PLT #20 – Amazon Konto gesperrt – Mein größter finanzieller Rückschlag

 

Hallo Leute, Hannes hier!

Heute brauchte es wahrscheinlich nicht viel Überzeugungskraft, dich auf diesen Artikel klicken zu lassen: Tatsächlich wurde mir im Mai meine Verkaufsberechtigung auf Amazon entzogen!

Gliederung:

  1. Konto gesperrt
  2. Wieso ich selbst Schuld bin
  3. Was du unbedingt tun musst, damit dir das nicht passiert
  4. Neue Produkte sind da
  5. Neue Insider-Tipps zur Keywordrecherche

1. Konto gesperrt

Voller Vorfreude machte ich mich am 8. Mai auf den Weg zum Flughafen in Hannover, um mit drei Geschäftspartnern eine Workation (Mischung aus Arbeiten, Urlaub machen und Masterminden) auf Mallorca zu verbringen.

In angeregter Stimmung kommen wir im AirBNB-Apartment an und lassen den Abend entspannt und bei interessanten Diskussionen ausklingen. Am nächsten morgen lasse ich mich von den frühen Sonnenstrahlen wecken, stehe in Seelenruhe auf, checke kurz meine Mails und dann folgt der SCHOCK:

Betreff:„Entzug Ihrer Verkaufsberechtigung auf amazon.de

Ich hatte von sowas schonmal gehört. Dabei ging es darum, dass der Zugang zum Seller Central gesperrt wird, wenn man sich im Ausland eingeloggt hatte. Bei mir war aber nicht nur der Login gesperrt, sondern alle Produkte (!) offline.

Nun stand ich bei schönsten spanischen Wetter auf dem Balkon und hatte erst einmal die Aufgabe, meinen Account freizuschalten. Dafür konnte ich einfach einen Link in der E-Mail anklicken und ein neues Passwort wählen – immerhin dieser Schritt war sehr einfach.

Das Problem aber blieb: Meine Produkte waren alle offline und mein Umsatz sank auf 0 €. Mehrmalige Versuche schlugen fehl, jemanden beim Verkäuferservice zu erreichen, der etwas an meiner Situation ändern könnte.

Klingt verdammt aussichtslos. Was hast du gemacht?

Immerhin bekam ich vom Support eine E-Mail Adresse, mit der ich dann den First Level Support überspringen konnte und meine Mails direkt an die Performance-Abteilung schicken konnte. Die Adresse kann man natürlich für jedes Problem nutzen, das man mal mit seinem Amazon-Account haben sollte. Gerne gebe ich sie dir weiter: verkaeufer-performance@amazon.de

Eine Reaktion bekam ich erstmal gar nicht. Allerdings häuften sich mittlerweile die Artikel im Internet, in denen von sehr vielen gesperrten Amazon-Accounts berichtet wurde. In den Artikeln wurde auch beschrieben, dass Amazon ihren gesperrten Händlern keinerlei Reaktion zeige. Kam mir sehr bekannt vor die Situation…

Ungefähr so sah dann die gesamte Woche aus: Jeden morgen war meine erste Aufgabe, die Performance Abteilung mit einer neuen E-Mail von mir zu nerven. So schnell gebe ich nicht auf.

Nach 8 Tagen kam die erlösende Nachricht, dass meine Produkte wieder freigeschaltet waren. Endlich! In den ganzen Erfolgsbüchern steht ja immer, dass einem auf dem Weg zum Erfolg immer wieder Steine in den Weg gelegt werden und man einfach nicht aufgeben darf.

amazon fba erstes produkt

Das hat sich auch hier wieder bewahrheitet. Nach 8 Tagen war der Felsbrocken endlich beiseite geräumt.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit…

Wie ich das Ganze gerade beschrieben habe, klingt es so, als würde Amazon uns Händlern einfach nur unnötig das Leben schwer machen wollen und willkürlich Konten sperren.

Das ist so nur bedingt richtig: Tatsächlich werden, z.B. durch sehr gut gefälschte Phishing-Emails, jeden Tag haufenweise Accounts gehackt und Amazon steht hier in sehr starker Kritik von außen, dass die Plattform nicht sicher genug für Verkäufer sei.

Dagegen will Amazon nun vorgehen, ist bei dem Versuch aber zu meinem Leiden etwas über das Ziel hinausgeschossen: Extrem viele Accounts wurden samt Produkte schon bei kleinsten Sicherheitsbedenken komplett gesperrtGereicht hat wie bei mir der Login aus dem Ausland.

2. Und das schlimmste: Ich war selbst Schuld!

Weil ich es hätte wissen müssen! Ich habe schon häufiger von Account-Sperrungen im Ausland gehört und hätte mich ganz einfach darauf vorbereiten können. Dass mit dem Thema nicht zu spaßen ist, musste ich jetzt sehr schmerzhaft am eigenen Laib erfahren. Dabei ist es so simpel, dieses Problem zu verhindern

3. Was du tun musst, damit dir nicht das selbe passiert

Die Lösung ist extrem simpel und benötigt nur ein paar Minuten. Hätte ich diese Minuten vorher investiert statt im Nachhinein, hätte ich ein paar Tausend Euro sparen können.

Was du tun musst, um dich ohne Probleme auch im Ausland bei Amazon einloggen zu können ist, einen VPN Client zu installieren, der dir eine deutsche IP zuteilt. Damit bist du auf der sicheren Seite und dein Account wird nicht einfach automatisch für über eine Woche gesperrt.

Ich nutze seit dem Vorfall nun TunnelBear, wo ich einfach ein Land auswählen kann, für das ich eine IP zugeteilt bekommen möchte.

Ich habe das Programm auf Grund von drei Vorteilen für mich ausgewählt:

1.) Auch für mich (der keine Ahnung von sowas hat) ist es sehr einfach zu nutzen

2.) Nach Vergleichen verschiedener Tools hat TunnelBear meiner Meinung nach das beste Preis-Leistungsverhältnis

3.) Durch die TunnelBear-App kann ich sogar einen VPN auf dem Handy installieren und somit auch die Amazon-Verkäuferapp bedenkenlos im Ausland nutzen.

Übrigens: Auch in öffentlichen Netzwerken wie zum Beispiel im Café ist ein VPN Client definitiv empfehlenswert, um das Risiko eines Hackerangriffs zu minimieren und seinen Account zu schützen. Falls du also nicht ausschließlich von zu Hause aus arbeitest, empfehle ich dir ebenfalls, TunnelBear herunterzuladen.

Über diesen Link (hier klicken!) erhältst du die Möglichkeit, TunnelBear kostenlos zu nutzen. Solltest du dich nach der Testphase für eines der Premium-Pakete entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision.

4. Neue Produkte eingelagert

Uff… Der Artikel enthält bisher viel zu viel Negatives. Kommen wir zu den guten Nachrichten!

Meine nächsten Produkte sind endlich in Deutschland angekommen und wurden bereits bei Amazon eingelagert. Jetzt heißt es wie immer: Launchen, Launchen, Launchen!

Ich hoffe, die Produkte werden so gut ankommen, wie ich das erwarte und bin gespannt, euch davon im nächsten Eintrag zu berichten!

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Übrigens: Wenn du eine genaue Schritt für Schritt Anleitung suchst, wie du beim Launch deiner Produkte vorgehen kannst, schau auf jeden Fall mal in diesem Tagebucheintrag vorbei! Das Thema habe ich dort genau beschrieben.

5. Neue Insider-Tipps zur Keywordrecherche

Amazon schraubt weiter am Algorithmus herum! Im Mai habe ich durch ein paar eigene Tests und durch Artikel wie diesen hier einige neue Erkenntnisse ziehen können, die ich dir nicht vorenthalten möchte.

Backend auf 250 Zeichen begrenzt

Obwohl man im Backend unter den „allgemeinen Schlüsselwörtern“ 5 Zeilen a 1000 Zeichen zur Verfügung hat, sind davon nur noch 250 Zeichen relevant für das Ranking. Und kein einziges Weiteres! Die 2. – 5. Zeile kann man also gekonnt ignorieren.

Ab 251 Zeichen im Backend rankt das Produkt für keinen einzigen der Begriffe mehr. Also auch nicht für die ersten 250 Zeichen. Falls du bereits ein Produkt online hast oder kurz davor stehst, nimm diese Information auf jeden Fall in deine Keywordrecherche auf.

Es ist jetzt viel wichtiger geworden, sich auf die wesentlichen Produktkeywords zu fokussieren, wodurch Amazon wohl erreichen möchte, die Plattform übersichtlicher zu strukturieren.

Bullet Points auf 1000 Zeichen begrenzt

Auch hier hat man theoretisch die Möglichkeit, insgesamt mehr als 1000 Zeichen zu verwenden. Sobald man aber mehr als 1000 Zeichen verwendet, rankt das Produkt nicht mehr für alle Begriffe aus den Bullet Points. Der Punkt, bis zu dem die Keywords ranken, hört aber auch nicht genau nach 1000 Zeichen auf, sondern willkürlich mittendrin.

Mein Tipp ist daher, jeden Bullet Point auf circa 200 Zeichen zu frisieren. Dann hat man bei Nutzung aller 5 Bullet Points insgesamt 1000 Zeichen und kann sich sicher sein, dass alle Keywords ranken. Außerdem sieht es auch viel schöner aus, wenn die Attribute nicht so zugetextet sind.

Falls dir die Keywordrecherche oder Listingoptimierung ein wenig Unbehagen bereitet und du dir nicht sicher bist, was es alles zu beachten gibt, kannst du aber auch einfach den Service „AMZOptimizer“ nutzen. Dort erhältst du zu einem wirklich fairen Preis ein Listing mit verkaufspsychologischen Werbetexten, die dir eine maximale Conversion garantieren.

Außerdem bekommst du eine Auflistung mit den wichtigsten Keywords für die PPC Kampagne inklusive eines Leitfadens, wie du deine Kampagnen optimal strukturieren kannst.

Klicke jetzt hier, um mehr Infos zu AMZOptimizer zu erhalten!

Ich danke dir, dass du meinen Blog heute um einen interessierten Leser ergänzt hast und wünsche dir weiterhin viel Erfolg!

Dein Hannes

Blitzangebot bei Amazon erstellen – Umsatz und Ranking steigern durch Rabattaktion

Ein Blitzangebot bei Amazon zu erstellen kann für Händler sehr lukrativ sein. So lässt sich ohne großen Aufwand die Sichtbarkeit der Produkte immens steigern, wodurch der Umsatz, Gewinn und das Ranking ohne Mühen in die Höhe schnellen.

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Wie kann man ein Blitzangebot bei Amazon erstellen?

Folgende Punkte gibt Amazon an, um Produkte für Blitzangebote zu qualifizieren:

„1. Qualität: Die Produkte müssen in der Produktbewertung mindestens 3 Sterne erhalten haben. Dies kann jedoch je nach Marketplace-Site und Saison unterschiedlich sein.

2. Varianten: Angebote sollten so viele Produktvarianten (z. B. Größe, Farbe, Stil usw.) wie möglich umfassen. Für einige Produkte, wie z. B. Kleidung und Schuhe, geben wir den vorab festgelegten Mindestprozentsatz an Produktvarianten an, wenn Sie das Angebot erstellen.

3. Kategorie: Produkte, die anstößig oder anderweitig unangemessen sind, sind nicht zulässig. Beispiele für unzulässige Produkte sind E-Zigaretten, Alkohol, Erotikartikel, medizinische Geräte und Arzneimittel sowie Babynahrung.

4. Versandart: Die Produkte müssen für den Prime-Versand qualifiziert sein. Sie können in den Versandeinstellungen entweder „Versand durch Amazon“ oder „Versand durch Verkäufer“ auswählen.

5. Zustand: Nur neue Produkte sind für Blitzangebote geeignet.“

So kannst du ein Amazon Blitzangebot erstellen:

Seller Central → Reiter „Werbung“ → „Blitzangebote“ → Hier werden nun ganz unten alle Produkte, welche für Blitzangebote qualifiziert sind, angezeigt. Grundvoraussetzung zur Erstellung von Blitzangeboten ist der Verkäufertarif „Professionell“.

Man wählt das Produkt, welches man bewerben möchte, dann ganz einfach durch einen Klick auf den Button „Erweiterte Bearbeitung“ aus. Erst in der folgenden Ansicht erfährt man unter „Angebotsdatum“, für welche Woche das gewählte Produkt zugelassen wird.

Anschließend wählt man noch das Hauptbild, welches dem Kunden angezeigt wird.

Dann wählt man seinen Angebotspreis. Der höchst mögliche Angebotspreis ist voreingestellt. Er ergibt sich aus dem niedrigsten Preis des Produktes in den letzten dreißig Tagen, abzüglich 20% dieses Preises, da dies der Minimalrabatt ist, welchen man als Händler bei Blitzangeboten gewähren muss. Wie viel Rabatt man als Händler schlussendlich, überhalb der 20% Marke anbieten möchte, bleibt einem Jedem selbst überlassen.

Es folgt zuletzt die Auswahl der Mindeststückzahl an Einheiten, welche man für das Angebot zur Verfügung stellt. Auch hier ist bereits ein von Amazon gewählter Wert vorgegeben, welchen man nicht unterschreiten kann.

Für ein übliches Blitzangebot zahlt man eine Gebühr von 35,00€, in der Prime Week kann die Gebühr bis zu 70,00€ ansteigen.

PRIME Day 2017

Der PRIME Day findet einmal im Jahr im Sommer innerhalb der PRIME Week statt. An diesem Tag bietet sich Amazon-Händlern die Gelegenheit, ausgewählte Artikel vergünstigt anzubieten und ein Blitzangebot bei Amazon zu erstellen.

Soweit ist das erst einmal nichts Besonderes. Interessant wird dieser Tag jedoch durch die überdurchschnittlich hohen Besucherzahlen auf der Plattform Amazon, welche durch die vorangehende exzessive Bewerbung des PRIME Days durch Amazon zustande kommen.

Viele Kunden zeigen sich an diesem Tag, getrieben durch das große Sparpotenzial, besonders kaufbereit. Dies bedeutet besonders für teilnehmende Händler, aber auch für Händler ohne Rabattaktionen ein großes Umsatzwachstum an diesem Tag.

Aus Amazons Sicht dient der PRIME DAY primär dem Marketing, da eine außergewöhnliche Reichweite und ein regelrechter Hype ausgelöst wird. Wie der Name schon treffend beschreibt, eignet sich das Ereignis für Amazon zur Akquise neuer PRIME Kunden.

Sicher dient die Aktion auch als Belastungstest für das kommende Weihnachtsgeschäft, da das System hier mit einem Vielfachen an Bestellungen eines üblichen Tages auf die Probe gestellt wird.

Als Händler vom PRIME Day profitieren

Die erste Gelegenheit, welche sich Händlern durch den PRIME Day bietet, ist die Multiplikation des üblichen Tagesumsatzes. Händler berichten von 2000% Umsatzwachstum und mehr im vergangenen Jahr, wenn sie am PRIME Day ein Blitzangebot auf Amazon erstellen.

Trotz der teils hohen Rabatte, ist es möglich, den Gewinn an diesem Tag, im Vergleich zu durchschnittlichen Verkaufstagen, zu vervielfachen. Dies ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich.

Die zweite Möglichkeit als Händler vom PRIME Day und der gesamten PRIME Day Week zu profitieren, ist der Rankingboost. Durch erhöhte Verkaufszahlen in dieser Woche kann man gezielt auf Verbesserungen der Rankings in den kommenden Wochen abzielen.

Ob du an der Prime Week teilnehmen kannst und wann sie stattfindet, erfährst du im selben Menü wie alle gewöhnlichen Blitzangebote.

 

 

 

Viel Erfolg beim Erstellen deiner Blitzangebote!

Bevor du wegklickst: Ein guter Freund von mir, der sehr erfolgreich auf Amazon unterwegs ist und sein Unternehmen dieses Jahr skalieren möchte, sucht Unterstützung für sein Team. Falls du Lust hast, den Amazon-Prozess hands-on in der Praxis zu erlernen und dabei alle essentiell wichtigen Faktoren kennenlernen willst, melde dich bei mir und ich leite dich weiter (hier klicken!) 

Viele Grüße

dein Hannes

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PLT #19 – Wie ich 1500€ Lehrgeld gezahlt habe und die neuesten Änderungen im Amazon-Algorithmus

Hallo! Hannes hier. 🙂

Der heutige Tagebucheintrag ist vollgepackt mit Learnings, dir mir in der Vergangenheit über 1500€ erspart hätten. Im April habe ich viel gelernt und möchte gerne all diese Erfahrungen mit dir teilen. Vor allem möchte ich aber darauf eingehen, wieso es so extrem wichtig ist, misstrauisch gegenüber deinen Herstellern zu sein.

Gliederung:

1.) Amazons Algorithmus ändert sich

2.) Learnings im April – Zu hohe Gebühren + Hersteller-Scam

3.) Expansionspläne EU

4.) Hijacker überfällt drei mal mein Produkt

5.) Fehlerhafte Barcodes auf gesamter Bestellung

 

1.) Amazons Algorithmus ändert sich

Wie letzten Monat angesprochen, stand im April der Launch des dritten und die Bestellung des vierten Produktes an. Vor allem beim Launch habe ich festgestellt, dass Amazon kräftig am Ranking-Algorithmus herumschraubt.

Produkte ranken tendenziell langsamer

Meine Vermutungen decken sich mit den Aussagen befreundeter Seller. Bevor ich darauf eingehe, möchte ich dir aber einen kurzen Crashkurs zum Thema: “Rankingalgorithmus von Amazon“ geben. Grundsätzlich lässt sich die Funktionsweise von Amazons Suchmaschine wirklich sehr einfach erklären:

„Das Produkt, das für ein Keyword den höchsten Umsatz generiert, steht für dieses Keyword ganz oben im Ranking.“

Das hat zur Folge, dass z.B. bei Eingabe der Begriffe „Springseil blau“ nur blaue Springseile oben angezeigt werden, obwohl sich andere Springseile insgesamt vielleicht häufiger verkaufen. Der Suchbegriff impliziert bereits die Absicht des Kunden, ein blaues Springseil zu kaufen, wodurch der Umsatz für blaue Springseile für dieses Keywords am höchsten ist.

Wie kann ich davon profitieren, Hannes?

Wenn man diese einfache Funktionsweise einmal verinnerlicht hat, wirken plötzlich sehr umkämpfte Nischen garnicht mehr so abschreckend. Warum? Ganz einfach, weil man sich mit seinem Produkt auch erstmal nur auf ein Long Tail Keyword wie eben das Springseil in blau konzentrieren kann. Durch diese Speerspitzenpositionierung kann man auch in jeder noch so umkämpften Nische Fuß fassen.

Das ist aber jetzt gerade ein anderes Thema. Eigentlich möchte ich dir ja erzählen, welche Änderungen am Rankingalgorithmus ich im April bemerkt habe.

Im April habe ich das nächste Produkt gelauncht und dafür durch rabattierte Produkte und externen Traffic meine Verkäufe angekurbelt. Da ich den Testkäufern das Keyword nenne, das sie vor dem Kauf in die Suche eingeben sollen, wirkt es auf den Algorithmus so, als würde mein Produkt einen hohen Umsatz für genau dieses Keyword generieren. Demnach rankt mein Produkt im Laufe der Zeit besser und besser.

Was hat sich geändert?

Vorher konnte ich Produkte durch diese Methode teilweise binnen weniger Tage oben im Ranking platzieren. Dieser Zeitraum wurde nach meinem Gefühl nun aber deutlich vergrößert, sodass nicht mehr die letzen Tage relevant für das Ranking sind, sondern eher die letzen Wochen, wenn nicht Monate.

Ist das gut oder schlecht?

Wie bei jeder Änderung gilt diese für alle Verkäufer gleich – von daher habe ich damit kein Problem. Eher im Gegenteil: Durch diese Veränderung ranken nun eher die Produkte sehr weit oben, die sich auch organisch (ohne künstlich generierte Verkäufe) am besten verkaufen.

Und so sollte es ja sein: Das am besten optimierte Produkt mit der besten organischen Conversionrate erzielt den höchsten Umsatz und setzt sich oben fest. Etwas schade ist, dass neue Produkte jetzt länger brauchen, um perfekt zu ranken. Da ich das gesamte Projekt, das ich für dich auf diesem Blog dokumentiere, sehr langfristig sehe, ist mir das aber egal.

2.) Learnings im April

Vor jedem Tagebucheintrag überlege ich mir immer, welche Ereignisse des Monats für meine Leser den meisten Mehrwert vermitteln können. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen können – und so war es auch diesen Monat.

Zu hohe FBA-Gebühren bezahlt

Als ich neulich die Transaktionsansicht im Verkäuferbackend von Amazon durchgesehen habe ist mir aufgefallen, dass eines meiner Produkte anscheinend falsch abgemessen wurde. Ich kenne die Maße des Produktes genau und weiß, welche Paketgröße dafür erforderlich ist.

Als ich aber die Gebührentabelle der verschiedenen Paketgrößen mit der FBA-Gebühr verglichen habe, die ich pro Verkauf bezahle, ist mir aufgefallen, dass ich bei jeder Bestellung ein größeres Paket bezahle, als eigentlich versendet wird.

Bei den meisten Paketgrößen macht das vielleicht 1-5 Cent Unterschied. In diesem Fall habe ich aber bei jeder Bestellung fast 50 Cent zu viel und dadurch mittlerweile circa 1500€ vollkommen unnötigerweise Amazon in den Rachen geworfen. Das entspricht einem vollausgestatteten Macbook Air – und damit du dir in Zukunft lieber das Macbook holst, wollte ich dieses Learning unbedingt teilen.

Wie kann ich das verhindern?

Im Voraus kann man das nicht beeinflussen. Du solltest definitiv nach der Einlagerung jedes neuen Produktes nach den ersten Verkäufen die Transaktionsansicht abrufen und die gezahlte Gebühr mit der Gebührentabelle vergleichen. Manchmal vermisst sich Amazon zu deinem Nachteil, manchmal aber auch zu deinen Gunsten.

Falls tatsächlich ein Fehler vorliegt, kannst du einfach den Kundenservice kontaktieren und eine Neuvermessung wird angeleitet. Das kann bis zu 2 Wochen dauern und du erhältst dann eine Email mit den neuen Maßen.

Learning 2 – Sei deinem Hersteller gegenüber immer misstrauisch

Ich sage damit nicht, dass etwas dagegen spricht, eine gute persönliche Beziehung zu seinem Hersteller aufzubauen, ganz im Gegenteil. Ich möchte dir aber kurz erzählen, was mir passiert ist.

Nachdem nach langem hin und her endlich alles Nötige für die nächste Bestellung besprochen war und es um die Anzahlung der Ware ging, bekam ich morgens diese E-Mail:

„Hi. Johannes.

Hope are you?

Please we have a very urgent issue with our UK stock company and we need to renew our license or else we get shut down, we tried transferring the amount today to our company’s stock Officer but it was unsuccessfully due to the slow banking network here and tomorrow is the last day for the license renewal.

We plead you, kindly help us and transfer your initial payment of USD 2,250 to our stock Office in UK through Money Gram transfer to our Stock Officer with the information we will provided for you.

Please tomorrow is our last day for the renewal of license and if we did not fix it we might face a huge problem..

Thanks for your help please.

Waiting for your reply.“

Diese Mail stammt nicht von meinem Hersteller.

Die Adresse, von der die Nachricht gesendet wurde, war der meines Herstellers aber fast identisch. Der Unterschied ist mir erst im Nachhinein aufgefallen. Auch für das Amazon-Verkäuferkonto bekomme ich ab und zu betrügerische E-Mails.

Anders als die Amazon-Mails ist diese aber extrem gut gefälscht. Der Betrüger scheint unsere Unterhaltung schon länger mitgelesen zu haben und konnte den perfekten Zeitpunkt abwarten.

Genau an dem Tag, an dem sowieso die Zahlung anstand, schickt er mir die Mail, dass sich das Bankkonto geändert habe. Außerdem ist die Mail exakt im selben Stil und im selben gebrochenen Englisch gehalten wie alle Mails, die ich vom echten Hersteller erhalte.

Auf Nachfrage beim Hersteller via Skype, ob dies seine richtige Adresse sei, bekam ich die Antwort, dass es sich um Betrüger handelt. Ich kann mir aber vorstellen, dass diese Masche aufgrund der Qualität der Fälschung schon häufig funktioniert hat und bitte euch, immer aufzupassen.

3. Expansionspläne EU

Im vergangenen Tagebucheintrag habe ich berichtet, dass ich beginnen werde, meine Ware auch in Europa zu lagern. Dazu drängt mich eine Gebühr von 0,5€ zzgl. Mwst., die pro verkauften Artikel anfällt, solange man noch nicht im Ausland lagert.

Dieses Projekt habe ich trotzdem erstmal in die Zukunft verlegt. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

1.) Teurer als erwartet

Bezüglich der Expansion habe ich mich damals am Telefon von Amazon beraten lassen. Am Telefon wurde mir das Unternehmen „Avalara“ empfohlen, mit dem Amazon zusammenarbeitet. Pro Land und Jahr liegen hierbei die Gebühren für steuerliche Anmeldungen und Buchhaltung in den jeweiligen Ländern bei 600€.

In den letzten Wochen habe ich mich daher weiter informiert und umgehört, ob die Zusammenarbeit mit Avalara reibungslos funktioniert. Leider habe ich nur Negatives gehört und mich vorerst gegen Avalara entschieden. Alle anderen Unternehmen kosten etwa doppelt so viel.

2.) Nicht sinnvoll nach 80/20

Trotz der höheren Kosten würde es sich zwar finanziell lohnen, die Lagerung zumindest in Polen und Tschechien einzuleiten, aber der Aufwand ist verhältnismäßig groß. Ich konzentriere mich also vorerst zu 100% auf das Sourcen weiterer Produkte, um mein gestecktes Umsatzziel von 300.000€ dieses Jahr zu erreichen.

 

4.) Hijacker überfällt drei mal mein Produkt

Ein Hijacker ist ein Verkäufer, der sich an das Listing eines Produktes hängt und somit in der Buybox unter „weitere Anbieter“ auftaucht.

Phantombild – Dieser Mann ist ein potentieller Hijacker

Da ich mein eigenes Label auf meine Produkte drucke und der einzige bin, der die Produkte vertreibt, ist das theoretisch also nur möglich, wenn jemand ein Produkt von mir gekauft hat und es dann wieder bei Amazon einstellt. Das wäre allerdings sehr ungewöhnlich und alles andere als profitabel.

Amazon prüft leider nicht, ob ein Anbieter das Produkt auch wirklich besitzt. Man muss daher sobald man es feststellt, den Support kontaktieren und die Situation schildern. Normalerweise wird dann gefordert, dass man einen Testkauf bei diesem Händler macht und beweist, dass er nicht das originale Produkt anbietet.

In meinem Fall war es so, dass ein komplett neuer Seller-Account plötzlich in meiner Buybox auftauchte. Ein Blick auf sein Profil zeigte keinerlei Kontaktdaten, aber über 340 Seiten mit je 20 gelisteten Produkten verschiedenster Hersteller. Das selbe passierte drei Tage hintereinander. Das gleiche Schema, aber jedes Mal ein neuer Account

Gelöst hat sich Problem von selbst. Sicherlich gab es sofort Dutzende Händler, die sich beim Support beschwert haben. Die Seller-Accounts sind alle nicht mehr aufzufinden und wurden gelöscht.

5.) Fehlerhafte Barcodes auf gesamter Bestellung

Auch der April verlief nicht komplett ohne Probleme – Gestern früh schrieb mein Hersteller, dass es ein großes Problem bei der aktuellen Bestellung gibt, die heute ins Flugzeug gehen sollte. Viel Zeit für eine Lösung blieb daher nicht:

„Hello. Johannes.

Sorry but, we have a bad news.

We found a big mistake in sticker design.

We tested it by machine but, they could not read the bar code.“

Aufgrund eines Fehlers im Barcode-Sticker konnte der Barcode nicht gelesen werden. Jeder Barcode muss nicht nur auf weißem Hintergrund gedruckt sein, sondern auch weiß umrandet sein, damit er korrekt eingelesen werden kann.

Auf der Verpackung war dies nicht der Fall, was dem Hersteller erst am Tag vor dem Abflug aufgefallen ist (immerhin!). Wir haben uns darauf geeinigt, dass der Hersteller die Produkte ohne den Sticker verschickt und mir die Sticker „zum selber basteln“ per Post nachschickt.

Der Nachteil ist jetzt, dass ich die Ware nicht direkt an Amazon senden kann, sondern diese zunächst beklebt werden muss.

Diese Lösung ist zwar nicht optimal, aber führt mich am schnellsten zum Ziel: Das Produkt auf Amazon zu launchen!

Ich bedanke mich, dass du mir deine Zeit geschenkt hast und hoffe, dir weitergeholfen haben zu können. Trage dich jetzt in den Newsletter ein, um keinen der nächsten Tagebucheinträge zu verpassen!

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Machs gut!

dein Hannes

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PLT #18 – Wachstum auf Amazon: Expandieren in ganz Europa und endlich volle Warenlager

Hallo zusammen! Hannes hier.

Im heutigen Tagebucheintrag wirst du erfahren, wie sich die Preiserhöhungen von vor einem Monat auf das Ranking ausgewirkt haben. Außerdem spreche ich von meinen europaweiten Plänen für mehr Wachstum auf Amazon und über meine aktuellen Investments (unabhängig von Amazon).

 
 
 

Höllisch knapp die Kurve bekommen

Nachdem ich ja im letzten Tagebucheintrag von knappen Lagerbeständen berichtet habe, kann ich endlich wieder aufatmen. Die Lager sind prall gefüllt und ich kann mich wieder voll und ganz auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren.

Wie neulich berichtet, habe ich in der Zeit davor den Preis des „bedrohten“ Produktes deutlich erhöht, um nicht leerzulaufen, bevor Nachschub eingelagert wird. Ich möchte dir daher unbedingt schildern, wie sich diese Preiserhöhungen auf mein Ranking ausgewirkt haben und ob ich die Strategie weiterempfehlen kann.

Am Tag der Einlagerung der neuen Ware hatte ich noch sage und schreibe 4 Einheiten im Lager. Ich habe sofort meinen Preis wieder auf „Normalzustand“ gestellt und die PPC-Anzeigen eingeschaltet – mit sehr mäßigem Erfolg

 

Hast du das gesamte Ranking nach der Preiserhöhung verloren?

Leider wurden meine Werbe-Anzeigen nach der Einlagerung so gut wie garnicht geschaltet und die organischen Verkäufe blieben ebenfalls aus. Da ich weiß, dass Amazon hier manchmal etwas lahm ist, habe ich mir aber noch nicht allzu viele Gedanken gemacht und erstmal abgewartet. Am nächsten Tag wurde ich schon ein wenig unruhiger, als ich gemerkt habe, dass mein Produkt kaum noch für die ganzen Keywords rankt, für die es vorher ganz oben stand, ziemlich eigenartig.

Vor einigen Monaten hätte ich spätestens jetzt völlig am Rad gedreht. Aber ich habe mittlerweile für Amazon und seinen Algorithmus ein ziemlich starkes Gespür entwickelt und irgendwie hat mir mein Bauchgefühl gesagt, dass sich alles wieder einpendeln wird. Und tatsächlich: Nach zwei Tagen mit jeweils 0 Verkäufen dieses Produktes sind mein Ranking und die Verkäufe jeden Tag wieder stufenweise besser geworden. Im Moment sind etwa 50-70% des ursprünglichen Absatzes erreicht, ohne, dass ich künstlich nachhelfen musste. Sollte sich das ganze von alleine nicht weiter verbessern, werde ich ein paar kleine Launches für das Produkt ansetzen. Wenn du erfahren möchtest, wie genau ich Produkte launche, damit sie sich ganz oben im Ranking festsetzen, ließ unbedingt diesen Tagebucheintrag.


Meine Pläne für Expansion und Wachstum in Europa

In den letzten Wochen habe ich mir vermehrt Gedanken zu den anderen europäischen Marktplätzen als potentielle Absatzmärkte gemacht. Aktuell ist der Stand der Dinge, dass meine Produkte zwar in die Nachbarländer verschickt werden, aber die Listings noch nicht optimiert wurden. Ich habe also weder Bewertungen auf meinen Produkten, noch in irgendeiner Weise das Ranking optimiert. Im Moment verkauft sich in Europa daher nur circa 1 Produkt alle zwei Tage – womit ich sogar einigermaßen zufrieden bin. Es zeigt, dass eine Optimierung der Verkaufsseiten Sinn ergeben könnte.

Wie sieht dein konkreter Plan aus?

Wirklich konkret sind meine Gedanken bisher nicht geworden. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:

1.) Verkauf in Europa, Versand aus Deutschland

2.) Verkauf in Europa, Versand im jeweiligen Verkaufsland

Beide Varianten sind hinsichtlich Amazon mit wenigen Klicks zu bewerkstelligen, indem man die Versandart einfach in den Einstellungen aktiviert. Amazon kümmert sich dann automatisch darum, dass die Ware gleichmäßig auf die Logistikzentren verteilt werden.

Kompliziert wird es, wenn man sich die dazugehörigen Umsatzsteuerregelungen ansieht. Die Umsatzsteuer muss immer in dem Land abgeführt werden, in dem die Ware gelagert und verschickt wird. Bedeutet: Sollte ich mich für die zweite Variante (Lagerung in ganz Europa) entscheiden, muss ich mich zunächst umsatzsteuerrechtlich in all diesen Ländern registrieren und auch meine Umsatzsteuervoranmeldungen dort abgeben.

Da ich selbst nicht einmal ansatzweise von mir behaupten kann, mich steuerrechtlich auszukennen, muss ich all das natürlich Profis machen lassen. Nach einigen Telefonaten habe ich auch ein ungefähres Gefühl bekommen, was man auf den Tisch legen müsste: Pro Land und Jahr kann man mit etwa 600€ an Gebühren rechnen. Kleiner Trost: Amazon kommt den Händlern hier entgegen und erstattet einmalig 1200€, um mehr Marketplace-Händler zu motivieren, international zu lagern.


Da klingt ziemlich teuer… Gibt es keine andere Möglichkeit?

Ich finde es ehrlich gesagt garnicht so teuer, wenn man sich mal den rechtlichen Aufwand vor Augen führt, der hierfür betrieben wird. Tatsächlich gibt es aber eine dritte Möglichkeit.

3.) Verkauf in Europa, Versand aus Deutschland, Polen und Tschechien

Sofern ich richtig informiert bin, kann man seine Produkte auch erstmal nur in Polen und Tschechien lagern lassen. Das würde natürlich wesentlich geringere Gebühren bedeuten, da nur zwei mal 600€ jährlich gezahlt werden müssen UND weil Amazons „Strafgebühr“ nicht mehr anfällt.

Amazons Strafgebühr?!

So nenne ich ganz gerne die Gebühr, die bei Amazon auf jeden Verkauf draufgeschlagen wird, wenn man seine Ware nur in Deutschland lagert. Die Lager hier in Deutschland sind anscheinend ziemlich überfüllt und Amazon versucht alles, mehr Ware in Polen und Tschechien zu lagern. Daher muss ich aktuell für jeden Artikel 0,25€ extra bezahlen, was sich ganz schön heftig summiert. Im April wird diese Gebühr zudem für alle Händler auf 0,5€ erhöht, was vor allem Händler mit niedrigpreisigen Produkten hart trifft.


Für welche Variante entscheidest du dich, Hannes?

Entschieden habe ich mich noch nicht aber mir ist bewusst, dass die Gebühr von 0,5€ extrem zuschlagen würde, zumal ich ja viele weitere Produkte plane, die ich dieses Jahr nach und nach launchen werde. Von daher habe ich mich eigentlich bereits entschieden, die europaweite Lagerung zu aktivieren. Die Frage ist jetzt nur noch, ob ich direkt in allen Ländern lagere oder nur in Polen und Tschechien. Das ist aber nur eine Frage der Mathematik, sobald ich die genauen Kosten kenne und meine Absatzzahlen für die nächsten Monate abgeschätzt habe.

Was ich auf jeden Fall sofort machen werde ist, all meine Listings übersetzen zu lassen. Bisher habe ich mich aufgrund der schwachen Absatzzahlen im Ausland noch nicht darum gekümmert. Ich denke aber, dass hier deutlich mehr rauszuholen ist, wenn ich meine Listings von Einheimischen übersetzen lasse. Aktuell sind die Listings ultraschlecht von Amazon automatisch übersetzt.

 

Nächstes Produkt in Deutschland angekommen

YES, du ließt richtig! Ein neues Produkt ist am Start, schon komplett durch den Zoll und hat alle Formalitäten hinter sich. Ich habe diesmal den Versand gesplittet: 500 Einheiten sind letzte Woche eingeflogen worden, wären 1000 weitere auf dem Ozean schlummern.

Im nächsten Tagebucheintrag werde ich wieder gnadenlos runterbrechen, ob das Produkt geglückt ist und wie sich der Launch auf das Ranking ausgewirkt hat. Wenn du von mir ne kurze Mail bei Veröffentlichung bekommen möchtest, trage dich jetzt in den Newsletter ein.

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Was geht sonst so?


Endlich wird auch das Wetter wieder richtig geil! Ich stehe gerade bei mir im Coworking-Space in Hannover und wärme ich in der Sonne, wie ich das vermisst habe!

Letzte Woche durfte ich außerdem bei der großen HeiseShowXXL zu Gast sein und habe ein bisschen über Amazon gequatscht. Im Interview gehe ich den kompletten Prozess zum ersten Produkt einmal durch. Das Video findest du hier auf dem Kanal von HeiseOnline auf YouTube:


Außerdem habe ich begonnen, einige der Gewinne aus dem Unternehmen herauszunehmen und das Geld privat anzulegen. Einen Großteil davon habe ich in P2P-Kredite auf den Plattformen Mintos und Auxmoney angelegt. Falls da Interesse besteht, kann ich gerne in den nächsten Tagebucheinträgen am Ende immer kurz auf die Investments eingehen. Wenn dich das interessieren sollte, schreibe mir gerne einen Kommentar unter diesem Artikel.

Außerdem bin ich ein hochspekulatives Geschäft eingegangen und habe einen Bitcoin gekauft, obwohl diese aktuell ziemlich stark im Hype sind und die Meinungen in alle Richtungen gehen. Man wird sehen, wo das hinführt…

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Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und versuch, das gute Wetter bestmöglich zu genießen!
Liebe Grüße
dein Hannes

Jetzt hier klicken, um zum nächsten Tagebucheintrag zu kommen! Wie ich 1500€ Lehrgeld bezahlt habe…

PLT #17 – Amazon Ranking kurz vor dem Absturz und mein Besuch beim Hersteller

Moin Leute, Hannes hier!

Durch enorm verspätete Lieferungen befinde ich mich aktuell in einer sehr brenzlichen Situation und laufe Gefahr, erneut out of stock zu gehen. Heute gehe ich im Detail darauf ein, wie ich versuche, die Auswirkungen zu minimieren und was ich euch in solch einer Situation rate.

Viele Amazon-Händler beschreiben das Leerlaufen der Warenlager als Horrorszenario, bei dem das Keywordranking des Produktes sofort komplett verloren geht. Wie die zuverlässigen Leser meines Blogs wissen, stand ich bereits mehrfach ohne Ware da und tatsächlich hat sich das auf mein Ranking ausgewirkt.

Was ich auf jeden Fall verneinen kann ist die Aussage, dass man sofort sein gesamtes Ranking verliert. Meiner Empfindung nach speichert der Algorithmus Daten zum Produkt und rankt das Produkt deutlich schneller wieder nach oben, wenn nach der Einlieferung neuer Ware wieder direkt Verkäufe generiert werden und die Conversionrate ähnlich geblieben ist.

Die genauen Auswirkungen aufs Ranking variieren stark. Während ich teilweise nach mehreren Wochen ohne Ware wieder innerhalb weniger Tage mein Ranking zurückarbeiten konnte, habe ich zu einem anderen Zeitpunkt nach nur 4-5 Tagen ohne Ware fast von vorne beginnen müssen. Der wichtigste Faktor ist hierbei die Konkurrenz. Je mehr Umsatz deine Mitstreiter generieren, desto schneller geht das Ranking verloren und desto schwieriger wird es, sich wieder hochzuarbeiten.

 

Was genau heißt das jetzt für dein Produkt?

Wie schon zu Beginn angesprochen, laufe ich momentan wieder Gefahr, out of stock zu gehen. Der Grund ist eine deutliche Verspätung in der Lieferkette von über einem Monat (während Produktion und Versand). Dazu möchte ich anmerken, dass ich auf meine Bestellungen bereits einen Puffer von 30% aufschlage, um auf der sicheren Seite zu sein.

„Mein Learning aus dieser Sache ist, den Puffer ab sofort auf 50% zu erhöhen.“

Ja, 50%! Beim Handel mit physischen Produkten sind sehr viele Instanzen beteiligt und es gibt unzählige potentielle Fehlerquellen. Für mich ist ein bisschen „zu viel“ Lagergeld zu bezahlen insgesamt günstiger, als alle paar Monate out of stock zu gehen und mir mein Ranking erneut erarbeiten zu müssen.

 

Kannst du nicht einfach deine Preise erhöhen?

Ich kann mir gut vorstellen, dass dem ein oder anderen diese Frage gerade in den Kopf gekommen ist. Da das gefährdete Produkt tatsächlich in einer umkämpften Nische ist, möchte ich dieses Mal aus besagten Gründen auf keinen Fall out of stock gehen.

Die gesamte letzte Woche habe ich den Preis meines Produktes daher jeden Tag um einen Euro erhöht. Mit unfassbarem Ergebnis: Die Verkäufe bleiben konstant.

Ich habe vor circa 2 Monaten bereits einige Split-Tests mit meinen Bildern und Preisen gemacht, um das Optimum, also den größten Reingewinn pro Tag, herauszufinden. Da ich dachte, den „Sweet Spot“ herausgefunden zu haben, habe ich seitdem nichts mehr geändert. Jetzt merke ich aber, dass die Kunden bereit sind, mehr Geld zu zahlen. Aus dem Problem der Warenknappheit wurde also die Erkenntnis, dass ich meine Marge anscheinend noch deutlich verbessern kann.

Die Gefahr, out of stock zu gehen, wurde dadurch aber auch nicht verringert. Daher habe ich meinen Preis nun so dreist hoch gestellt, dass ich schon Sorge habe, schlechte Reviews von Kunden zu erhalten, die sich zu viel versprechen. Wir werden sehen, wo das hinführt. Spätestens im nächsten Tagebucheintrag erfährst du, wie es ausgegangen ist. Trage dich am besten kurz in den Newsletter ein, damit ich dir Bescheid sagen kann.

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Reise zum Hersteller

Wie im letzten Tagebucheintrag angesprochen, bin ich aktuell in der heißen Phase der Produktrecherche und des Sourcings. Während Dutzende potentielle Produkte auf meiner Liste stehen, habe ich mich nun für zunächst zwei entschieden, auf die ich mich voll und ganz konzentriere.

Eines der Produkte ist bereits bestellt und die Produktfotos, sowie das Schreiben des Listings sind in Auftrag gegeben. Falls ihr so wie ich ebenfalls schlecht mit Verkaufstexten seid, meldet euch unbedingt bei Janosch, der darin so gut wie kein anderer ist:

Hier klicken, um deine Listings schreiben zu lassen! (weder Afilliate-Link, noch bezahlte Werbung! Bin einfach nur ein begeisterter Kunde)

Janosch kümmert sich neben dem Schreiben des Titels, der Bullet Points und der Beschreibung außerdem um die gesamte Keywordrecherche. Dadurch schafft man es, für verschiedenste Long-Tail Keywords zu ranken, die die Konkurrenz überhaupt nicht auf dem Schirm hat und man startet von Beginn an mit sehr lukrativen PPC-Suchbegriffen.

Um das Sample-hin-und-her-Geschicke zu minimieren und den gesamten Prozess zu beschleunigen, habe ich mich kurzerhand entschlossen, meinen Hersteller zu besuchen und vor Ort alles klar Schiff zu machen.

Auf meinem Youtube-Kanal werde ich euch ebenfalls auf der Reise mitnehmen und ein oder zwei Videos posten. Fall du das nicht verpassen möchtest, kannst du mich hier auf Youtube abonnieren (Link öffnet sich in einem neuen Tab).

 

Was gibt’s sonst so?

In den nächsten Tagen findet das diesjährige Online Marketing Rockstars Festival statt. Morgen, am 2.3., veranstalten wir auf der Expo ein Community Treffen (mehr Infos in unserer Facebookgruppe). Falls du also ein Ticket für die Expo ergattern konntest, würden wir (Lukas und ich) uns riesig freuen, dich persönlich kennenzulernen!

Auf der Expo wird unter anderem Casey Neistat, ein Youtuber mit fast 7 Millionen Abonnenten, auf der Bühne stehen und Fragen beantworten. Das mag vielleicht nicht für alle relevant sein, aber ich bin ein kleiner Fanboy von Casey, hehe. Hier findest du seine Videos.

Außerdem war ich im Februar zu Besuch bei HoliNatural, einem jungen Startup aus Berlin. Die Jungs haben mich eingeladen und gebeten, ihnen mit dem Amazon-Verkauf ihrer „Golden Milk“, einem Nahrungsergänzungsmittel als Heißgetränk, behilflich zu sein. Checkt unbedingt mal deren Webseite aus.

In Berlin reizt mich vor allem die Startup-Szene. Eventuell werde ich mich dorthin auch für eine längere Zeit begeben, das steht aber alles noch in den Sternen.

Es hat mich gefreut, dass du heute wieder reingeschaut hast. Ich wünsche dir noch einen produktiven Tag und genieß das immer besser werdende Wetter!

Dein Hannes

Jetzt hier klicken, um zum nächsten Tagebucheintrag zu kommen!

PLT #16 – 300.000€ mit Amazon FBA? | Umsatzziel für 2017 und wie ich es erreichen werde

Heyho an alle! Hannes hier!

Im heutigen Tagebucheintrag berichte ich dir alles, was im Januar abgegangen ist. Am spannendsten ist aktuell definitiv die Planung der nächsten Produkte. Aktuell befinde ich mich wieder in der heißen Phase der Produkt- und Herstellerrecherche. Außerdem nenne ich dir mein Umsatzziel für 2017.

Mit etwas Verzögerung berichte ich dir heute vom Januar 2017. Im ersten Monat des Jahres lief alles ein wenig ruhiger. Heute möchte ich vor allem auf folgende Punkte eingehen:

1.) Die nächsten Produkte
2.) Umsatzzahlen und Sales im Januar 2017
3.) Umsatzziel für 2017
4.) Ermöglicht Amazon FBA passives Einkommen?
5.) Was geht sonst so?

1. Die nächsten Produkte

Viele Händler auf Amazon haben keine feste Nische, sondern verkaufen einfach alles, was stark nachgefragt wird. Das ist eine Taktik, die definitiv auch funktionieren kann. Ich mache es allerdings etwas anders. Mit den nächsten Produkten verfolge ich hauptsächlich zwei Ziele:

1.) Ausweitung der Marke

Mein Ziel ist, im Laufe der nächsten Jahre eine unabhängige Marke zu etablieren. Dafür reicht es normalerweise nicht, nur drei oder vier Produkte im Sortiment zu haben. Aktuell ist es so, dass ich mich auf wenige Produkte konzentriere, die ich so häufig wie möglich verkaufe. Dadurch kann ich den logistischen Aufwand und die Bezugspreise der Ware minimal halten.

Da das langfristige Ziel aber auf ein breiteres Produktspektrum zielt, werde ich mich dieses Jahr auf die Ausweitung der Produktlinie konzentrieren. Dabei achte ich darauf, dass alle neuen Produkte in meine Nische passen. Das hat nämlich außerdem den folgenden Vorteil:

2.) Cross Promotion

Bestimmt hast du auf Amazon schon einmal gesehen, dass dir immer ähnliche Produkte zu dem angezeigt werden, für das du dich gerade interessierst. Solche Produkte stehen meist unter den Feldern: „Wird oft zusammen gekauft“, „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“ oder „inspiriert durch Ihren Browserverlauf“ angezeigt. Diese sogenannte Cross Promotion möchte ich mir mit meinen Produkten zur Nutze machen.

Für Fortgeschrittene: Wie kann man die Cross Promotion aktivieren?

Selbst aktivieren kann man sie leider nicht. Allerdings kann man den Algorithmus so beeinflussen, dass er beginnt, Produkte untereinander zu bewerben.

Direkt beim Launch vergebe ich dafür einige Einheiten kostenlos oder stark vergünstigt, um die Verkäufe anzukurbeln. Die Besonderheit ist, dass ich an ein und dieselbe Person verschiedene Produkte vergebe. Für den Algorithmus erweckt das den Eindruck, dass dieser Kunde beide Produkte gemeinsam kauft und er beginnt, diese Produkte untereinander zu bewerben.

 

Um überhaupt herauszufinden, welche Produkte in Frage kommen ist es wichtig, schon bei der Recherche darauf zu achten, welche Produkte häufig zusammen mit denen aus dem bestehenden Sortiment gekauft werden.

Das geniale ist: Bevor man auch nur einen Cent investieren muss, kann man sehen, welche Produkte geeignet sind und häufig gemeinsam im Warenkorb der Kunden landen. Natürlich sollte man sich nicht komplett darauf verlassen. Es ist immer noch wichtig, die Nachfrage und Konkurrenzsituation einzuschätzen. Meiner Meinung nach ist es aber bei diesen „Ergänzungsprodukten“ nicht so wichtig, dass sie sich 20 oder 30 mal am Tag verkaufen. Das Ziel ist eher, wie schon gesagt, die Erweiterung der Produktlinie und die Absatzmaximierung durch Cross Sales.

2. Umsatzzahlen und Sales im Januar 2017

Was die Verkäufe betrifft, verlief der Januar recht unspektakulär. Die Verkäufe waren auf einem sehr konstanten Niveau und täglich gingen etwa 20 Einheiten über den Tisch. Dabei ist wichtig anzumerken, dass für eines der Produkte der Januar aufgrund der Saisonalität der schwächste Monat ist. Insgesamt waren es wieder etwa 10.000€ Umsatz.

Absatzzahlen Januar 2017

Ich bin echt richtig zufrieden damit, wie konstant die Verkäufe momentan sind. Im Moment bereiten mir die bestehenden Produkte eigentlich keine Arbeit und sie verkaufen sich völlig automatisiert. Nur alle paar Tage gibt es mal kleinere Probleme, die sich aber meist in unter einer Stunde beheben lassen. Beispiele dafür sind PPC-Anzeigen mit zu hohen zugeschriebenen Umsatzkosten, negative Bewertungen, Rechnungsanforderungen von Kunden etc. Das verschafft mir genug Zeit, die Entwicklung der nächsten Produkte voranzutreiben. Hannes ist happy! 🙂

3. Umsatzziel für 2017

Da mein ursprüngliches Zwischenziel mittlerweile erreicht ist, muss schleunigst ein neues Ziel her.

Im Jahr 2017 werde ich 300.000€ Gesamtumsatz erreichen. Bis zur Jahresmitte (30.6.17) werden 100.000€ erreicht sein. Dafür werde ich bis zum Ende des Jahres insgesamt 8 Produkte im Sortiment haben.

Dieses Ziel werde ich allein in Deutschland eventuell nicht erreichen können. Ich plane daher ebenfalls, meine Produkte auf den europäischen Marktplätzen zu platzieren, von denen vor allem England in meinen Augen sehr attraktiv ist. Dazu drängt mich auch die Gebühr von 0,25€ (Ab April 2017 sogar 0,5€) pro Artikel, die ich solange für jeden verkauften Artikel an Amazon abdrücken muss, bis ich meine Ware auch in Polen und Tschechien lagern lasse. Die Hürde, die mich bisher davon abhält ist, dass ich dann in diesen Ländern auch umsatzsteuerrechtlich registriert sein muss. 

Mit welchem Gefühl blickst du auf 2017, Hannes?

Ich habe richtig Lust, das Unternehmen weiter zu nach vorne zu bringen. Es ist echt der Hammer, was alles möglich ist dadurch, dass man die zeitintensiven Aufgaben komplett an Amazon auslagert. Ich hoffe, dass du mich weiterhin auf meinem Weg begleitest. Falls noch nicht geschehen, trage dich jetzt unbedingt in meinen Newsletter ein, damit du die nächsten Einträge nicht verpasst!

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4. Ermöglicht Amazon FBA ein passives Einkommen?

Über diese Fragestellung habe ich mir letzte Woche einige Gedanken gemacht, als ich spontan für ein paar Tage in den Snowboard-Urlaub gefahren bin. Für mich ist passives Einkommen eines der Unwörter überhaupt. Viel zu viele Menschen verbinden damit Einkommen, für das sie überhaupt nicht arbeiten müssen. Dabei ist der Unterschied eher, dass man sehr viel Zeit und Geld im Voraus investieren muss, ohne direkt eine Gegenleistung zu bekommen.

Was nun als passives Einkommen gilt, muss jeder für sich selbst definieren. Einige sagen, nur die Zinsen und Dividenden aus passiven Investments, um die man sich nicht aktiv kümmern muss, damit sie Geld abwerfen, sind wirklich passiv.

Meine persönliche Definition sieht so aus:

Passives Einkommen ist Einkommen, das nicht im Austausch gegen Zeit gewonnen wird. Dabei sind passive Investments genauso inbegriffen wie aktive Investments mit Arbeitsaufwand.

Beispiel: Wenn ich morgens aufstehe und bereits Geld verdient habe, dann ist das passiv. Somit sind meine Einnahmen über Amazon FBA passiv, obwohl laufende Arbeit wie das Nachbestellen notwendig ist. Eine Besonderheit bei Amazon ist in meinen Augen, dass die laufende Arbeit wirklich sehr gering ist, nachdem die Produkte einmal aufgesetzt und ordentlich platziert sind. Genau das habe ich auch im Urlaub letzte Woche gemerkt. Es macht einfach Spaß, den ganzen Tag im Harz auf der Piste zu verbringen und abends zu sehen, dass die Umsätze trotzdem konstant bleiben.


5. Was geht sonst so?

Nachdem ich mich im Januar lange mit einem sehr erfahrenen Onlinehändler unterhalten habe, ist mir klar geworden, welch große Vorteile es haben kann, Kontakte vor Ort in China zu knüpfen. Daher versuche im Moment, einen Sourcing Agent zu finden. Die zwei größten Vorteile, die ich mir davon verspreche sind eine vereinfachte Herstellerfindung und bessere Einkaufspreise.

Ich halte es auf jeden Fall für realistisch, 30% weniger im Einkauf zu bezahlen, wenn ich es schaffen sollte, einen guten Agent zu finden und ihn die Preise für mich verhandeln zu lassen.

Falls ihr in der Hinsicht irgendwelche Infos habt oder jemanden kennt, der jemanden kennt usw, schreibt mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular. Ich wäre euch sehr dankbar. Ob die Suche erfolgreich ausgeht und wie genau ich vorgegangen bin, erfährst du selbstverständlich im nächsten Tagebucheintrag. Trage dich dafür am besten einfach in den Newsletter ein.

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Außerdem spiele ich aktuell mit dem Gedanken, dieses Jahr die Canton Fair in China zu besuchen. Die Canton Fair ist Chinas größte Import- und Exportwarenmesse und mit einer Fläche von 1.180.000 m² und rund 25.000 Ausstellern wirklich unvorstellbar riesig. Der Zeitraum der Messe wird in vier Phasen unterteilt, je nach Art der Produkte. Eine Reise wäre nicht nur sehr interessant, sondern könnte sich richtig auszahlen, wenn ich gute Hersteller finden sollte.

Die Chinesen legen in Geschäftsbeziehungen sehr großen Wert auf persönlichen Kontakt. Auch bei der Preisverhandlung stünde man deutlich besser da.

Zu guter Letzt möchte ich dich auf meinen Instagram-Account aufmerksam machen. Dort gewähre ich dir ab sofort mehr Einblicke in meinem Alltag.

Wie immer bedanke ich mich, dass du mir deine Zeit schenkst und mich auf meinem Weg begleitest. Machs gut und bis bald,

Hannes

Hier gehts zum nächsten Tagebucheintrag: Kurz vor Rankingabsturz und Besuch beim Hersteller…

6 Dinge, die ich im ersten Jahr als Amazon Händler gelernt habe – Amazon FBA

6 Dinge, die ich im ersten Jahr als Amazon Händler gelernt habe

Amazon Händler zu werden war eine der besten Entscheidungen, die ich in den letzten Jahren getroffen habe. Beim Blick zurück kommen mir viele Punkte in den Kopf, die Amazon für Händler zu einer sehr besonderen Plattform werden lassen.

Viele der Dinge, die ich gelernt habe, helfen mir heutzutage sehr, wenn es um wichtige Entscheidungen in meinem Unternehmen geht.

Wenn du mit dem Gedanken spielst, Amazon Händler zu werden, bin ich froh, dir mit dem heutigen Artikel meine wichtigsten Learnings mitzugeben.

 

1 – Amazon ist mehr als Preiskampf

Wer häufiger im Internet einkauft und dabei auch ein bisschen auf den Preis schaut, weiß, dass Amazon tendenziell eine teure Plattform ist. Und das ist sie nicht ohne Grund. Hohe Verkaufsgebühren von bis zu 15% zwingen die Händler zu vergleichsweise hohen Preisen.

Wieso ist Amazon also so verdammt beliebt?

Umfragen zu der Plattform haben ergeben, dass die Kunden nicht nur den Preis, sondern auch die riesige Auswahl und den schnellen Versand als Vorteile schätzen. Das ist auch der Grund dafür, dass sich diejenigen Händler besonders freuen können, die ihre Produkte von Amazon versenden lassen. Dadurch wird der Prime-Versand aktiviert und zusammen mit einer gelungenen Vermarktung wirkt das Produkt deutlich attraktiver auf potentielle Kunden.

Vielen Besuchern der Seite ist der schnelle Versand auch einen tieferen Griff in die Tasche wert. Häufig sind es eher die teuren Produkte, die die Suchmaschine auf Amazon dominieren und am häufigsten verkauft werden. Die Voraussetzung, um einen höheren Preis für sein Produkt zu fordern, ist dabei allerdings selbstverständlich auch ein höherwertiges Produkt.

 

2 – Handel ist kapitalintensiv

Von diesem Problem kann ich dir ein Lied singen. Voller Motivation bin ich direkt mit zwei Produkten gestartet, habe schnell hohe Umsätze generiert und war in Gedanken schon bei den nächsten fünf Produkten.

Leider sah die Realität etwas anders aus – Leere Warenlager führten dazu, dass der Umsatz auf null sank und das hart erkämpfte Ranking geschwächt wurde. Ich habe einfach scheiße kalkuliert. das Kapital, das bereits in gelagerte Ware gebunden war, fehlte plötzlich auf dem Konto zum Nachbestellen.

 

3 – Einzigartige Produkte verkaufen sich besser als gewöhnliche

Abb. 1: Welche Blume würdest du pflücken? –  Wer hervorstechen kann, erhöht seine Chancen enorm

Viele Händler auf Amazon begehen den großen Fehler, dass sie ein Produkt auf den Markt bringen, dass es in identischer Form bereits gibt. Womöglich hat die Konkurrenz noch einen günstigeren Preis und bessere Produktfotos. In solchen Fällen ist das Ausbleiben des großen Erfolgs für gewöhnlich vorprogrammiert.

Anders sieht es aus, wenn der Verkäufer von Beginn an das Ziel verfolgt, das beste Produkt auf den Markt zu bringen. Und das muss nicht zwingend selbst entwickelt oder sonst irgendwie revolutionär sein.

Häufig findet man auch in Asien Hersteller, die Wert auf hohe Qualität legen, statt mit Dumpingpreisen zu trumpfen. Und falls nicht, dann spricht absolut nichts dagegen, mal outside the box zu denken und in Europa, den USA oder sonst wo nach Herstellern Ausschau zu halten. Das Internet macht all das möglich.

Übrigens: Produkte, die es in ihrer Art nur selten gibt, haben durch weniger Konkurrenz für gewöhnlich die höchsten Gewinnmargen

Warum du trotzdem nicht alles daran setzen solltest, von Anfang an jedes Produkt zu 100% zu optimieren und wie der Prozess bis zum perfekten Produkt aussieht, erfährst du detailliert in dieser Podcastfolge (Hier klicken!).

 

4 – Fotos und Bewertungen sind ausschlaggebende Erfolgsfaktoren

Der geliebte Umsatz kommt durch viel Traffic und eine hohe Conversionrate. Vor allem letzteres hängt extrem stark von der Onpage-Optimierung ab, wobei vor allem die Produktfotos und Rezensionen die übergeordnete Rolle spielen.

Wenn du Amazon Händler werden möchtest, solltest du immer versuchen, deine Kunden im oberen Drittel des Listings zum Kauf zu überzeugen. Also ohne, dass diese anfangen, die Seite herunterzuscrollen. Das hätte nämlich den entscheidenden Nachteil, dass deinem Kunden Konkurrenzprodukte vorgeschlagen werden und er abgelenkt wird.

Die Bilder sollten deinen Kunden fesseln und ihm ganz genau zeigen, wie sie ihr Problem mit deinem Produkt lösen können. Die Bewertungen sind ebenfalls immer im Sichtfeld. Nach einer Umfrage von Trusted Shops zu Folge lassen sich 80% der Kunden von Bewertungen beeinflussen. Hab‘ das im Hinterkopf und achte auf gute Qualität!

 

5 – Schnelligkeit entscheidet das Spiel

Das Produktangebot auf Amazon entwickelt sich rasant. Damit meine ich nicht nur, dass neben dem Kundenstamm auch die Konkurrenz größer wird, sondern auch, dass es immer neue interessante Produkte gibt.

Abb. 2: Produktlebenszyklus – besonders profitabel sind die zweite und dritte Phase

Im Lebenszyklus eines Produktes sind vor allem die zweite und dritte Phase extrem profitabel. Wer es schafft, früh ein aufstrebendes Produkt zu erkennen, kann auf Amazon extrem viel Umsatz generieren. Ich habe im letzten Jahr sehr häufig Nischen beobachtet, in denen genau das der Fall war und immer noch ist.

Je stärker das Ausmaß eines Trends ist, desto kürzer ist auch der Produktlebenszyklus. Bei Produkten, die plötzlich außergewöhnlich nachgefragt werden, steigt daher auch schnell das Angebot an, bis der Markt übersättigt ist. Ein perfektes Beispiel ist hierbei der Selfie Stick. Eine Zeit lang wurde dieser wie verrückt verkauft und extrem viele Händler strömten kurz darauf in den Markt.

Durch den extremen Hype sprach sich das neue Produkt aber bei allen Selfie-Stick-Interessierten (was ein Wort!) sehr schnell herum und nach kurzer Zeit hatte jeder einen eigenen Stick, der einen wollte. Das Produkt war tot und zu späte Händler mussten ein Verlustgeschäft in Kauf nehmen,

 

6 – Amazon ist stressig, aber profitabel

Versteh mich nicht falsch – ich liebe Amazon. Es hat mein Leben im positiven Sinne verändert. Wieso meine Beziehung zu Amazon aber eher einer Hassliebe gleicht, werde ich jetzt im Detail berichten. Wer Amazon Händler werden möchte, muss sich auf eine nicht immer leichte Zeit einstellen.

Um das zu veranschaulichen liste ich hier mal auf, was mir allein im Jahr 2016 auf Amazon alles widerfahren ist. Über alle meine Rückschläge habe ich auch auf diesem Blog kontinuierlich berichtet. Klick einfach drauf, wenn du mehr erfahren willst. Die Links öffnen sich jeweils in einem neuen Tab.

1.) Amazon akzeptiert meine EAN-Codes nicht (Hier klicken!)

2.) Alle Produktrezensionen ausgeblendet (Hier klicken!)

3.) Amazon Produkt offline durch technischen Fehler (Hier klicken!)

4.) Conversionrate sinkt von 25 auf 2% durch Angriff der Konkurrenz (Hier klicken!)

 

Gründe, dennoch auf Amazon zu verkaufen, gibt es aber ebenfalls zu Hauf. Das Automatisieren der gesamten Logistik ermöglicht nie dagewesene Freiheiten, die Nachfrage ist mit 44 Millionen aktiven Kunden in Deutschland einfach riesig und auch kleine Händler können mit ihrem Private Label schnell Erfolge erzielen und sich ein Stück vom Kuchen abschneiden.

Ich werde definitiv am Ball bleiben und freue mich, dich auf meinem Blog an meiner Reise teilhaben zu lassen.

Falls du gar nicht weißt, wer hier schreibt: Ich bin Hannes und dokumentiere auf diesem Blog seit Anfang an den Weg zu meiner eigenen Marke mit Amazon FBA. Klicke jetzt hier, um meinen ersten Tagebucheintrag aufzurufen!

Vielen Dank für deine Zeit und bis bald!

Dein Hannes

PLT #15 – Konkurrent attackiert mein Amazon-Produkt | Neue Launch-Strategie

Moin Moin! Hannes hier!

Heute möchte ich mit dir ganz genau auf den Dezember eingehen, in dem es rauf und runter ging. Du erfährst, wie eines meiner Produkte attackiert wurde ich gebe dir meine besten Tipps für einen perfekten Produktlaunch mit. Heute gibt es das Tagebuch zum ersten Mal auch in Videoform.

Obwohl nur knapp ein Monat vergangen ist, fühlt es sich an, als hätte ich eine halbe Ewigkeit nichts mehr auf meinem Blog veröffentlicht. Auch der Dezember war wie jeder Monat reich an Erfolgen, Erfahrungen und Rückschlägen. Eins steht fest: Langweilig wird’s nicht.

1.) Angriff auf eines meiner Amazon-Produkte
2.) Umsatzzahlen und Verkäufe Dezember 16
3.) Die neue Launch Strategie
4.) Strategie für geringere Versandkosten + Luftfrachtpreise vor Weihnachten
5.) Ich muss etwas loswerden!

Eingeläutet wurde der Dezember mit einem ziemlichen Schock, der bei mir gleichzeitig eine ziemliche Wut hervorgebracht hat. Ich habe mich schon länger gefragt, ob es auf Amazon wohl auch schwarze Schafe unter den Konkurrenten gibt, die zu unfairen Mitteln greifen könnten.

Was ist passiert, Hannes?

Anfang Dezember bemerke ich beim Analysieren meiner Verkaufsstatistiken, dass eines meiner Produkte seit Ende November ungewöhnlich viele Sessions (Seitenaufrufe) bekommt. Mit ungewöhnlich viele meine ich aber nicht 50 mehr als sonst, sondern 800-900 Aufrufe am Tag statt gewöhnlichen 150-200. Gleichzeitig blieben die Absatzzahlen allerdings auf demselben Level.

Abb. 1: Ungewöhnlich hohe Anzahl an Session, gelb markiert = Ware kurzzeitig nicht auf Lager

Was bedeutet das konkret?

Die harten Zahlen zu diesem Vorfall demonstrieren eine Verschlechterung der Conversionrate von 25% auf 1-3%. Für mich war das im ersten Monat ein absoluter Schock. Seit über einem Jahr beschäftige ich mich täglich stundenlang mit Amazon als Verkaufsplattform und in meinen Augen ist die Conversionrate ein wichtiger Rankingfaktor.

Nachdem der erste Schock etwas sacken konnte, wurde mir klar, was hier vermutlich vorgefallen ist. Nach kurzer Recherche haben sich meine Vermutungen bestätigt. Es ist tatsächlich möglich, Menschen dafür zu bezahlen, massenweise Traffic für jedes beliebige Amazonprodukt zu generieren.

Abb. 2 – Auf Seiten wie Fiverr ist es möglich, Traffic für Amazonprodukte zu kaufen

Da ich für viele wichtige Suchbegriffe bei Amazon auf Platz 1 stehe kann ich mir gut vorstellen, dass hier versucht wurde, mein Produkt vom Thron zu stürzen.


Welche Auswirkungen hatte der Angriff?

Bisher konnte ich keinerlei Auswirkungen bemerken, was mich sehr beruhigt. Ich denke der Amazon-Algorithmus ist mittlerweile intelligent genug, um derartige Schwankungen zu ignorieren.

Jeff Bezos, Gründer Amazon – Versteht seinen eigenen Algorithmus nicht – © Flickr Steve Jurvetson, CC BY 2.0

Oder ich liege einfach falsch in meiner Annahme, dass die Conversionrate ein wichtiger Rankingfaktor ist. Ganz genau weiß es halt nur der gute Jeff Bezos. Seit Ende Dezember scheint der Angreifer aufgegeben zu haben – die Sessions liegen wieder auf einem normalen Niveau und die Conversionrate liegt erneut bei circa 25%.

 


2.) Umsatzzahlen und Verkäufe im Dezember 2016

Im Vergleich zum vorherigen Monat (Link wird in neuem Tab geöffnet), sind diesen Monat ziemlich starke Absatzschwankungen zu erkennen. Insgesamt wurden circa 8000€ Umsatz erzielt und damit weniger als die letzten Monate. Dafür gibt es zwei Gründe, auf die ich jetzt eingehe.

Abb. 3: Absatzzahlen Dezember 2016 – Ungewohnte Schwankungen

Vielleicht erinnerst du dich an den letzten Tagebucheintrag, in dem ich erzählt habe, dass mein Hersteller erneut falsche Ware produziert hat.

Ich war dadurch gezwungen, eine neue Produktvariante anzulegen, die zu Beginn irgendwo auf Seite 10 gerankt wurde. Kurz danach kam Ende November der nächste Rückschlag und mein zweites Produkt war zwischenzeitlich offline – auch hier war ein Rankingverlust die Folge.

Durch die fehlende Sichtbarkeit beider Produkte wurde im Dezember zunächst weniger verkauft und ich musste die Sales durch einen neuen Launch wieder ankurbeln, was sehr erfolgreich funktioniert hat.


3.) Die neue Launch-Strategie – Wie man seine Verkäufe ankurbelt

Wie ich durch einen Launch, also das Weggeben von Rabattcodes, meine Produkte pushe und so für die Suchmaschine höher ranken lasse, habe ich schon damals sehr detailliert in einem älteren Blogeintrag beschrieben.

Seit dem besagten Artikel hat sich aber ein bisschen was geändert. Die Spielregeln wurden neu geschrieben und ich habe nützliche Tools kennengelernt, die ich gern mit dir teile.

1.) Keine Rezensionen!

Ursprünglich konnte man einen Launch perfekt damit kombinieren, Rezensionen zu generieren. Bestimmt hast du mitbekommen, dass incentivierte Produktrezensionen mittlerweile verboten wurden und dies daher nicht mehr erlaubt ist.

2.) Nutze https://www.amzlead.com/

Ich bin ein echter Fan von AmzLead. Das Tool ist noch ganz frisch und ihr erhaltet sogar eine kostenlose erste Promotion. Es ermöglicht dir, mit wenigen Klicks eine Landingpage zu erstellen und die E-Mails der Käufer zu sammeln. Was das bringt? Du kannst dir so auf extrem simple Weise eine eigene Launch Liste aufbauen und deine Kunden per E-Mail nach Feedback fragen.

Alexander Heerens, der Entwickler des Tools, hat mich außerdem darauf hingewiesen, dass ab sofort Rabattcodes über mehrere Tage gleichmäßig verteilt werden können. Dadurch wird der Launch deutlich effektiver als durch kurze eintägige Peaks.

3.) Nutze spezielle Facebook-Gruppen für Amazon Deals

Durch die Richtlinienänderung sind auch die Produkttestergruppen Geschichte. Ihr Platz wurde von neuen Gruppen eingenommen, die als Dealsplattformen fungieren. Hier werden also vergünstigte Produkte vergeben, ohne die Pflicht zur Amazon-Rezension. Zum Ankurbeln der Verkäufe eignen sich aber auch die neuen Gruppen wunderbar. Alternativ gibt es auch kostenpflichtige Launch-Services wie https://amzstars.com/.

Zusammenfassung Launch:
1.) Facebook-Gruppen nutzen, um Käufer zu finden.
2.) Mit AmzLead Gutscheincodes automatisiert verteilen und Launch-Liste aufbauen – ebenfalls automatisch.


4.) Strategie für geringere Versandkosten + Luftfrachtpreise vor Weihnachten

 

Durch das allgemein erhöhte Importvolumen und die gestiegene Nachfrage vor dem Weihnachtsgeschäft machte sich eine deutliche Erhöhung der Versandkosten nach Deutschland bemerkbar. Ausgerechnet meine Lieferung im Dezember habe ich noch per Flugzeug importiert, bevor ich aufs Schiff umgestiegen bin. Für meine Lieferung vor Weihnachten habe ich 5,5$/Kg gezahlt.

Welche Preise sind normal für Luftfracht?

Zunächst ist es wichtig zu wissen, wie sich der Preis berechnet. Es gibt einmal das absolute Gewicht in KG und das Volumengewicht, das sich folgendermaßen errechnet:

Man teilt das berechnete Volumen des Paketes (Länge x Breite x Höhe) in cm durch 5000. Dieser Wert wird auf das nächste halbe Kilogramm aufgerundet.

Die Versandkosten werden immer auf den höheren der beiden Werte berechnet. Wer sich also gerade die Hände gerieben hat, weil er Riesenfedern importieren wollte, den muss ich wohl enttäuschen.

Bei dem Versand aus Asien muss man sehr aufpassen. Vor allem diejenigen, die wenig Erfahrung haben, lassen sich leicht von den chinesischen Herstellern übers Ohr gehauen. Besonders aufpassen musst du, wenn du deinen Hersteller mit dem Versand bis an die Haustür (Door-to-Door) beauftragst. Es kann sein, dass der Hersteller das ausnutzt und dich höhere Versandkosten zahlen lässt, als eigentlich angebracht.

Generell sind Preise zwischen 3,5-5,5$/Kg normal. Bei kleinen Mengen ist der Kilopreis natürlich höher, da hier auch der logistische Aufwand pro Paket für den Dienstleister größer ist.

Tipp an die FBA-Profis: Um von diesem Effekt zu profitieren, solltest du versuchen, deine Großbestellungen aufeinander abzustimmen und gemeinsam zu importieren.

Beispiel:
Produkt 1 – Produktionszeit 30 Tage – Fabrik in Suzhou
Produkt 2 – Produktionszeit 20 Tage – Fabrik in Jiaxing

Beide Städte im Beispiel liegen nahe Shanghai. In diesem Beispiel würde ich mit den Herstellern absprechen, dass die Ware am (Flug-)Hafen in Shanghai geliefert und an meinen Spediteur übergeben wird. Produkt 2 würde ich 10 Tage nach Produkt 1 bestellen, um unnötige Lagerkosten zu vermeiden.

Mein Spediteur oder dessen Partnerunternehmen vor Ort kümmern sich dann um die Entgegenname der Ware und die Zusammenlegung in den selben Container.

Mit dieser Methode spare ich bei der aktuellen Lieferung einiges an Aufwand und etwa 500€, was mir wieder mehr Spielraum für neue Produkte gibt. Achja, wo ich gerade die nächsten Produkte anspreche. Sei bereit! Für 2017 ist eine Menge geplant.

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5.) Ich muss etwas loswerden!

Bevor ich auf die aktuellen Neuigkeiten eingehe, möchte ich eine Sache ansprechen, die mir persönlich wichtig ist. Ich habe nun schon mehrfach Nachrichten bekommen, dass Menschen Angst haben zu starten, weil sie von meinen ganzen Rückschlägen lesen und befürchten, ihnen widerfährt das gleiche.

Vermutlich ist eins aber sicher: Es führt kein Weg daran vorbei! Rückschläge gehören immer zum Unternehmertum dazu und genau das ist es, was den Reiz daran in meinen Augen ausmacht. Ich habe in keinem Jahr meines Lebens mehr gelernt und bin in keinem Jahr persönlich stärker an einer Herausforderung gewachsen als in 2016. Und wenn ich zurückdenke sind es die größten Rückschläge, die mich am weitesten nach vorne gebracht haben.


Was gibt es für Neuigkeiten?

Vielleicht ist es dir oberhalb des Artikels aufgefallen: Ich bin jetzt mit einem Kanal auf Youtube vertreten. Dort wird es ab und zu Einblicke in meinen Alltag geben und ich werde monatlich ein Video mit einem Rückblick auf den vergangenen Monat hochladen. Das genaue Kanalkonzept steckt noch in der Entwicklung und wird bald bekannt gegeben.

Außerdem kannst du hier der Facebookseite meines Tagebuchs folgen, wo ich ebenfalls neue Artikel und wichtige Infos poste.

Das Amazon-Business sieht jetzt nach den vielen Rückschlägen im Dezember wieder sehr gut aus. Das Pushen der Produkte hat extrem gut funktioniert und mein Ranking ist wieder sehr gut. Aktuell gehen täglich 25-40 organische Verkäufe am Tag ein.

Ob im Januar ein neuer Umsatzrekord gebrochen wird, erfährst du natürlich im nächsten Tagebucheintrag. Falls du dich noch nicht in den Newsletter eingetragen hast, dann hole das jetzt nach!

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Vielen Dank, dass du weiterhin dabei bleibst! Zum Ende des Eintrags habe ich eine kleine Challenge mitgebracht: Schreib mir jetzt einen Kommentar mit etwas, dass ich deiner Meinung nach auf diesem Blog besser machen könnte. Wenn du anonym bleiben möchtest, kannst du mir alternativ auch eine Nachricht schreiben.

Danke, machs gut und bis bald,
dein Hannes

Hier gehts zum nächsten Tagebucheintrag: 300.000€ mit Amazon FBA….

PLT #14 – Falsche Ware produziert und Produkt gesperrt – Was ist denn jetzt los, Amazon?!

Moin Leute, Hannes hier.

So wie sich das Geschäft auf Amazon im vergangenen Monat entwickelt hat, habe ich das Gefühl, ich wäre durchgehend Achterbahn gefahren. Erfolge und Freude reihten sich eng an andauernde Fehler und Rückschläge, aus denen ich auch jetzt noch jedes Mal sehr viel lerne.

Wenn du Näheres erfahren möchtest, wieso eines meiner Produkte plötzlich gesperrt wurde und über 1000 Einheiten nicht verkauft werden konnten, lies unbedingt den kompletten Artikel.

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Wie immer möchte ich chronologisch durch den vergangenen Monat gehen und jedes Detail meiner Reise mit dir teilen. Der Inhalt des heutigen Tagebucheintrags ist wie folgt gegliedert:

  1. Umsatzzahlen und Sales – Erste Auswirkungen des Weihnachtsgeschäftes?
  2. Vorbereitungen auf das chinesische Neujahr
  3. Schon wieder falsche Ware produziert?!
  4. Produkt auf Amazon gesperrt
  5. Ankündigungen und Neuigkeiten

 

Umsatzzahlen und Sales – Erste Auswirkungen des Weihnachtsgeschäftes?

Betrachtet man ausschließlich die Zahlen, so verläuft auch der November bisher sehr erfreulich. Insgesamt wurden in den letzten 30 Tagen knapp 13.000€ Umsatz bei 800 Bestellungen generiert. Zu verdanken ist das dem guten bis sehr guten Ranking, das sich die Produkte mittlerweile erarbeitet haben. Die wichtigsten Faktoren dafür sind der Umsatz und die Conversionrate eines Produktes.

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Abbildung 1: Absatz 1.-29.11.16

 

Merkst du was vom Weihnachtsgeschäft, Hannes?

Des Händlers liebste Zeit im Jahr ist ja bekanntlich die Vorweihnachtszeit.  Bisher kann ich leider nicht beurteilen, ob und wie stark sich das Weihnachtsgeschäft auf die Zahlen auswirkt. Insgesamt ist zwar die Anzahl der Verkäufe gestiegen, allerdings gibt es unendlich viele Faktoren, die die Verkäufe beeinflussen. Ein wichtiger Faktor ist zum Beispiel auch, wie sich die Konkurrenzsituation entwickelt. Eine positive Entwicklung bemerke ich momentan daran, dass mehrere starke Konkurrenten in den letzten Wochen vermehrt schlechte Bewertungen bekommen haben, wodurch mein Absatz natürlich steigt. Auf der anderen Seite tauchen hin und wieder neue Konkurrenten auf, die sich ordentlich positionieren und Verkäufe abgreifen.

 

2.) Vorbereitungen auf das chinesische Neujahr

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Auch die Chinesen gönnen sich mal eine Pause und haben ab Ende Januar für 2 Wochen Urlaub. Offiziell beginnt das chinesische Neujahr am 28. Januar, woraufhin im Land die komplette Produktion und der Hafenbetrieb lahmgelegt werden. Die Arbeiter verlassen die Fabrik und reisen in ihren Geburtsort, um ihre Familien zu besuchen. Das chinesische Neujahr wird nämlich ähnlich wie unser Weihnachtsfest in familiärem Kreise gefeiert.

Bereits im letzten Tagebucheintrag habe ich angekündigt, wie sich das Neujahrsfest vermutlich auf meine Bestellmengen und -Zeitpunkte auswirken wird. Jetzt habe ich die dazugehörigen Antworten, nachdem ich meine Hersteller um Auskunft gebeten habe:

– When do I have to place the last order?     15th Nov 2016

– When is the last possible delivery before CNY?    30th Dec 2016

– When is the first possible delivery after CNY?   20th March 2017

Dazu muss ich sagen, dass dieser Hersteller auch besonders lange für die Produktion benötigt und der Zeitraum, in dem nicht bestellt werden kann, überdurchschnittlich groß ist.

Was bedeuten diese Daten konkret?

Konkret bedeutet das, dass ich vor zwei Wochen die bisher größte Bestellung überhaupt aufgegeben habe. Das riesige Problem dabei ist, dass ich durch eventuelle saisonale Schwankungen und die unvorhersehbare Konkurrenzsituation kaum abschätzen kann, wie viel Ware ich in den nächsten Monaten benötigen werde. Um wenigstens eine Schätzung zu haben, habe ich mir folgende sechs Schritte überlegt und angewandt:

  1. Übersicht schaffen über Absatz der vergangenen Monate
  2. Einen vergangenen Monat als Richtwert festlegen
  3. Google Trends nutzen, um die Saisonalität zu schätzen
  4. Jedem Monat einen passenden Faktor zuweisen (z.B.: Im April wird der Suchbegriff doppelt so häufig in Google eingegeben, also ist der Faktor des Aprils = 2)
  5. Voraussichtlichen Absatz für die nächsten Monate errechnen
  6. Puffer hinzufügen
Über Trends lässt sich bequem eine CSV-Datei herunterladen für eine übersichtliche Darstellung in einem Tabellenprogramm wie Excel
Über Trends lässt sich bequem eine CSV-Datei herunterladen für eine übersichtliche Darstellung in einem Tabellenprogramm wie Excel

Wenn du mich auf meiner Reise schon länger begleitest, weißt du, dass ich bereits mehrmals out of stock gegangen bin, weil meine Planung einfach mies war. Mittlerweile habe ich aus meinen Fehlern gelernt und setze alles daran, die Übersicht zu behalten und durchgehend Ware im Lager haben. Denn nichts ist teurer, als nicht zu verkaufen.

 

3.) Schon wieder falsche Ware produziert?!

amazon fba falsches produkt

 

Ja! Ich konnte es selbst nicht fassen. Nichtsahnend checke ich letzte Woche an einem unscheinbaren Morgen meine Mails aus China. Vor einigen Monaten habe ich schon einmal berichtet, dass mein Hersteller ein falsches Produkt hergestellt hat – Und es ist wieder passiert:

„Dear Johannes, good morning,

I finished the inspection this afternoon and I’m sorry to inform you that I found a major issue of the produced product. My factory people confused your order with another Chinese customer order.“

Positiv überrascht hingegen war ich von der schnellen Reaktion meines Suppliers. Er teilte mir mit, dass er sofort mehrere Samples von der „falschen“ Produktion nach Deutschland losgeschickt hat und bot mir an, ihm einen Discount zu nennen, den ich für angemessen halte.

In meiner Antwort versuchte ich, möglichst sachlich zu bleiben, aber gleichzeitig durchklingen zu lassen, dass ich nicht wirklich erfreut bin:

„Thanks for doing the inspection and telling me about the issue. It is very important to always talk transparently about all problems and issues.

I will check the samples and tell you how to continue and if we can sell this product or not.“

Tatsächlich kamen die Samples noch in derselben Woche an und ich konnte die Qualität überprüfen. Da das Produkt zwar verändert, aber kein völlig anderes ist, werde ich es als Variante zu meinem bisherigen verkaufen können. Nervig ist, dass die Verpackung mit einem neuen EAN-Code gelabelt und neue Fotos gemacht werden müssen. Viel schlimmer finde ich aber, dass ich einfach nicht mit diesem Hersteller zusammenarbeiten kann, ohne mir ständig Sorgen machen zu müssen.

Wie jedes Mal habe ich auch jetzt wieder einiges an diesem Rückschlag lernen können. Für die nächsten Bestellungen werde ich nun immer eine Quality Inspection vorschalten, die die Produktion vor dem Versand überprüft. Wie immer gilt auch in diesem Fall: Kopf hoch, weitermachen!

 

4.) Produkt auf Amazon gesperrt

Vor ein paar Tagen traf mich ein weiterer heftiger Rückschlag, als ich plötzlich im 3-Minuten-Takt E-Mails aus allen europäischen Marktplätzen von Amazon erhalte:

Guten Tag!

Wir bedauern, dass Ihr Angebot vorübergehend nicht zum Verkauf bei Amazon angezeigt werden kann.

Ursache dafür ist ein technisches Problem in Zusammenhang mit der UTF-8-Kodierung der Sonderzeichen in den SKU-Namen, das zu Problemen bei der Bestellung geführt hat.

Meine Listings habe ich natürlich sofort überprüft, wobei ich festgestellt habe, dass alle Angebote unverändert weiterhin online waren. Auch der Verkäuferservice war ratlos und erklärte mir, dass es sich wohl um die E-Mail eines Betrügers handelt.

Einen Tag später sah das ganze etwas anders aus. Im Listing wird plötzlich kein Einkaufswagenfeld mehr angezeigt, sondern „Derzeit nicht verfügbar“ – trotz vorhandenem Bestand im Lager.

Da mein Produkt heute Morgen immer noch offline war und ich mittlerweile viel Umsatz eingebüßt hatte, entschloss ich mich, selbst aktiv zu werden. Auf Facebook gab es einige Verkäufer, die dasselbe Problem beschrieben haben und tatsächlich konnte eine Möglichkeit gefunden werden, das Problem zu lösen.

Update: 30.11. 15:37 – Vor knapp einer Stunde kam eine E-Mail von Amazon, dass es sich um ein technisches Problem handelte, das gelöst werden konnte. Ich hatte das Problem zwar bereits selbst gelöst, aber jetzt können auch alle anderen wieder durchatmen.

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5.) Ankündigungen und Neuigkeiten

Sehr geile Infos diesen Monat kommen von meinem Podcast-Partner Lukas Mankow, der ein fettes Update für die FBA Seller Academy, seinen Amazon Videokurs, angekündigt hat. Der Videokurs wird schon jetzt hoch gelobt und gilt als die Schritt für Schritt Anleitung zum erfolgreichen Amazon-Verkäufer – trotzdem will Lukas noch einen drauf setzen. Sein Plan ist die Integration mehrerer Videos zum Thema Outsourcing, Preisverhandlungen, Zertifikate und alles verbunden mit vielen neuen Praxisbeispielen. In diesem Video bekommst du kostenlos einen Einblick in die einzelnen Module des Kurses, es lohnt sich.

Vor knapp zehn Tagen war ich außerdem zu Gast in Berlin beim Doorbuster Workshop, den Jens Lindner vom Youtube-Kanal „AMZ Pro“ organisiert hat. Auch wenn sich die Veranstaltung zum überwiegenden Teil an Anfänger gerichtet hat, konnte ich hier sehr viel mitnehmen. Lustig war für mich vor allem, dass einige Teilnehmer auch Leser meines Blogs sind und beängstigend genau über meinen bisherigen Verlauf Bescheid wussten. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Jens für das geile Treffen!

Vielen Dank für deine Zeit und dein Interesse! Ich freue mich, dass dieses Tagebuchformat weiterhin so gut angenommen wird. Falls du ebenfalls Lust hast, auf Amazon durchzustarten, biete ich dir an, ein Skype Coaching bei mir zu buchen, in dem wir gemeinsam all deine Fragen klären. Hier gibt es weitere Infos.

Bis zum nächten Mal und viel Erfolg!

Dein Hannes

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Amazon SEO – Dominiere das Amazon-Ranking durch die richtige Optimierung

 

Wenn du dir keine Gedanken um die Amazon Suchmaschinenoptimierung machst, kann dein Produkt noch so gut und die Nachfrage noch so groß sein – Deine potentiellen Kunden werden es nie zu Sehen bekommen.

Im heutigen Artikel beantwortet Florian Berger, Experte im Bereich Amazon SEO, die wichtigsten Fragen, um langfristig erfolgreich bei Amazon zu verkaufen und dabei keine Richtlinien oder Styleguides zu verletzen.

Moin Florian! Zunächst die Frage: Was ist eigentlich Amazon SEO?

Bei Amazon SEO geht es um die Optimierung der Produktlistings auf Amazon, also wie Du mit deinem Produkt möglichst gut bei Amazon zu bestimmten Produkten rankst, beispielsweise zu „Yogamatte“. Umso höher das Ranking bei Amazon, umso mehr Umsatz erzielst Du und genau deshalb ist es zum neuen „Volkssport“ der Online Marketer geworden, da wir bekanntlich wissen, dass Amazon mittlerweile die größte Produktsuchemaschine der Welt geworden ist. Wie genau das Ganze funktioniert und worauf man achten sollte, haben wir hier festgehalten:
http://www.shopdoc.de/amazon-seo-ranking-optimierung/

Für wen lohnt sich die Suchmachinenoptimierung auf Amazon?
Für jeden Händler der auf Amazon tätig ist und Eigenmarken verkauft, egal ob es Knoblauchpressen, Grillzangen oder Wasserbetten sind.

Wie funktioniert Amazons Algorithmus?
Die A9-Suchmaschine berücksichtigt viele Kriterien auf die es ankommt. Letztendlich entscheidet die Anzahl der Sales, wie gut Du bei Amazon platziert wirst. Um dies zu erreichen, musst Du natürlich zunächst deine Hausaufgaben erledigen, wie z.B. eine ausführliche Keywordrecherche, schöne Bilder, ansprechende Überschriften und Bulletpoints, attraktive Artikelbeschreibung und das mithin Wichtigste: Sämtliche relevanten Schlüsselwörter in die versteckten Keywords einfügen 🙂

Wie erfährt man am schnellsten, wenn Amazon den Algorithmus verändert?
Gefühlt ist das aktuell ständig, sprich im Monatstakt. Wenn man den Stand heute mit dem vor 3 – 6 – 12 – 24 Monaten vergleicht – sind das schon wieder Welten. Wo noch vor 12 – 18 Monaten einfach nur Bewertungen ausgereicht haben, später dann einmalige Sales-Aktionen und danach das kombiniert mit PPC-Kampagnen, hast Du heute deutlich mehr ToDos abzuarbeiten. Liegt natürlich auch daran, dass es immer mehr Mitbewerber gibt und auch diese nicht untätig sind und ihre Hausaufgaben erledigen.

Welche Rankingfaktoren gibt es?
Hier muss man unterscheiden zwischen den Amazon Onpage Faktoren und den Amazon Performance Faktoren. Zu den ersteren gehören z.B. wie oben erwähnt die Produkttitel, Bulletpoints, Nicht sichtbare Keywords, Bilder, Produktbeschreibung usw.
Bei den Performance Faktoren sprechen geht es in erster Linie um den Preis, Lieferbarkeit, Versandkosten, Händler Performance, Verkaufsrang, FBA (Amazon Prime), Produktbewertungen, Händlerbewertungen, Retourenquote usw.


Wie wirken sich die einzelnen Rankingfaktoren aus? Welcher Faktor beeinflusst das Ranking am stärksten?
Es kommt drauf an. Wie gesagt ist der wichtigste Rankingfaktor die Anzahl der Sales und wer kann hier schon genau definieren, ob es jetzt an dem perfekten Bild, Titel, Preis oder doch an den Bewertungen lag. An dieser Stelle vielleicht der wichtigste Tipp: Führe wirklich ausführliche Keyword-Recherchen durch und packe diese in die verstecken Schlüsselwörter 🙂


Beeinflusst die Händler-Performance, also das Verkäuferfeedback, die Retouren, etc., das Ranking und wenn ja, wie stark?
Sämtliche Punkte beeinflussen das Ranking – der eine Faktor mehr oder weniger. Wenn Du im normalen Bereich (zwischen 95 und 100 % liegst), wirst Du sicherlich keinen so großen Unterschied merken als wenn Du unter 95 % liegst und da geht es dann deutlich schneller bergab, weil Amazon nur sehr zuverlässige Händler auf dem Marktplatz verkaufen lassen möchte. Es geht schließlich um den Ruf Amazons und die meisten Käufer wissen ja gar nicht, dass sie nicht bei, sondern über Amazon einkaufen.

Wie stark beeinflusst die Conversion Rate das Ranking eines Produktes? Wie lässt sie sich verbessern?
Auch diese Frage kannst Du nicht genau beantworten, sondern mit meinem beliebtesten aller Sätze: Es kommt drauf an. Wir haben schon Kunden den dreifachen Umsatz nur durch „conversion-freudige“ Bilder beschert, aber das ist natürlich kein Standard. Hier spielen Preis, Mitbewerber & Co. sicherlich auch eine sehr wichtige Rolle.

Wie sieht ein gut optimierter Produkttitel aus? Sollte dieser mit möglichst vielen Suchbegriffen gefüllt sein?
Ganz einfacher Tipp: Es gibt viele Experten die viel dazu quatschen – guck einfach die Styleguides der jeweiligen Kategorie an. Da beschreibt Amazon ganz genau wie sie das haben möchten und genau daran sollte sich jeder Händler halten. Es gibt zwar viele Händler mit tollen Rankings die genau das Gegenteil machen – aber auch das ist nur eine Frage der Zeit, bis Amazon das ändert. Vor allem wenn man die Tragweite des mobilen Shoppens berücksichtigt – da sind die meisten (zugespamten) Title gar nicht mehr sichtbar und das kostet dich dann letztendlich Conversion / Sales.

Wie füllt man die Backend-Keywords, um optimal zu ranken? Sollte man alle 5000 Zeichen verwenden? Ergibt es Sinn, das Hauptkeyword mehrmals zu nennen?
Unbedingt alle relevanten Suchbegriffe hier reinpacken. Vielleicht verstehen dann die Händler, warum man nicht in 2 h mit einer ausführlichen Analyse fertig ist, sondern nicht nur die möglichen Suchbegriffe die Händler bei Amazon eingeben analysieren, sondern auch bei Google (auch dort ranken sehr oft Amazon-Produkte auf den ersten Plätzen) und natürlich die Rankings der Mitbewerber. Hier kannst Du ziemlich genau definieren, welches die Umsatzbringer-Keywords der Mitbewerber sind.
Ein Hauptkeyword mehrfach nennen, bringt nichts.

Gibt es verlässliche Studien, die die unterschiedliche Gewichtung der einzelnen Faktoren belegen?
Da gibt es unterschiedliche Auslegungen. Wie gesagt ist der wichtigste Ranking-Faktor die Sales. Treibe diese nach oben, egal wie 🙂


Wie kann man neue Produkte am effektivsten launchen?
Wenn Du keine oder wenig Ahnung von Online Marketing hast, wähle eine professionelle Agentur. Dazu einfach „Amazon SEO Agentur“ bei Google eingeben und da eine geeignete Agentur auswählen. Aber auch hier Achtung: Es gibt viele Google SEO Agenturen die absolut keine oder sehr wenig Erfahrung mit Händlern auf Amazon haben, sondern sich nur an die Infos aus irgendwelchen Blog- oder Kursbeiträgen orientieren. Damit wirst Du wenig erreichen, sobald es die ersten Probleme rund um das Einstellen oder Bearbeiten der Artikel gibt.

Helfen Super-URLs beim Launch, schneller für bestimmte Suchbegriffe zu ranken?
Amazon hat darauf keine Lust 🙂

Wie erhält man ehrliche Bewertungen für neue Produkte?
Biete das perfekte Produkt und einen perfekten Kundenservice. Begeistere deinen Kunden!

Fragen aus der Community:

Ist es erlaubt, HTML Code in der Produktbeschreibung zu verwenden, auch wenn dies nicht von Amazon vorgesehen ist?
Aktuell können nur Vendoren mit A+ Content arbeiten. In Kürze werden ist das aber für alle Händler möglich.


Funktioniert der Algorithmus in allen Ländern gleich oder werden einzelne Faktoren länderspezifisch unterschiedlich stark gewichtet?
Natürlich überall gleich. Alles andere wäre ja Quatsch.


Worin sollte man mit wenig Budget investieren, wenn man die Verkäufe auf Amazon ankurbeln möchte?
Zunächst in eine professionelle Optimierung und dann in die effektivsten Kanäle, um deine Sales zu steigern und das geht in der Regel am einfachsten mit Online Marketing und hier kommt es dann auf das jeweilige Produkt, Mitbewerber & Co. an welche Maßnahme effektiver ist. Egal ob es Facebook, YouTube, Pinterest oder auch Email-Marketing ist.


Was sind die wichtigsten Punkte, die beachtet werden müssen, wenn man in sehr umkämpften Nischen verkaufen möchte?
Liefere immer das beste Produkt zu dem besten Preis-Leistungsverhältnis und biete dabei den besten Kundenservice.

Gibt es ein Tool, das bestehende Listings hinsichtlich SEO analysiert und Verbesserungsvorschläge liefert?
Hier gibt es mittlerweile mehrere. Um nur die reinen Amazon Tools zu nennen:
Amalyze, Marketplace-Analytics und unsere Wenigkeit.
„Mixed-Tools“ – also Google SEO und Amazon Tools: Xovi und Sistrix.

Wenn wir schon an dieser Stelle sind eine kurze Bewertung zu den Tools:

Amalyze: Das jüngste aller Amazon Tools und für mich das aktuell beste Tool. Preislich liegt es bei 149 Euro mtl. Bei längeren Laufzeiten werden diese günstiger. Fazit: Muss jeder professionelle Amazon Händler haben.
Marketplace-Analytics: Das erste Amazon Tool mit super vielen interessanten Funktionen. Hier nutze ich sehr gerne den Sales-Spion. Für Händler geeignet die bereits ab 29 Euro mtl. dabei sein möchten.
ShopDoc: Unser Tool ist noch kostenlos, da in der Betaphase. Hier werden wir bis Ende Dezember auf dem Stand von Amalyze sein ? Spaß beiseite.
Hier bauen wir gerade die Deals-Plattform ein, einen Pre-Launch-Service uvm. – also quasi alles was Du benötigst, um deine Produkte erfolgreich auf Amazon zu verkaufen.

„Mixed-Tools“:
Xovi bietet meines Wissens die größte Datenbasis rund um Google und Amazon Daten und ist daher mein täglicher Begleiter. Für 99 Euro mtl. ist auch hier wie bei Amalyze alles inkl.
Sistrix: Ebenfalls ein interessantes Tool mit einer riesigen Datenbank, mit welchem wertvolle Analysen zu Suchanfragen, Mitbewerbern & Co. gestellt werden können. Sistrix kostet pro Bereich 100 Euro mtl. Bei der Buchung mehrere Module, gibt es auch hier Rabatte.


Vielen Dank für die hilfreichen Infos und weiterhin viel Erfolg!