dein Hannes

Amazon SEO – Dominiere das Amazon-Ranking durch die richtige Optimierung

 

Wenn du dir keine Gedanken um die Amazon Suchmaschinenoptimierung machst, kann dein Produkt noch so gut und die Nachfrage noch so groß sein – Deine potentiellen Kunden werden es nie zu Sehen bekommen.

Im heutigen Artikel beantwortet Florian Berger, Experte im Bereich Amazon SEO, die wichtigsten Fragen, um langfristig erfolgreich bei Amazon zu verkaufen und dabei keine Richtlinien oder Styleguides zu verletzen.

Moin Florian! Zunächst die Frage: Was ist eigentlich Amazon SEO?

Bei Amazon SEO geht es um die Optimierung der Produktlistings auf Amazon, also wie Du mit deinem Produkt möglichst gut bei Amazon zu bestimmten Produkten rankst, beispielsweise zu „Yogamatte“. Umso höher das Ranking bei Amazon, umso mehr Umsatz erzielst Du und genau deshalb ist es zum neuen „Volkssport“ der Online Marketer geworden, da wir bekanntlich wissen, dass Amazon mittlerweile die größte Produktsuchemaschine der Welt geworden ist. Wie genau das Ganze funktioniert und worauf man achten sollte, haben wir hier festgehalten:
http://www.shopdoc.de/amazon-seo-ranking-optimierung/

Für wen lohnt sich die Suchmachinenoptimierung auf Amazon?
Für jeden Händler der auf Amazon tätig ist und Eigenmarken verkauft, egal ob es Knoblauchpressen, Grillzangen oder Wasserbetten sind.

Wie funktioniert Amazons Algorithmus?
Die A9-Suchmaschine berücksichtigt viele Kriterien auf die es ankommt. Letztendlich entscheidet die Anzahl der Sales, wie gut Du bei Amazon platziert wirst. Um dies zu erreichen, musst Du natürlich zunächst deine Hausaufgaben erledigen, wie z.B. eine ausführliche Keywordrecherche, schöne Bilder, ansprechende Überschriften und Bulletpoints, attraktive Artikelbeschreibung und das mithin Wichtigste: Sämtliche relevanten Schlüsselwörter in die versteckten Keywords einfügen 🙂

Wie erfährt man am schnellsten, wenn Amazon den Algorithmus verändert?
Gefühlt ist das aktuell ständig, sprich im Monatstakt. Wenn man den Stand heute mit dem vor 3 – 6 – 12 – 24 Monaten vergleicht – sind das schon wieder Welten. Wo noch vor 12 – 18 Monaten einfach nur Bewertungen ausgereicht haben, später dann einmalige Sales-Aktionen und danach das kombiniert mit PPC-Kampagnen, hast Du heute deutlich mehr ToDos abzuarbeiten. Liegt natürlich auch daran, dass es immer mehr Mitbewerber gibt und auch diese nicht untätig sind und ihre Hausaufgaben erledigen.

Welche Rankingfaktoren gibt es?
Hier muss man unterscheiden zwischen den Amazon Onpage Faktoren und den Amazon Performance Faktoren. Zu den ersteren gehören z.B. wie oben erwähnt die Produkttitel, Bulletpoints, Nicht sichtbare Keywords, Bilder, Produktbeschreibung usw.
Bei den Performance Faktoren sprechen geht es in erster Linie um den Preis, Lieferbarkeit, Versandkosten, Händler Performance, Verkaufsrang, FBA (Amazon Prime), Produktbewertungen, Händlerbewertungen, Retourenquote usw.


Wie wirken sich die einzelnen Rankingfaktoren aus? Welcher Faktor beeinflusst das Ranking am stärksten?
Es kommt drauf an. Wie gesagt ist der wichtigste Rankingfaktor die Anzahl der Sales und wer kann hier schon genau definieren, ob es jetzt an dem perfekten Bild, Titel, Preis oder doch an den Bewertungen lag. An dieser Stelle vielleicht der wichtigste Tipp: Führe wirklich ausführliche Keyword-Recherchen durch und packe diese in die verstecken Schlüsselwörter 🙂


Beeinflusst die Händler-Performance, also das Verkäuferfeedback, die Retouren, etc., das Ranking und wenn ja, wie stark?
Sämtliche Punkte beeinflussen das Ranking – der eine Faktor mehr oder weniger. Wenn Du im normalen Bereich (zwischen 95 und 100 % liegst), wirst Du sicherlich keinen so großen Unterschied merken als wenn Du unter 95 % liegst und da geht es dann deutlich schneller bergab, weil Amazon nur sehr zuverlässige Händler auf dem Marktplatz verkaufen lassen möchte. Es geht schließlich um den Ruf Amazons und die meisten Käufer wissen ja gar nicht, dass sie nicht bei, sondern über Amazon einkaufen.

Wie stark beeinflusst die Conversion Rate das Ranking eines Produktes? Wie lässt sie sich verbessern?
Auch diese Frage kannst Du nicht genau beantworten, sondern mit meinem beliebtesten aller Sätze: Es kommt drauf an. Wir haben schon Kunden den dreifachen Umsatz nur durch „conversion-freudige“ Bilder beschert, aber das ist natürlich kein Standard. Hier spielen Preis, Mitbewerber & Co. sicherlich auch eine sehr wichtige Rolle.

Wie sieht ein gut optimierter Produkttitel aus? Sollte dieser mit möglichst vielen Suchbegriffen gefüllt sein?
Ganz einfacher Tipp: Es gibt viele Experten die viel dazu quatschen – guck einfach die Styleguides der jeweiligen Kategorie an. Da beschreibt Amazon ganz genau wie sie das haben möchten und genau daran sollte sich jeder Händler halten. Es gibt zwar viele Händler mit tollen Rankings die genau das Gegenteil machen – aber auch das ist nur eine Frage der Zeit, bis Amazon das ändert. Vor allem wenn man die Tragweite des mobilen Shoppens berücksichtigt – da sind die meisten (zugespamten) Title gar nicht mehr sichtbar und das kostet dich dann letztendlich Conversion / Sales.

Wie füllt man die Backend-Keywords, um optimal zu ranken? Sollte man alle 5000 Zeichen verwenden? Ergibt es Sinn, das Hauptkeyword mehrmals zu nennen?
Unbedingt alle relevanten Suchbegriffe hier reinpacken. Vielleicht verstehen dann die Händler, warum man nicht in 2 h mit einer ausführlichen Analyse fertig ist, sondern nicht nur die möglichen Suchbegriffe die Händler bei Amazon eingeben analysieren, sondern auch bei Google (auch dort ranken sehr oft Amazon-Produkte auf den ersten Plätzen) und natürlich die Rankings der Mitbewerber. Hier kannst Du ziemlich genau definieren, welches die Umsatzbringer-Keywords der Mitbewerber sind.
Ein Hauptkeyword mehrfach nennen, bringt nichts.

Gibt es verlässliche Studien, die die unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Faktoren belegen?
Da gibt es unterschiedliche Auslegungen. Wie gesagt ist der wichtigste Ranking-Faktor die Sales. Treibe diese nach oben, egal wie 🙂


Wie kann man neue Produkte am effektivsten launchen?
Wenn Du keine oder wenig Ahnung von Online Marketing hast, wähle eine professionelle Agentur. Dazu einfach „Amazon SEO Agentur“ bei Google eingeben und da eine geeignete Agentur auswählen. Aber auch hier Achtung: Es gibt viele Google SEO Agenturen die absolut keine oder sehr wenig Erfahrung mit Händlern auf Amazon haben, sondern sich nur an die Infos aus irgendwelchen Blog- oder Kursbeiträgen orientieren. Damit wirst Du wenig erreichen, sobald es die ersten Probleme rund um das Einstellen oder Bearbeiten der Artikel gibt.

Helfen Super-URLs beim Launch, schneller für bestimmte Suchbegriffe zu ranken?
Amazon hat darauf keine Lust 🙂

Wie erhält man ehrliche Bewertungen für neue Produkte?
Biete das perfekte Produkt und einen perfekten Kundenservice. Begeistere deinen Kunden!

Fragen aus der Community:

Ist es erlaubt, HTML Code in der Produktbeschreibung zu verwenden, auch wenn dies nicht von Amazon vorgesehen ist?
Aktuell können nur Vendoren mit A+ Content arbeiten. In Kürze werden ist das aber für alle Händler möglich.


Funktioniert der Algorithmus in allen Ländern gleich oder werden einzelne Faktoren länderspezifisch unterschiedlich stark gewichtet?
Natürlich überall gleich. Alles andere wäre ja Quatsch.


Worin sollte man mit wenig Budget investieren, wenn man die Verkäufe auf Amazon ankurbeln möchte?
Zunächst in eine professionelle Optimierung und dann in die effektivsten Kanäle, um deine Sales zu steigern und das geht in der Regel am einfachsten mit Online Marketing und hier kommt es dann auf das jeweilige Produkt, Mitbewerber & Co. an welche Maßnahme effektiver ist. Egal ob es Facebook, YouTube, Pinterest oder auch Email-Marketing ist.


Was sind die wichtigsten Punkte, die beachtet werden müssen, wenn man in sehr umkämpften Nischen verkaufen möchte?
Liefere immer das beste Produkt zu dem besten Preis-Leistungsverhältnis und biete dabei den besten Kundenservice.

Gibt es ein Tool, das bestehende Listings hinsichtlich SEO analysiert und Verbesserungsvorschläge liefert?
Hier gibt es mittlerweile mehrere. Um nur die reinen Amazon Tools zu nennen:
Amalyze, Marketplace-Analytics und unsere Wenigkeit.
„Mixed-Tools“ – also Google SEO und Amazon Tools: Xovi und Sistrix.

Wenn wir schon an dieser Stelle sind eine kurze Bewertung zu den Tools:

Amalyze: Das jüngste aller Amazon Tools und für mich das aktuell beste Tool. Preislich liegt es bei 149 Euro mtl. Bei längeren Laufzeiten werden diese günstiger. Fazit: Muss jeder professionelle Amazon Händler haben.
Marketplace-Analytics: Das erste Amazon Tool mit super vielen interessanten Funktionen. Hier nutze ich sehr gerne den Sales-Spion. Für Händler geeignet die bereits ab 29 Euro mtl. dabei sein möchten.
ShopDoc: Unser Tool ist noch kostenlos, da in der Betaphase. Hier werden wir bis Ende Dezember auf dem Stand von Amalyze sein ? Spaß beiseite.
Hier bauen wir gerade die Deals-Plattform ein, einen Pre-Launch-Service uvm. – also quasi alles was Du benötigst, um deine Produkte erfolgreich auf Amazon zu verkaufen.

„Mixed-Tools“:
Xovi bietet meines Wissens die größte Datenbasis rund um Google und Amazon Daten und ist daher mein täglicher Begleiter. Für 99 Euro mtl. ist auch hier wie bei Amalyze alles inkl.
Sistrix: Ebenfalls ein interessantes Tool mit einer riesigen Datenbank, mit welchem wertvolle Analysen zu Suchanfragen, Mitbewerbern & Co. gestellt werden können. Sistrix kostet pro Bereich 100 Euro mtl. Bei der Buchung mehrere Module, gibt es auch hier Rabatte.


Vielen Dank für die hilfreichen Infos und weiterhin viel Erfolg!

Rechnungen für Amazon erstellen und versenden – Wie du Step by Step den Prozess automatisierst

Amazon steht für Automatisierung – das hat der Weltkonzern in den letzten Jahren immer wieder unter Beweis gestellt. Doch auch wenn die Händler vom Versand bis zum Kundenservice mittlerweile alles outsourcen können, gibt es einen wichtigen Aspekt, um den sich jeder Händler weiterhin selbst kümmern muss: Das Erstellen von Rechnungen für Amazon-Kunden.

Die ordnungsgemäße Rechnungserstellung wird von vielen Verkäufern leider komplett vernachlässigt. Das kann zur Folge haben, dass man den Überblick über seine Verkäufe verliert und ständig Nachrichten von genervten Kunden bekommt, die eine Rechnung zugeschickt haben möchten.

Wie gut, dass du diesen Artikel gefunden hast! Ich stelle dir jetzt eine sehr günstige und stressfreie Möglichkeit vor, die Rechnungserstellung und den E-Mail-Versand zu 100% zu automatisieren.

Die Software, die wir nutzen, trägt den Namen Easybill. Ich selbst benutze Easybill seit Beginn und bin begeistert von der Verständlichkeit, Übersichtlichkeit und dem Kundenservice. Kauft heute ein Kunde eines meiner Produkte auf Amazon, zieht sich Easybill die notwendigen Daten aus einer API Schnittstelle mit Amazon, erstellt die Rechnung und sendet dem Kunden automatisch eine Mail mit der Rechnung zu. Dazu zu sagen ist, dass Amazon die E-Mails der Kunden verschlüsselt und der Kunde die Rechnung nicht im normalen Email-Postfach, sondern innerhalb des Amazon-Kontaktformulars zugeschickt bekommt.

Wie du die Erstellung und den Versand deiner Rechnungen für Amazon ebenfalls zu 100% automatisieren kannst, möchte ich dir jetzt zeigen.

Nachdem du dich kostenlos für den siebentägigen Testzugang registriert hast, gibst du zunächst über den Reiter „Meine Firma“ alle wichtigen Daten zum Unternehmen an. Die Software kommt hierbei mit allen Unternehmensformen zurecht und auch Kleinunternehmer, die von der Umsatzsteuer befreit sind, können mit wenigen Klicks und vorgefertigten Texten ordnungsgemäße Rechnungen erstellen.

Easybill Rechnungen automatisieren

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Als nächstes müssen wir die Software mit der Amazon Schnittstelle verbinden. Dafür klicken wir im Menü auf den Reiter „Import Manager“ und innerhalb des Import Managers auf „Einstellungen“ und „Amazon„. Dort müssen die Merchant ID, die Marketplace ID und das „Auth-Token“ eingetragen werden.

Damit Easybill die für die Rechnungserstellung notwendigen Daten abfragen darf, müssen wir über folgenden Link eine Verbindung zwischen Easybill und Amazon herstellen:

https://developer.amazonservices.de/

Sobald du die Seite aufgerufen hast, klickst du auf den Button „MWS Aktivierung“ und füllst das Formular folgendermaßen aus:

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Nachdem nun die Verbindung zwischen Amazon und der Software hergestellt wurde, ist es wichtig, den automatischen Import (links im Menü) zu aktivieren. Das bedeutet, dass Easybill automatisch alle Rechnungsdaten aus Amazon zieht und für die Erstellung der Dokumente nutzt. Es lassen sich nach Belieben die Uhrzeiten für den Import einstellen.

Neben den normalen Rechnungen sollte man auch den Haken bei „Amazon FBA Rücksendungen“ aktivieren, damit auch eventuelle Gutschriften erfasst werden.

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Damit nun mit den importierten Daten automatisch Rechnungen erstellt werden, klicken wir wieder auf den Reiter „Einstellungen“ und wählen das Menü „Allgemeines“ aus. Ein neues Menü öffnet sich, in dem wir den ersten Punkt „Rechnungserstellung“ aufrufen und die Rechnungserstellung aus den automatischen Importen aktivieren. Das Rechnungsdatum können wir dem Kaufdatum gleichsetzen.

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Fast fertig! Aus den importierten Daten werden jetzt bereits automatisch Rechnungen erstellt. Allerdings haben unsere Kunden bisher wenig davon, da sie ihre Rechnung noch nicht zugeschickt bekommen. Um zu verhindern, dass wir unsere Zeit damit verschwenden, auf Rechnungsanforderungen manuell eingehen zu müssen, liegt der letzte Schritt darin, auch den Versand per Mail zu automatisieren.

Dank der Schnittstelle, die wir bereits eingerichtet haben, ist auch dieser Schritt für Easybill mit wenigen Klicks eingerichtet. Den passenden Menüpunkt findet man im Import Manager über „Einstellungen“ –> „Amazon“ –> „Versand„. Hier musst du den Punkt:“E-Mails für alle Bestellungen verschicken“ aktivieren und die Änderungen abspeichern.

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Glückwunsch! Ab sofort machst du dir keine Gedanken mehr und jeder deiner Kunden erhält automatisch eine Rechnung für seine Bestellung.

Pro Tipp zum Schluss: Mit Easybill lässt sich das Rechnungslayout individuell gestalten. Du kannst also in deine Rechnung auch einen kleinen „Dankestext“ integrieren, in dem du deine Kunden bitten kannst, das Produkt zu rezensieren oder ein Verkäuferfeedback abzugeben.

Klicke jetzt hier und teste Easybill sieben Tage kostenlos!

Ich wünsche dir viel Erfolg mit dem Verkauf auf Amazon!

Viele Grüße,

dein Hannes

Möchtest du wissen, welches die günstigste und einfachste Möglichkeit für Auslandsüberweisungen ist? Schau mal in diesem Artikel vorbei.


Bei den Links auf diesem Blog handelt es sich teilweise um Affiliate-Links. Ich empfehle dort nur Produkte oder Dienstleistungen, die ich selbst nutze und mich sehr weitergebracht haben! Solltest du eines der Produkte kaufen oder eine der Dienstleistungen nutzen, erhalte ich eine kleine Verkaufsprovision.

PLT #12 – Versand aus China direkt zu Amazon und die Cashflow-Problematik

Moin! Hannes hier!

Gut, dass du hergefunden hast, denn mit den Tipps aus dem heutigen Eintrag wirst du einiges an Zeit sparen können. Neben einem Update zum aktuellen Stand der Dinge möchte ich dir nämlich schildern, welche Erfahrungen ich mit dem direkten Versand meiner Waren an Amazon gemacht habe.

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Vorher möchte ich aber kurz darauf eingehen, wieso der Umsatz auf Amazon im vergangenen Monat deutlich kleiner ausgefallen ist.

Die Gliederung dieses Eintrags sieht wie folgt aus:

1.) Update Umsatzzahlen, Lagerbestand
2.) Direktversand aus China an Amazon
3.) Planung weiterer Produkte?
4.) Rückschläge, Learnings und Tipps

1.) Update: Umsatzzahlen und Lagerbestand

Nach dem sehr erfolgreichen ersten Monat mit fast 10.000 € Umsatz, von dem ich hier berichtet habe, habe ich nun im zweiten Verkaufsmonat aufgrund fehlender Ware mit 4.500 € nur etwa die Hälfte generiert.
Das liegt daran, dass ich anfangs deutlich mehr Einheiten als geplant verkauft habe, das erste Produkt schnell ausverkauft war und meine Bestandsplanung dadurch völlig aus dem Ruder gelaufen ist.

Die Produktion des ersten Produktes dauert 40 Tage, dazu kommen weitere zwei Wochen für Versand und Einlagerung bei Amazon.
Stand der Dinge jetzt ist, dass sich die Nachlieferung auf dem Weg zu Amazon befindet hoffentlich in den nächsten Tagen eingebucht wird. Hoffentlich sage ich, da es im Moment Streiks bei Amazon gibt und auch hier Verzögerungen nicht ausgeschlossen sind.

Dadurch, dass der Umsatz letzten Monat nur auf dem zweiten Produkt beruht, bin ich aber dennoch sehr zufrieden. Obwohl das Produkt für das Hauptkeyword noch nicht für der ersten Seite erscheint, wurden täglich circa 8-10 Verkäufe generiert. Auch für dieses Produkt ist die erste Nachlieferung bereits auf dem Weg zu Amazon, allerdings konnte ich nicht verhindern, dass ich auch mit diesem Produkt vor einigen Tagen out of stock gegangen bin.

Natürlich ist es erfreulich, dass die Produkte solch einen Anklang finden, dennoch ärgert man sich darüber, potentiellen Umsatz liegen zu lassen, weil man seine Planung nicht auf die Reihe bekommt.

Wie lässt es sich verhindern, out of stock zu gehen?

Mein „größtes Problem“ war, dass ich direkt mit zwei Produkten begonnen habe und den notwendigen Cashflow unterschätzt habe. Um zu verdeutlichen, wie kapitalintensiv dieses Geschäftsmodell ist, habe ich hier ein kleines Rechenbeispiel.

Produkt X hat einen Bezugspreis (bis AMZ Lager) von 5€ und verkauft sich im Schnitt 15 Mal am Tag.


Produktionszeit: 30 Tage
Versand per Luftfracht: 7 Tage
Einlagerung: 5 Tage
Sicherheitsabstand: 7 Tage

→ Bei einem Lagerbestand von 735 Einheiten muss die erneute Bestellung bereits aufgegeben sein und die Produktion beginnen.
735*5€ = 3675€

Bei 735 Einheiten im Lager sind also 3675€ bereits investiert und nicht verfügbar. Hinzu kommt, dass in diesem Fall die Nachbestellung ebenfalls getätigt sein muss.

Da die meisten Händler keine Lust darauf haben, direkt nachbestellen zu müssen, sobald neue Ware eintrifft, gehen wir für die Nachbestellung von 1000 Einheiten aus.
Für dieses Rechenbeispiel setzen sich die Bezugskosten von 5€ wie folgt zusammen:
3€ Produktionskosten
2€ Versand und Zoll

(Die Kosten fürs Labeling, Geldtransfer, Treuhandservice, Inspektionen etc. lasse ich zur Vereinfachung des Beispiels außen vor.)

Im Voraus zu bezahlen sind normalerweise 30% auf die Produktionskosten.
0,3*1000 Einheiten (3000€) = 900€

Diese 900€ sind zu Produktionsbeginn zu entrichten, was bedeutet, dass Kapital im Wert von 4575€ = (3675+900) gebunden ist.
Nach 30 Tagen werden die übrigen 70% der Produktkosten, sowie die Versand- und Zollgebühren fällig.

Zu diesem Zeitpunkt liegen nach der Berechnung noch 285 = (735 – (30*15) Einheiten im Lager, also Ware im Wert von 1425€ = (285*5€).
Insgesamt sind also nach Zahlung der 70% und der Versand- und Zollgebühren 6425€ = (1425€+(1000*5€)) in das Produkt investiert.

An diesem Beispiel sieht man schnell, dass sehr viel Geld ständig in Ware gebunden ist und nicht anderweitig verwendet werden kann. Man kann zwar Amazon FBA auch mit 2000€ beginnen und eine erste Bestellung aufgeben (detaillierte Infos dazu in dieser Podcastfolge), allerdings ist es häufig vorprogrammiert, dass man nicht in der Lage sein wird, rechtzeitig nachzubestellen, da der Gewinn noch nicht ausreicht.

Ich werde in Zukunft die AMZ Seller Toolbox für die Bestandsplanung verwenden, um alles bestmöglich im Überblick zu behalten. Sobald ich mich hier genauer eingearbeitet habe, kommt ein detaillierter Artikel dazu. Bis dahin kannst du die Toolbox unter diesem Link kostenlos testen.


Ich selbst habe diese Kosten zu Beginn leider zu stark unterschätzt und kaum Wert auf meine Bestandsplanung gelegt. Das Resultat meiner Leichtsinnigkeit ist, dass ich mit beiden Produkten out of stock gegangen bin. Wie sehr meine Rankings darunter leiden, wird sich in den nächsten Tagen zeigen, wenn die Nachlieferungen eingebucht werden und ich wieder anfange, zu verkaufen.
Selbstverständlich werde ich davon im nächsten Tagebucheintrag wieder berichten. Falls du per E-Mail benachrichtigt werden möchtest, sobald ich neue Artikel veröffentliche, trage dich jetzt in den Newsletter ein.

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2.) Versand aus China direkt zu Amazon

Eine Frage, die mir häufig gestellt wird ist, ob ich mir die Sendungen noch an die Haustür zustellen lasse. Momentan lautet meine Antwort: “Ja und Nein.
Ich habe begonnen, mit einer Spedition zusammenzuarbeiten, die sich ab der Fabrik um die Waren kümmert und diese importiert, verzollt und an ihr deutsches Lager liefert. Im Seller Central von Amazon generiere ich daraufhin wie gewohnt die Versandlabels, die ich dem Spediteur per E-Mail zukommen lasse. Der Spediteur beklebt meine Pakete mit den Labels und lässt sie von UPS am Lager abholen und zu Amazon bringen.

Ich sehe meine eigenen Produkte also überhaupt nicht mehr. Zur Qualitätssicherung lasse ich mir eines der Pakete nach Hause schicken. Sollte ich extreme Qualitätsprobleme feststellen, habe ich dann wenigstens noch die Möglichkeit, die Produkte von Amazon an mich zurückschicken zu lassen.

Ich hätte nicht gedacht, dass es so simpel ist, auch diesen Schritt zu automatisieren. Viel fehlt nicht mehr, um den Status der kompletten Ortsunabhängigkeit mit Amazon FBA zu erreichen. Im Moment ist es noch so, dass ab und zu Behördengänge anstehen, die sich leider (noch) nicht über das Internet regeln lassen, obwohl es für alle Beteiligten eigentlich einfacher wäre.


3.) Planung weiterer Produkte?

Mittlerweile beschäfte ich mich seit circa 10 Monaten fast ausschließlich mit Amazon FBA. Das wertvollste, das dabei herumgekommen ist, sind aber definitiv nicht die Produkte, die jetzt auf dem Markt sind und Gewinne abwerfen. Viel mehr Wert ist das fundierte und replizierbare Wissen, wie man profitable Produkte finden, sourcen, vermarkten und verkaufen kann.

Was hält dich also davon ab, weitere Produkte zu sourcen?

Das große Problem, welches das Wachstum des Unternehmens aktuell stark beeinträchtigt ist das fehlende Kapital. Wie oben im Rechenbeispiel zu erkennen, ist sehr viel Geld notwendig, um allein ein Produkt permanent im Lager zu halten.

Aus dem Grund liegt mein Fokus aktuell überhaupt nicht auf der Erweiterung der Produktpalette, sondern dem Verbessern der Performance der bestehenden Produkte. Ich möchte meine Conversionrate verbessern und somit mehr Verkäufe pro Tag generieren.

In der Praxis bedeutet das vor allem weitere Optimierungen am Listing. Dazu zähle ich vor allem die Produktfotos, die bisher nicht zu 100% zufriedenstellend sind. Außerdem möchte ich auf den Versand per Schiff umsteigen, um bessere Margen zu erzielen und konkurrenzstärker zu werden. Hierbei wirkt sich das Cashflow-Problem natürlich noch fataler aus, da mit deutlich längeren Versandzeiten zu rechnen ist.

4.) Rückschläge, Learnings und Tipps

Wie gewohnt verlief auch der vergangene Monat nicht komplett ohne Rückschläge. Nachdem ich eine neue Verpackung für das erste Produkt entworfen lassen habe, wollte ich diese meinem Hersteller zukommen lassen. Vor der Massenproduktion für über 1000 Einheiten schickte mir der Hersteller auf meinen Wunsch Bilder von allen Seiten der Verpackung.

Es stellte sich heraus, dass eine Seite der Verpackung völlig fehlerhaft bedruckt war, was mir wieder zeigt, wie wichtig es ist, bei asiatischen Herstellern auf Nummer sicher zu gehen und wirklich alles bestätigen zu lassen.

Ich habe häufig das Gefühl, dass Chinesen es lieber in Kauf nehmen, etwas falsch zu produzieren, als sich kurz bestätigen zu lassen, wie es richtig getan werden soll. Damals wurde ja sogar ein komplett falsches Produkt hergestellt, falls du dich erinnerst. Ich versuche, meinen Herstellern daher immer wieder deutlich zu machen, dass sie sich wirklich immer melden können und sollen, wenn ihnen etwas nicht 100 prozentig klar ist.

Ein weiterer “Rückschlag”, der wohl fast alle Private Label Verkäufer betrifft ist eine Änderung der Richtlinien in den USA, die es den Verkäufern verbietet, Produkte vergünstigt an Produkttester zu vergeben. Solche Änderungen übernimmt Amazon Europe häufig nach einiger Zeit. “Rückschlag” setze ich hierbei in Klammern, da es auf den ersten Blick für die Verkäufer zwar sehr unvorteilhaft wirkt, meine Meinung dazu aber etwas anders aussieht:

Es ist die genau richtige Entscheidung von Amazon, diese Art der Produkttests zu verbieten. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Tester alle Produkte, die sie bekommen, tendenziell viel zu gut bewerten und fast ausschließlich 5 Sterne geben. Und zwar sogar dann, wenn man sie eindeutig nach einer ehrlichen und unvoreingenommenen Bewertung bittet.

Warum ist es die richtige Entscheidung von Amazon?

Wer als Verkäufer langfristig denkt, will, dass es Amazon gut geht und das Unternehmen keinen Image-Schaden erleidet. Durch die massive Zunahme dieser Produkttest werden auch qualitativ minderwertige Produkte deutlich besser dargestellt, als sie sind und potentielle Kunden werden hinters Licht geführt. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es bald Alternativen für “richtige” Produkttests geben wird, allerdings gehe ich davon aus, dass die Verkäufer tiefer in die Tasche greifen müssen, um an legale und hochwertige Rezensionen zu kommen.

Mehr Infos zu der ganzen Review-Thematik gibt’s hier.


Soweit alles Relevante zu Amazon.

Ich bin froh, dass auch das private Skype-Coaching, das ich seit nun einem Monat anbiete, großen Anklang findet und ich schon einigen Verkäufern zu einem erfolgreichen Start verhelfen konnte.
Solltest du auch daran interessiert sein, auf Amazon durchzustarten, zögere nicht, einen Termin zu reservieren! Hier gibt’s alle Infos!

Ich bedanke mich für deine Zeit und freue mich schon, dir bald wieder zu berichten. Trage dich jetzt unterhalb in den Newsletter ein, damit du keinen Eintrag mehr verpasst!

Cheers,
Hannes

Hier geht’s zum nächsten Tagebucheintrag: Bewertungen gelöscht?!…

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PLT #11 – Mit Amazon FBA 10.000€ Umsatz in den ersten 37 Tagen – Update nach dem ersten Monat

Heyho Hannes hier!


Nach etwas längerer Zeit ohne Tagebucheintrag möchte ich heute endlich mal wieder auf die Geschehnisse eingehen und meinen Stand der Dinge mit dir teilen. Im letzten Eintrag, der knapp einen Monat zurückliegt habe ich vom Verkaufsstart berichtet und darüber, wie ich Bewertungen gesammelt und mein Produkt gelauncht habe.

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Inhalt:
1.) Zweites Produkt Update + Tipps
2.) Erstes Produkt Update + Tipps
3.) Fazit nach dem ersten Verkaufsmonat
4.) Neuigkeiten zum Blog, Update der Ressourcenseite


Mittlerweile ist mein erster Verkaufsmonat vorbei und ich bin in der Lage, ein Zwischenfazit zu ziehen.
Davor möchte ich euch aber ein paar Infos zum zweiten Produkt geben. Noch am Tag des letzten Eintrags konnte ich die Pakete in Hannover abholen, nachdem ich die Sendung von meinem Spediteur habe verzollen lassen. Wer sich noch an den neunten Eintrag erinnert, weiß, dass ich eigentlich die Ware nicht mehr selbst abholen wollte, nachdem es beim ersten Mal so stressig war. Irgendwie hat mich aber die Lust wieder gepackt, das selbst zu übernehmen. Ich finde es einfach total interessant, die ganzen Abläufe an der Frachtabfertigung mitzuerleben, zumal der Flughafen nicht mal 20 Kilometer von mir entfernt liegt. Mit steigender Bestellmenge wird die Selbstabholung aber nicht mehr möglich sein, zumal mein Auto nicht das größte ist.

Nach kurzem positiven Qualitätscheck habe ich die 4 großen Pakete ans Amazonlager gesendet, wo die Einlieferung ohne Probleme von Statten ging.

Den Launch habe wie folgt gehandhabt:

Acht Tage lang habe ich jeden Tag sechs Produkte an Produkttester versendet, mit denen ich über Facebookgruppen Kontakt aufgenommen habe. Zusätzlich habe ich mit Pay Per Click Kampagnen ein paar weitere Verkäufe generieren können.


Dem Amazon-Algorithmus suggeriere ich somit eine Relevanz für die Hauptsuchbegriffe, wodurch ich kontinuirlich immer höher gerankt werde und für Kunden immer sichtbarer werde.
Aufgrund zweier Aspekte war es mir leider nicht möglich, innerhalb der Launchphase auf die erste Seite für die Hauptkeywords zu ranken:
1.) Die Konkurrenz ist stark und erzielt viel Umsatz
2.) Aufgrund der geringen Bestellmenge kann ich nur wenig Produkte an Tester vergeben


Mein Tipp an jeden, der mit dem Gedanken spielt, mit einem eigenen Produkt zu starten, ist daher:


Sofern ihr nicht in der Lage sein werdet, sehr viele Produkte kostenlos abzugeben, sucht euch eine Nische mit wenig Konkurrenz.

Alles in allem ist aber auch das zweite Produkt recht erfolgreich angelaufen. Ich befinde mich momentan noch nirgends auf der ersten Seite und auch die Pay Per Click-Kampagnen laufen nur sehr langsam an. Dennoch verkaufe ich täglich 4-8 Einheiten, was definitiv ein Zeichen dafür ist, dass hier langfristig über 30 Verkäufe am Tag möglich sind.


Die Nachbestellung ist bereits getätigt und per Azimo an meinen Hersteller überwiesen. Sobald die Lieferung im Lager eintrifft, werde ich das Produkt mit neuen Produkttestern weiter pushen, um so hoffentlich auf Seite 1 zu kommen. Während der Produktion werde ich zudem gemeinsam mit einem Produktfotografen neue Bilder machen, da ich aktuell weder mit den Fotos, noch mit der Conversionrate der Produktes (circa 15%) komplett zufrieden bin.

 

Wo wir gerade beim Thema Nachbestellung sind, möchte ich auch vom ersten Produkt berichten, das ja hauptsächlich Thema der ersten Tagebucheinträge war:
Im Laufe der letzten Wochen habe ich das größte Problem Amazons herausgefunden:


Man verkauft zu schnell zu viel.


Ein „Problem“ ist das natürlich nur mit Augenzwinkern, aber tatsächlich habe ich so viele Einheiten verkauft, dass meine Planung nun überhaupt nicht mehr aufgeht. Vor dem Produktlaunch habe ich erwartet, die 600 Einheiten aus der ersten Bestellung in den nächsten Monaten loszuwerden, spätestens bis Ende des Jahres.
Die Statisktiken sehen aber anders aus:

produkt1 erster monat


28.07.16: Die ersten Verkäufe durch Produkttester und Pay per Click – Kampagnen werden generiert.
04.08.16: Ab hier sind alle Verkäufe organisch bzw. durch Pay per Click – Kampagnen. Durch die schwache Konkurrenz stehe ich bereits nach einer Woche auf der ersten Seite.
14.08.16: Der Algorithmus versteht, dass mein Produkt relevant für das Hauptkeyword ist und rankt mich mehrere Plätze höher. Folge: Plötzlich täglich viel mehr Traffic und Verkäufe.
31.08.16: Ausverkauft!


Schon nach einem Monat sind die Lager leer und neue Ware ist nachbestellt. Insgesamt konnte ich allein in den ersten 30 Tagen einen Umsatz über 9000€ erzielen, worauf ich schon ein wenig stolz bin. Natürlich habe ich schon viel von anderen Blogs und Podcasts gelesen und gehört, aber all das überzeugt bei weitem nicht so sehr, wie den Erfolg am eigenen Projekt zu spüren.


Das Problem ist jetzt, dass ich durch das fehlende Geld, dass ich für die Bestellung des zweiten Produktes brauchte, erst verspätet nachbestellen konnte und nun bestimmt noch 2-3 Wochen ohne Ware sein werde. Extrem ärgerlich, wenn ich mir überlege, wie gut sich das Produkt zum Ende hin verkauft hat.


Umsatz hin oder her – wie viel bleibt übrig?


Ich höre diese Frage in deinem Kopf schwirren. Jeder kann Umsatz machen – die Kunst ist, die Einnahmen über die Ausgaben zu bringen.


Dafür möchte ich kurz das Ziel zitieren, das ich mir am 15.05.16 im ersten Blogeintrag gesteckt habe:


„Bis zum 10. Juli 2016 möchte ich das erste Produkt einer neuen Marke auf Amazon zum Verkauf anbieten. Langfristig werde ich mit dem Produkt mindestens 3000 € pro Monat verdienen.“


Obwohl es auf dem Weg dahin extreme Rückschläge gab, zum Beispiel, dass mein Hersteller das falsche Produkt produziert hat (hier nachlesen), ist das erste Produkt im Endeffekt ein überraschender Erfolg geworden. Meine Marge pro verkauften Artikel liegt je nach Ausgaben fürs Marketing bei 5-6€. Bei wie zuletzt circa 25 Verkäufen im Schnitt pro Tag ist das Ziel definitv realisierbar. Probleme sehe ich allerdings in der Saisonalität des Produktes. Hierzu kann ich zwar noch nichts näheres zu sagen, aber ich gehe davon aus, dass der Winter etwas weniger profitabel sein wird. Und auch über den Aspekt, „langfristig“ so viel Gewinn zu erzielen, kann ich natürlich nach nur einem Monat nicht viel sagen.


Alles in allem bin ich volkommen zufrieden mit der Entwicklung meines Projektes. Ich hätte nicht erwartet, schon im ersten Verkaufsmonat alle Ausgaben auszugleichen (Produktionskosten, Versand, Ean-Codes, Produkttester, Rechnungssoftware, etc.) und zudem einen nicht zu vernachlässigen Gewinn mitzunehmen.


Fazit nach einem Monat – Hatte ich Glück mit dem Start?


Ja und nein. Ich kann und will keinem meiner Leser garantieren, dass sein erstes Produkt genauso häufig verkauft wird. Gleichzeitig weiß ich, dass dieses Geschäftsmodell nicht auf Glück basiert.
Wenn ich aber auf den Start dieses Projektes zurückblicke, beginnend mit der Produktrecherche, der Herstellerfindung etc., erinnere ich mich an viele Stunden harter Arbeit. Ich habe dieses Projekt von Anfang an sehr ernst genommen und denke, dass ich mich dadurch von mindestens 90% aller anderen Verkäufer auf Amazon absetzen kann. Auch vom Investieren habe ich mich nie abschrecken lassen und nicht versucht, am Anfang an den falschen Stellen zu sparen. Sogar unter den Private-Label-Sellern sehe ich, dass viele ihre Listings nicht perfekt optimieren und beispielsweise an den Produktbildern sparen, anstatt einen Produktfotografen damit zu beauftragen.


Langfristig werden sich nur diejenigen Verkäufer durchsetzen, die wirklich ernsthaft dranbleiben und ihre Produkte laufend verbessern. So ist es immer schon gewesen und wird es auch immer sein.

Zum Ende des Eintrags möchte ich noch ein paar Neuerungen mitteilen:

Da ich die Übersichtlichkeit der Ressourcenseite auf diesem Blog miserabel fand, habe ich hier ein bisschen herumgeschraubt und zudem die Liste mit vielen weiteren, neuen Wissensquellen und Tools zu Amazon FBA ergänzt.


Zusätzlich habe ich ein Coaching ins Leben gerufen, in dem ich dir helfe, ein eigenes Amazon-Unternehmen ins Leben zu rufen. In 1on1 Skypegesprächen helfe ich dir, alle Fehler zu vermeiden, die ich selbst begangen habe und dir somit den Weg zu ebnen. Solltest du ernsthaft mit dem Gedanken spielen, eigene Produkte auf Amazon zu verkaufen, ist das Coaching extrem wertvoll für dich. Ich bin mir da so sicher, da ich in den letzten Monaten täglich Momente hatte, an denen ich gerne jemanden an meiner Seite gehabt hätte und sehr viele teure Fehler weniger gemacht hätte. Im Coaching werde ich dir ganz genau auf die Finger schauen und alles in meiner Macht stehende dafür aufwenden, dass dein Start erfolgreich wird.


Klicke hier für mehr Infos zum Coaching.

Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Mal! Vergiss nicht, dich unterhalb in den Newsletter einzutragen, um keinen der zukünftigen Tagebucheinträge zu verpassen!

Dein Hannes

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Verliere nicht den Anschluss!

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Sei anders! – Wie du dich von der Konkurrenz auf Amazon unterscheiden kannst

Ein Gastbeitrag von Philip Kleudgen

Das komplette Geschäftsmodell Private Labeling beruht darauf, existierende Produkte zu sourcen unter einer eigenen Marke und mit einem neuen Logo auf den Markt zu werfen. Aber warum soll der Kunde gerade dein Produkt kaufen?

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Abgesehen von Logo und Farbe, welche Merkmale unterscheiden deine Produkte von denen der Konkurrenz? Das sollte eine Kernfrage sein, die du dir hoffentlich gestellt hast bevor du dein erstes Produkt auf Amazon gelauncht hast. Es gibt verschiedene Ansätze, mit denen du diesem Thema begegnen kannst.

Im folgenden Beitrag möchte ich dir einige Ideen zum Thema „Differenzierung“ vorstellen mit denen du dein Amazon FBA Business bzw. deine Produkte vor der Konkurrenz hervorheben kannst. Was kommt dir als erstes in den Sinn?

Deine Marke

Sicherlich kann deine Marke schon gleich der erste Schritt in der Unterscheidung sein. Während eine bekannte Marke Vertrauen bei den Kunden schafft, muss eine kleine oder neue Marke sich dies erst erarbeiten. Ebenso kann dein Logo und Markenname schon bestimmte Werte vermitteln.

Du kannst fremdsprachige Übersetzungen deiner Nische nutzen, Phantasiename erstellen oder deinen Familiennamen unterbringen. Egal für welche Variante du dich entscheidest, passend dazu solltest du ein Logo haben mit hohem Wiedererkennungswert. Ebenso hat jede Marke ein Image das sie auch bewusst füttert.

Die Marke „Aldi“ vermittelt der Kundschaft mit Absicht das Gefühl billige Produkte zu kaufen und viele Angebote zu haben von dennoch halbwegs vernünftiger Qualität. „REWE“ hingegen positioniert sich in einem ähnlichen Marktsegment mit gleichen Produkten deutlich teurer und ein wenig hochwertiger. Auf Amazon wäre zum Beispiel bei vielen Küchenprodukten WMF der Marktführer mit extrem hoher Qualität aber teilweise auch sehr hohen Preisen. Zum Beispiel ein einfaches Salatbesteck:

bild1

Die WMF Version wird allein aufgrund des Images für den sehr hohen Preis von 26,95€ verkauft. Ein verdächtig ähnliches Modell der Firma Vega kostet viel weniger. bild2

Sicherlich wird es hier auch qualitative Unterschiede geben, aber ein großer Teil des Preises ergibt sich durch das Image von WMF. Du solltest also schon zu Beginn deiner Reise genau überlegen wie du dich positionieren möchtest. Auch als Private Labeler kannst du mit Absicht eine bessere Qualität liefern als die Konkurrenz und dich mit einem teuren Preis differenzieren.

Umgekehrt kannst du auch eine „Billigmarke“ sein und hoffen durch mehr Verkäufe auf deinen Umsatz zu kommen. Aus meiner Sicht macht hier jedoch die Premium-Marke in den meisten Fällen mehr Sinn.

Verpackung

Ein ganz großer Punkt im Handel allgemein ist auch deine Verpackung. Zugegeben, online nicht ganz so wirkungsvoll wie offline, aber dennoch auf keinen Fall zu ignorieren. Verschiedene Verpackungsarten bieten sich für eine Differenzierung von der Konkurrenz an. Da du die Verpackung auf deinem Produktbild zeigen darfst, kann der Kunde auch diese mit in seine Kaufentscheidung einbeziehen. Zusätzlich bewertet er vielleicht auch später in seiner Produktrezension die Verpackung, nachdem er das Produkt zuhause ausgepackt hat. Hier solltest du also auf folgende Dinge achten:

  • Material

Ob du dicke oder dünne Pappe verwendest, Polybags aus Plastik, Holzkisten oder umweltfreundliches Material. All das kann deine Kunden beeinflussen und den kleinen aber feinen Unterschied machen.

  • Finish

Die meisten Verpackungen bekommst du in matt oder Hochglanz oder mit sogenanntem „Spot Lack“ welcher quasi eine Mischung aus beidem ist. Nutze diese Techniken zu deinem Vorteil, um dein Produkt hochwertig aussehen zu lassen.

  • Logo

Dein Logo kann aufgedruckt sein, oder auch nicht. Sichtbare Logos geben meist ein besseres Gefühl, als ungelabelte China Produkte.

  • Aufwand

Wie viel Liebe zum Detail steckt in der Verpackung und im Design? Gibt es zusätzliches Seidenpapier im Innenteil, bunte Aufdrucke, eine Schleife, schlaue Verschlusslösungen, einen Pumpspender für Flüssigkeiten oder etwas anderes innovatives?

  • Geschenkverpackung

Verkauft dein Konkurrent im Polybeutel oder schlichten Karton? Deine Chance. Produziere eine wirklich hübsche Geschenkverpackung mit blanko Karte und bewirb deine Produkte als Präsent. Das sind nur einige Ideen, die du nutzen kannst. Gerade bei der Verpackung solltest du kreativ werden und/ oder Geld in die Hand nehmen für einen guten Designer: Das Geld hast du schnell wieder drin.

 

Produktverbesserungen

Du hast ein Produkt gefunden mit gutem BSR und niedrigen Sourcing Kosten? Herzlichen Glückwunsch. Bleibt nur die Frage offen, ob deine Mitbewerber das nicht auch schon gemerkt haben. Daher solltest du niemals ein identisches Produkt auf den Markt bringen, sondern immer versuchen, die verbesserte Version anzubieten. Verbesserungen für dein Produkt findest du schnell heraus in dem du die Bewertungen der Konkurrenten liest und auswertest.

Im Beispiel WMF Salatbesteck finden sich viele Rezensionen die erwähnen, dass Fingerabdrücke sichtbar sind und das Material sehr schnell zerkratzt. Das wäre deine Chance, eine andere Metalllegierung zu verwenden oder die Oberfläche anders zu beschichten, um diesen Effekt zu vermeiden. Häufig sind es nur kleine Material oder Formänderungen, die deinem Produkt einen Vorteil verschaffen können. Ein weiteres Beispiel wären ein rutschiger Griff an der berühmten Knoblauchpresse, welchen du in deiner Version mit Gummiüberzug ausstatten würdest.

Sets

Einfach aber effektiv kann es sein, ein bestimmtes Produkt zu bündeln. Wenn du merkst, dass die Kunden immer wieder die gleichen Artikel zusammen kaufen bietet sich das an. Salatbesteck und Salatschüssel wäre ein solche Kombination durch die man sich abheben könnte.

Gleichzeitig wäre ein Preisproblem gelöst, da ein Bündel teurer verkauft werden kann als Einzelteile. Falls du also eine Nische findest in der Produkte sich sehr gut ergänzen und die Konkurrenz etwas größer ist, kann ein Bündel ein guter Einstieg sein. Beachte in deiner Kalkulation das natürlich ein solches Angebot höhere Einkaufskosten und je nach Größe auch höhere FBA und Versandkosten hat.

Lieferzeit& ausländische Konkurrenz

Unter Amazon FBA Händlern ist die Angst vor den bösen Chinesen groß. Viele missachten jedoch, dass dort häufig noch viel Platz für motivierte Verkäufer ist. Viele chinesische Anbieter haben keinen deutschen Kundenservice und auch keine Telefonnummer hinterlegt. Somit hast du hier schon einen ersten Ansatzpunkt. Zudem nutzt lange nicht jeder ausländische Händler FBA, was bedeutet, dass er deutlich längere Lieferzeiten hat. Nutze das zu deinem Vorteil und bringe es aktiv in dein Marketing ein. Auch „Made in Germany“ kann ein Verkaufsargument sein, falls es sich für dein Produkt anbietet.

Marketing

Als letzten Punkt bleibt noch das Marketing zu nennen, welches nicht unerheblich Einfluss hat. Du kannst dich schlicht und ergreifend mit Marketing auf Amazon behaupten. Wenn du in der Lage bist, effektivere Amazon PPC Kampagnen zu starten, einen besseren Titel zu schreiben, gute Keyword Recherche zu betreiben und super Fotos hochzuladen, hast du schon halb gewonnen. Solltest du dann noch in der Lage sein, richtig gute Sales Copy zu schreiben um deine Conversion zu erhöhen und befeuerst das Ganze mit externem Traffic von Facebook, Google und deinem eigenen Blog, kann dir ein Konkurrent nur sehr schwer etwas entgegensetzen.

Gerade große bekannte Firmen wie WMF machen sich diese Mühe nur selten für ein einzelnes Produkt. Das bedeutet mit dem nötigen Fachwissen und genügen Kapital, Ehrgeiz und Zeitaufwand lässt sich hier viel gewinnen.

Fazit

Viele Wege führen nach Rom. Das bedeutet, es gibt nicht den einen Weg, sich zu differenzieren und sein Produkt besonders hervorzuheben. Aber es gibt sicherlich viele Dinge, die im Zusammenspiel ein Ganzes ergeben und deinem Produkt zum Erfolg verhelfen. Oft ist es auch eine Kombination der verschiedenen Methoden, die am Ende den gewünschten Effekt bringt. Egal, für was du dich entscheidest, bitte launche niemals eine exakte 1zu1 Kopie. Du hast noch andere Ideen? Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Über den Autor

Philip Kleudgen schreibt den Blog auf privatelabeljourney.de, wo er anderen Amazon Verkäufern hilft, ihr Business auszubauen. Dort findest du auch passende Videos und einen Podcast von den bekannten FBA’lern Gil und Thomas. Privat ist er Vater einer kleinen Tochter, VW Bus Fan und selbst begeisterter Amazon Verkäufer.

Hier gelangst du zum ersten Eintrag des Private Label Tagebuchs: 3000€ im Monat – Vorbereitung und Zielsetzung

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