PLT #22 – Meine skalierbare Sourcing-Strategie und wieso ich Deutschland verlasse

Hallo an alle! Hannes hier!

Im heutigen Artikel verrate ich dir meine neue Produkt-Strategie, um schneller und effizienter zu skalieren. Außerdem teile ich mit dir mein Vorhaben, Deutschland auf unbestimmte Zeit zu verlassen und meinen Schritt-für-Schritt Plan zum digitalen Nomaden.

Ich weiß garnicht so recht wo ich anfangen soll. Da es hier auf dem Blog ja vor allem um den Aufbau von Marken und den Vertrieb physischer Produkte über das Internet geht, möchte ich zunächst dazu alle neuen Infos mit dir teilen.

Gliederung

1.) Neue Produkt-Strategie für schnelleres Sourcing und Launchen

2.) Canton Fair 2017 – Ich bin dabei!

3.) Ich verlasse Deutschland auf unbestimmte Zeit

4.) Kostenlose Livestreams auf Instagram

1. Neue Produkt Strategie

Es gab im Juli ausnahmsweise weder neue Produkte, noch besonders herausragende oder schlimme Ereignisse.

Dadurch hatte ich natürlich etwas mehr Zeit, mir Gedanken darüber zu machen, wo es in Zukunft mit dem Unternehmen hingehen soll. Nachdem ich alle möglichen Szenarien ständig in meinem Kopf wiederholt und überdacht habe, ist mir immer wieder eine Sache aufgefallen:

Dadurch, dass ich in den letzten 1,5 Jahren die Plattform Amazon förmlich studiert habe, sehe ich darin mittlerweile definitiv meine Kernkompetenz (das macht mich noch nicht zum Experten). Problematisch beim Verkauf physischer Produkte ist jedoch immer die Kapitalintensität und der enorme Zeitaufwand für Produktentwicklung und -sourcing.

Die „Probleme“, auf die ich also in meinen Überlegungen ständig gestoßen bin, sind folgende:

Ich verfüge über das Wissen, wie ich Produkte profitabel über Amazon vertreiben kann, habe jedoch nicht die finanziellen oder zeitlichen Kapazitäten, viele Produkte zu sourcen und das Wissen effizient einzusetzen.

Das spannende, wenn man so strategisch an zunächst unlösbare Probleme herantritt ist immer, dass daraufhin die Lösungen förmlich auf der Hand liegen.

Problem 1: Keine finanziellen Mittel (+ Lösung)
Der Cashflow der bestehenden Produkte reicht, um alle paar Wochen ein neues Produkt zu sourcen. Um das Unternehmen richtig zu skalieren ist aber einfach zu viele Geld in Ware gebunden.

Die Lösung lautet also Fremdkapital. Mittlerweile bin ich daher in Gesprächen und auf der Suche nach Möglichkeiten, Fremdkapital zu beschaffen, um das Wachstum voranzutreiben.

Problem 2: Nicht genug Zeit für Produktsourcing und -entwicklung (+ Lösung)
In meinen Augen lässt sich der Umsatz vor allem durch neue Produkte am stärksten positiv beeinflussen.

Klar kann man auch den ganzen Tag damit verbringen, seine PPC-Kampagnen oder die Bullet-Points zu optimieren. Wirklich schnell kommt man aber nur voran, wenn man seine Produktlinie immer erweitert oder komplett neue Märkte erschließt.

Da ich den Aufbau meiner Marke sehr langfristig sehe, möchte ich nicht, dass der Fokus dabei von anderen essentiellen Faktoren abdriftet. So achte ich persönlich bei jedem Produkt darauf, qualitativ nur die beste Ware anzubieten und meiner Konkurrenz durch die richtigen Alleinstellungsmerkmale immer 2 Schritte voraus zu sein.

Ich nehme lieber ein paar Monate mehr Zeit für die Produktentwicklung in Kauf, als dass ich so schnell wie möglich ein Produkt nach dem anderen source und mich dann wundere, dass es langfristig nicht funktioniert.

Im vergangenen Monat habe ich mir daher verstärkt Gedanken dazu gemacht, wie man den Zeitaufwand vieler neuer Produkte stemmen könnte, ohne qualitative Abstriche bei den Produkten zu machen.

Geführt hat es dazu, dass ich Josef, mit dem ich schon seit einiger Zeit erfolgreich zusammenarbeite, nun mehr und mehr in die Produktentwicklung einbinden werde. Zusätzlich suche ich weiterhin nach Unterstützung vor allem im Bereich Sourcing und Produktentwicklung. Falls eine Zusammenarbeit für dich in Frage kommen könnte, kannst du dich gerne über das Kontaktformular bewerben.

Zusammenfassung:
Mein Ziel ist, mit sehr guten Mitarbeitern und Fremdkapital eine skalierbare Ebene zu schaffen, sodass ich in einem möglichst kurzen Zeitraum viele qualitativ hochwertige Produkte sourcen kann.

 

2. Canton-Fair – Ich bin dabei!

Des Weiteren habe ich einen Flug nach China gebucht, um dieses Jahr die Canton Fair zu besuchen und den gesamten Sourcing-Prozess zu beschleunigen.

Die Canton Fair findet jedes Jahr zwei mal statt und gilt als die größte Import- und Exportwarenmesse in China. Auf dem 10,5 km²  riesigen Messegelände (1.500 Fussballfelder groß) präsentieren inzwischen über 20.000 Aussteller ihre Waren und Dienstleistungen.

Großer Vorteil dieser Messe wird es sein, das ich Vorort die Möglichkeit habe alle Produkte direkt in die Hand zunehmen, deren Qualität zuprüfen und die Möglichkeit, zukünftige Hersteller persönlich kennenzulernen. Sicherling kann man diese Gelegenheit auch dafür nutzen, neue Produktideen zusammeln, jedoch liegt darin nicht der Hauptfokus.

 

3. Ich verlasse Deutschland auf unbestimmte Zeit

YES! Mit diesem Gedanken habe ich bereits gespielt, als ich vor circa 2 Jahren das allererste Mal überhaupt von den Möglichkeiten gehört habe, dass man sich ein Online-Business aufbauen kann.

Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich nun selbst in der Situation bin, dass ich meinen Wohnsitz aufgeben und Deutschland verlassen werde, hätte ich dieser Person wohl den Vogel gezeigt.

Tatsächlich habe ich mittlerweile beschlossen, zumindest für die nächsten Jahre durch die Welt zu reisen und das Unternehmen von überall aus der Welt zu führen. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie es mir gefallen wird und schmeiße mich da selbst etwas ins kalte Wasser.

Ich nehme an, ich werde mich früher oder später irgendwo auf der Welt niederlassen, wo es mir besonders gut gefällt (vielleicht auch wieder Deutschland?) und ich in Sicherheit leben kann. Ich kann mir einfach schwer vorstellen, dass ein Leben als Dauerreisender mich wirklich langfristig glücklich macht. Fakt ist: Ich kann es nicht erfahren, ohne es auszuprobieren. Also let’s go!

Da es aus steuerlicher Sicht ziemlich bescheuert wäre, weiterhin ein in Deutschland gemeldetes Unternehmen zu führen, bin ich gerade im Gründungsprozess einer Limited in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in denen der Steuersatz auf Unternehmensgewinne bei 0% liegt. Als Wohnsitzloser ist dieses Vorhaben absolut legal, da ich in keinem Land steuerpflichtig bin.

Das Unternehmen gründe ich zusammen mit meinem guten Freund Lukas Mankow, den ihr sicher auch aus unserem LevelUp! – podcast oder von Youtube kennt.

Selbstverständlich werde ich auch darüber weiter berichten, wenn es neue interessante Infos gibt. Schreibt mir gerne einen Kommentar, ob auch an solchen Themen Interesse besteht, oder ihr hier wirklich reinen eCommerce-Content haben wollt. Ich freue mich sehr auf euer ehrliches Feedback!


4. Kostenlose Livestreams auf Instagram

Bevor ich es vergesse: Ich nehme ab sofort einmal in der Woche eine kurze Q&A (10-15 min) für Youtube auf, die ich parallel als Livestream auf meinem Instagram Profil übertrage.

Dort kannst du mir jedes Thema vorschlagen, das dir auf dem Herzen liegt und jede Frage stellen, die du im Kopf hast. Folg mir dafür einfach auf Instagram und schreibe mir eine Nachricht, damit ich diese in den Livestream aufnehmen kann.

Jetzt hier klicken, um mir bei Instagram zu folgen!

Liebe Grüße und viel Erfolg

Dein Hannes

Wie du bis zu 30% der Kosten deines laufenden Amazon-Business einsparst

Praktisch gesehen verbrennen 99% alle Amazon-Händler jeden Tag viel Geld, das deutlich effizienter investiert werden könnte. Würde man dieses Geld intelligenter nutzen, würden die Umsätze des Unternehmens deutlich schneller in die Höhe schnellen. Das ist das Ziel des heutigen Artikels.
 
 

Verliere nicht den Anschluss!

Verpasse ab sofort keine geheimen Amazon-Updates mehr, die essentiell für deinen Erfolg sind!
Ich respektiere deine Privatsphäre und versende keinen Spam
 
Hilfe, es brennt! …
Zunächst einmal müssen wir uns über die größten Feuerstellen bewusst werden. Du fragst dich, welche Feuerstellen? Na die, in denen das meiste Geld verbrannt wird.
 
So bezahlst du weniger Geld im Einkauf
 
Der größte Hebel liegt ganz am Anfang der Lieferkette: Im Einkauf. Wer es schafft, hier einen richtig guten Preis zu erzielen, zahlt auch im späteren Verlauf deutlich weniger.
Das liegt daran, dass sich ein günstiger Einkaufspreis auch positiv auf die Zölle, Einfuhrsteuern, Überweisungsgebühren und die Verringerung der Wechselkursverluste auswirkt. Vor allem mildert es das verbreitete „Cashflow-Problem“, da plötzlich viel weniger Kapital in die Ware gebunden ist und anderweitig investiert werden kann.
 
Wie kann ich meinen Einkaufspreis verbessern?
 
1.) Richtige Herstellerwahl
 

 

Gerade Händler, die noch recht weit am Anfang stehen, werden häufig ohne es zu merken mit viel zu hohen Einkaufspreisen konfrontiert. Manchmal spricht ein höherer Preis für bessere Qualität und ist definitiv berechtigt. In anderen Fällen sind die hohen Preise allerdings unbegründet.
 
Nun gilt es herauszufinden, ob der Einkaufspreis noch Sparpotential bietet. Dafür gibt es verschiedene Methoden.
 
Zunächst sollte definitiv klar sein, mit wem man zusammenarbeitet. Gehört zum Hersteller auch die Fabrik, in der produziert wird, oder handelt es sich um ein Wiederverkäufer?
 

 

So genannte „Trading Companies“ haben den Vorteil, dass die Kommunikation häufig besser ist, da sie einen direkten Ansprechpartner mit Englischkenntnissen anbieten können. Der Nachteil des Wiederverkäufers ist, dass dieser seine eigene Marge auf den Einkaufspreis draufschlägt und somit teurer ist.
 
Wie kann ich herausfinden, ob ich mit dem echten Hersteller / Fabrikanten zusammenarbeite?
 
Bereits sehr viel bringt ein einfaches Skype-Videotelefonat mit einer Führung durch die Fabrik.
 
Noch besser wäre ein Besuch beim Hersteller vor Ort. Das wichtigste ist aber erstmal, dass beide Seiten wissen, mit wem sie es zutun haben. Es ist immer wieder bemerkenswert, wie sich ein simples Telefonat auf die Kommunikationsqualität im späteren Verlauf auswirkt.

 

 
Im Gespräch lässt sich dann durch die Fabrikführung und durch das Stellen der richtigen Fragen herausfinden, ob man wirklich mit dem Fabrikanten und nicht nur mit einem Wiederverkäufer in Kontakt steht.
 
2.) Intelligentes Verhandeln
 
Bevor du sagst: Das habe ich schon versucht, mein Hersteller will den Preis nicht weiter drücken!:
 
Der Preis ist nur ein ganz kleiner Teil des Verhandlungsspielraums, der sich bietet. Tatsächlich sollte die Preisverhandlung ganz hinten anstehen. Der Grund ist, dass ein niedriger Preis schon häufig Hersteller dazu verleitet hat, günstigere und qualitativ weniger hochwertige Materialien zu verarbeiten – ohne Absprache!
 
Was lässt sich abgesehen vom Preis verhandeln? 
Lieferzeit / Lieferbedingungen
Der Cashflow wird es dir danken! Stell dir vor, dein Nussknacker kostet im Einkauf 5$ und du verkaufst auf Amazon 20 Einheiten am Tag. Statt den Preis zu drücken, schaffst du es, in der Verhandlung die Produktionszeit um 1 Woche zu verringern.
 
Dadurch ist weniger Geld in Ware gebunden und somit frei für neue Investments.
 

 

Zertifikate
Für gewöhnlich sind Zertifikate erforderlich, um Produkte aus Asien importieren zu können. Da hierfür meist 3- oder 4-stellige Beträge anfallen, bietet es sich ebenfalls an, diese Kosten mit dem Hersteller zu teilen.
 
Materialien / Verpackung
Möchtest du, dass ein hochwertigeres Material verarbeitet wird? Oder kostenlos eine bessere Verpackung? Normalerweise nutzen die Hersteller jede noch so kleine Änderung, die du im späteren Verlauf am Produkt durchführen möchtest, um den Preis zu erhöhen.

 

 
Die Formulierung macht hier immens viel aus. Hier ist eine Textvorlage, die bei mir gut funktioniert:
 
Dear Mr. Wu,
Before placing a new order, we want to make a proposal, you can benefit of a lot of.
As this is already our third order of a lot more orders in the future, you can see that we really want to establish a long-term relationship.
 
Most companies would ask for a better price now to increase their margin. We won’t. We really want to have a good profit for you when working together with us.
 
Instead of a lower price, we kindly ask you to use a color box instead of the poly bag for the next order. We believe it could increase our sales by 20%. Consequently we will reorder even faster after that and your company will increase its revenue.
 
I am looking forward to hearing from you. Best regards,
Johannes Ungerer
 
Viel Erfolg damit! Meine besten Praxis-Tipps, wie du deine Verhandlungsposition generell stärken kannst, habe ich übrigens in dieser Podcastfolge zusammengefasst.
 
Samplekosten Erstattung
Vor Produkteinführung treten immer Kosten für die Bestellung von Samples an. Da hier vor allem die Versandkosten zu Buche schlagen, lohnt es sich, zu verhandeln. Eine kurze Frage, ob alle Samplekosten bei der ersten Großbestellung erstattet werden, führen in 90% zum Erfolg.
 
Geheimtipp: Wenn du beim Samples Bestellen viel Geld sparen möchtest, schau dir mal Tiptrans an. Das ist ein Konsolidierungsservice. Dort kannst du Samples von verschiedenen chinesischen Herstellern sammeln und gebündelt nach Deutschland schicken lassen.
 
Zahlungsweise
Da für Auslandsüberweisungen meist in beiden Ländern Bankgebühren anfallen, bietet es sich an und ist üblich, die Gebühren mit dem Hersteller zu teilen. Gerade bei größeren Bestellungen kann es hier einen großen Unterschied machen.
 
 
Preis
Zuletzt kannst du natürlich auch den Preis verhandeln. Wie du vielleicht schon gemerkt hast, bin ich kein großer Fan davon. Ich achte bei der ersten Bestellung darauf, dass ich beim genannten Einkaufspreis profitabel bin. Im späteren Verlauf versuche ich, das Produkt bei jeder Bestellung ein bisschen besser zu machen, statt den Preis zu drücken.
 
Wenn du es schwierig findest, ein Alleinstellungsmerkmale für dein Produkt zu finden, hör dir unbedingt diese Podcastfolge an. Dort sprechen Lukas und ich über die Methoden, die in der Praxis mit Abstand am besten bei uns funktionieren.
 
3.) Richtig importieren ohne DHL, Fedex und co.
 
Solltest du bereits mit einem Spediteur zusammenarbeiten, kannst du jetzt an den nächsten Punkt springen. Falls nicht, lies auf jeden Fall weiter, um viel Geld beim Import zu sparen.
 
Zunächst gehe ich auf die verschiedenen Versandmethoden ein.
 
1.) Import per Flugzeug
2.) Import per Schiff / Zug
 
Viele Händler importieren ihre Ware aus Einfachheit sehr lange mit DHL oder Fedex. Das ist zwar möglich, aber nur bis zu einer Grenze sinnvoll. Ab einer bestimmten Menge macht es aus finanziellen und organisatorischen Gründen extrem viel Sinn, einen Logistiker mit der Abwicklung zu beauftragen.
 
Um einen geeigneten Logistiker zu finden, könnt ihr euch der Facebook-Gruppen zu Amazon FBA bedienen. Dort gibt es schon unzählige Threads zu dem Thema.
 
Wichtig ist, dass der Logistiker in der Lage ist, die Ware direkt in das Amazon-Lager zu schicken, denn glaub mir: Wenn deine Produkte gut laufen, kommst du schnell an den Punkt, an dem es nicht mehr in Frage kommt, die ganzen Kartons an deine Haustür zu schicken.
 
 
Teile dem Logistiker bei deiner Bestellung folgende Daten mit:
– Anzahl Kartons
– Abmessung und Gewicht
– Incoterm (meistens FOB) + (Flug)Hafen
– Voraussichtliche Fertigstellung der Produktion
– Handelsrechnung (Commercial Invoice)
– Warenwert
– Umsatzsteuer-ID
– Warenbeschreibung, Zolltarifnummer
– Eori-Nummer
 
 
Beispiele für Incoterms:
FOB Shanghai:
Am Hafen wird die Ware an den Logistiker übergeben
 
EXW Wuxi:
Die Ware wird an der Fabrik (ab Werk) in Wuxi an den Logistiker übergeben. In diesem Fall muss der Logistiker die genaue Adresse der Fabrik bekommen (beim Hersteller nachfragen!)
 
Fast fertig! Dein Logistiker schickt dir daraufhin ein Angebot und du kannst zustimmen oder ablehnen. Normalerweise solltest du hier immer einen besseren Preis bekommen als bei DHL oder Fedex.
 
Sobald du den Auftrag vergibst, wird der Versand und Import in die Wege geleitet und du bekommst eine Rechnung zugeschickt, die alle Versandkosten, Zölle und Steuern beinhaltet. Viele Logistiker geben die Ware erst nach Geldeingang oder einer Überweisungsbestätigung aus.
 
2.) Import per Schiff und Zug
 
Bei sehr großen Bestellmengen oder sehr schweren Produkten ergibt der Versand per Schiff oder Zug definitiv mehr Sinn. Der Ablauf ist hier extrem ähnlich zu Punkt 1). Teile deinem Logistiker einfach mit, dass du per Schiff / Zug oder Teils/Teils versenden möchtest und er wird das Angebot danach ausrichten.
 
Gerade beim Versand über das Schiff bietet sich unglaubliches Sparpotenzial. Eine Sendung, die mit dem Flugzeug fast 1000€ kosten würde, kostet häufig nur 150€ oder weniger. Hier hängt es sehr stark vom Gewicht und den Maßen ab.
 
Du solltest bedenken, dass du etwa einen Monat länger auf deine Ware warten musst. Wenn sich dein Produkt gut verkauft, ist demnach deutlich mehr Kapital in die Ware gebunden und du kannst das Geld nicht anderweitig investieren.
 
4.) So zahlst du weniger bis gar keine Zollgebühren mehr…
 
Hier hat mir ein einfacher Trick schon ziemlich viel Geld sparen können. Normalerweise gibt dir der Hersteller eine Zolltarifnummer (Auch „Taric“ oder „HS-Code“) vor, mit der die Zollgebühren an der deutschen Grenze berechnet werden.
 
Diesen „Vorschlag“ vom Hersteller einfach zu übernehmen kann sich aber als ziemlich teuer herausstellen. Tatsächlich passen manchmal mehrere Zolltarifnummern mit verschiedenen prozentualen Zollsätzen.
 
Statt nur meinen Hersteller nach der Nummer zu fragen, recherchiere ich daher sehr viel selbst und frage zusätzlich bei verschiedenen Zollämtern in Deutschland an. Für die eigene Recherche verwende ich die Seite www.zolltarifnummern.de.
 
Den Zoll, dessen E-Mail Adressen ich über Google herausfinde, kontaktiere ich in verschiedenen Städten.
 
Nach wenigen Tagen bietet sich mir so ein Tarifnummern-Pool, aus dem ich mir etwas günstiges aussuchen darf. Natürlich muss dann noch einmal genau kontrolliert werden, dass die Zolltarifnummer am Ende auch stimmig ist. Ansonsten wäre es Betrug und es kommt früher oder später zu Nachzahlungen.
 
Übrigens: Es gibt Waren, dessen Einfuhr aus Drittländern zollfrei ist. Es kann also sein, dass du überhaupt nichts bezahlen musst. 
 
5.) Weniger Amazon-Gebühren bezahlen
 
In diesem Artikel beschreibe ich, wieso ich Amazon Gebühren im Wert eines vollausgestatteten MacBooks zu viel bezahlt habe. Amazon hatte mein Produkt falsch vermessen und ich habe monatelang bei jedem Verkauf zu viel bezahlt.
 
Wie erfahre ich, ob alles korrekt vermessen ist?
Klicke im Seller Central auf „Berichte“ -> „Transaktionsansicht“. Nun lässt du dir die Details einer Bestellung anzeigen und siehst dir die Versandgebühr anzeigen. Diese kannst du mit Amazons Gebührentabelle abgleichen und prüfen, dass alles in Ordnung ist. Denk dran, dass in der Tabelle die Netto- und in der Abrechnung Bruttopreise inklusive der Umsatzsteuer stehen.
 
Liebe Grüße,
Dein Hannes

PLT #21 – Dummer Fehler im Ausland und 4 Learnings zum Teamaufbau

Hallo an alle! Hannes hier!

Schön, dass du heute mitliest. Heute teile ich meine Erfahrungen mit dir, mein Unternehmen im Ausland und auf Reisen zu führen. Außerdem beschreibe ich den genauen Prozess, wie ich meinen Fokus durch den Aufbau eines Teams jetzt viel effizienter auf die wichtigen Aufgaben lenke.

Gliederung

1.) Alles läuft schief: Amazon FBA im Ausland

  • Wieso ich keine Produkte bestellen kann
  • Welche Vorbereitungen für das digitale Nomadenleben notwendig sind

2.) Mitarbeiter für Amazon FBA

  • Welche Schritte als erstes abgeben?
  • Die wichtigsten Learnings

3.) Mehr Umsatz durch exklusive Amazon-PPC-Anzeigen

  • Ja, es gibt mehr als nur normale PPC-Anzeigen
  • Registrierung bei Amazon Marketing Services

 

  1. Amazon FBA im Ausland

Die alten Hasen unter euch erinnern sich sicher noch an meinen ersten Artikel , in dem ich das Geschäftsmodell hinter Amazon FBA näher beschreibe. Damals hat mich vor allem der Aspekt des ortsunabhängigen Arbeitens auf der ganzen Welt fasziniert.

Mittlerweile habe ich das Ziel in die Tat umgesetzt und führe mein Unternehmen mehr und mehr aus dem Ausland. Und neben dem guten Wetter hat man auch immer wieder lehrreiche Momente, die man hätte bedenken können und aus denen man wieder etwas schlauer wird.

Letzten Monat wurde mir nach dem Login mein Zugang gesperrt und ich habe mehr als eine Woche überhaupt keinen Umsatz mehr generiert. Falls bei dir ein Auslandsaufenthalt bevorsteht und du das verhindern möchtest, lies dringend den letzten Artikel.

Dieses Mal habe ich mich dann sicher gefühlt! Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass alle Vorbereitungen getroffen wurden, habe ich mich mit Lukas Mankow in Portugal getroffen, um an einem neuen Projekt zu arbeiten.

Zu Beginn lief alles nach Plan. Komisch war nur, dass ich keinen Handyempfang hatte, obwohl Portugal ja zur EU gehört und eigentlich alles gehen sollte. Habe mir dabei nichts weiter gedacht.

Wieso ich keine Produkte bestellen kann

Nach zwei Tagen erhielt ich eine E-Mail von meinem Hersteller, dass Ware zur Abholung im Lager liege, die Spedition bereits kontaktiert und bereit sei, die Lieferung auf das Schiff nach Deutschland zu laden.

Das einzige was fehlte, war die zweite Zahlung der Ware (Meine Zahlungen werden auf 30%/70% aufgeteilt), die ich überweisen sollte. Wie gewohnt logge ich mich also in mein Online-Banking ein und überweise das Geld.

Kurz vor der Überweisungsbestätigung fällt es mir wie Schuppen von den Augen: Ich nutze das SMS-Tan Verfahren, das selbstverständlich nur dann funktioniert, wenn man auch SMS empfangen kann.

Nach stundenlanger Lösungssuche (Kundenservice, andere Telefone, Google) musste ich erfahren, dass E-Plus in Portugal seit einiger Zeit schlichtweg nicht funktioniert. Man lernt nie aus. Ich musste also eine vertraute Person in Deutschland bitten, das Geld für mich zu überweisen – sehr unangenehm!

Welche Vorbereitungen für das „digitale Nomadenleben“ notwendig sind

Fazit: Geht auf jeden Fall sicher, dass ihr ein funktionierendes Tan-Verfahren in den Ländern nutzen könnt, die ihr bereist!

2. Outsourcing und Teamaufbau

Ich denke, eines sollte man als Unternehmer immer im Kopf behalten: Das Ziel ist, am Unternehmen statt im Unternehmen zu arbeiten.

Vor einiger Zeit ist mir aufgefallen, dass das bei mir kaum noch gegeben war. Meine Zeit wurde durch immer mehr Projekte nicht nur weniger, sondern der Fokus auf die umsatzsteigernden Maßnahmen, die im Endeffekt das Wachstum eines Unternehmens ausmachen, ging verloren.

Mein Ziel ist, mich möglichst wenig mit Themen wie Kundenservice, Produktbewertungen, Produkt-Launches, etc. auseinanderzusetzen. Diese Aufgaben fallen nämlich immer wieder an und erfordern den höchsten Zeitaufwand.

Langfristig gesehen ist es effizienter, diese Schritte im Unternehmen prozessorientiert zu automatisieren und die Zeit in die Bereiche zu investieren, in denen man sein Wissen optimal einsetzen kann (Beispiel: Produktrecherche, Keywordoptimierung, Coaching etc.).

Mitarbeiter für Amazon FBA

Aus den genannten Gründen habe ich daher vor einigen Monaten einen Aufruf gestartet und einen Mitarbeiter gesucht. Von der Resonanz war ich absolut überwältigt. Vielen Dank noch einmal an alle, die mir ihre Hilfe angeboten haben! Selbstverständlich bin ich auch jetzt noch jederzeit offen für neue Initiativbewerbungen.

Seit einiger Zeit arbeite ich nun mit Josef zusammen, der schon jetzt zu einer wichtigen Stellschraube im Unternehmen geworden ist. Im Folgenden möchte ich gerne auf die wichtigsten Learnings eingehen, um dir damit den Weg zu erleichtern.

Learning 1: Man muss loslassen können

Zu Beginn war es für mich ein extrem eigenartiges Gefühl, Aufgaben abzugeben, die ich bis dahin jeden Tag selbst gemacht habe. Zu Beginn habe ich daher sehr viel noch selbst gemacht. Je mehr  ich aber Josef übergeben habe und gesehen habe, dass es mindestens genauso gut funktioniert, desto besser und sicherer habe ich mich dabei gefühlt

Learning 2: Wiederkehrende Aufgaben automatisieren

Ich habe mich letztes Wochenende mit einem befreundeten Seller unterhalten, der jedes Jahr über 2 Millionen Euro umsetzt. Ob du es glaubst oder nicht: Sein Unternehmen ist eine One-Man-Show! Seine Begründung war, dass es sehr viel Arbeit wäre, jemanden einzuarbeiten und ihr oder ihr alles beizubringen.

Dieses Problem besteht bei uns nicht: Für alle Aufgaben, die immer wieder anfallen, habe ich ein einziges Mal Zeit investiert und ein Video aufgenommen. Dieses habe ich bei Youtube als „nicht gelistet“ hochgeladen und in unsererem cloudbasierten Notizentool „Asana“ verlinkt.

Für 95% der Aufgaben musste ich nicht einmal ein Video erstellen, da diese Aufgaben bereits sehr detailliert in der FBA Seller Academy behandelt werden. Die Academy ist ein Videokurs, in dem in 7 Modulen und über 170 Videos jeder Schritt zum eigenen automatisierten Amazon Business erläutert wird. Falls das für dich interessant sein könnte, klicke jetzt hier für mehr Infos

Learning 3: Anders ist nicht schlechter

Der Kundenservice ist hier ein sehr gutes Beispiel. Zu Beginn war es für mich sehr ungewohnt, dass nun eine andere Person auf ihre eigene Art und Weise mit den Kunden kommuniziert. Beim genaueren Durchlesen ist mir aufgefallen, dass Kunden teilweise sogar zufriedener reagiert haben, weil sich mehr Zeit für sie genommen wurde.

Gelernt habe ich daher, dass ein anderer Schreibstil beispielsweise nicht schlechter sein muss – er kann sogar besser sein.

Learning 4: 100% selbst verantwortlich

Wer ein Unternehmen führt, ist für alles verantwortlich. Das bezieht sich nicht nur auf Mitarbeiter, sondern auch auf die Zusammenarbeit mit Herstellern, Speditionen, Quality Inspections, Kosolidierungsdienstleistern etc.

Wenn immer ein Fehler passiert, zum Beispiel wie bei mir, dass ein falsches Produkt hergestellt wurde, liegt es nur daran, dass entweder das Briefing oder die Wahl des Geschäftspartners fehlerhaft ist, wofür ich wiederum selbst verantwortlich bin.

Mit dieser Sichtweise ändert sich vieles im Kopf: Statt sich aufzuregen, fängt das Gehirn wie von allein an, Lösungen zu produzieren. Probleme gibt es nicht.

Mehr Umsatz durch AMS Werbekampagnen

Was jetzt kommt, ist aktuell noch ein kleiner Geheimtipp. Vor einigen Tagen habe ich mich beim Vendorexpress Programm von Amazon angemeldet. Das ermöglicht es mir, neben den üblichen Sponsored Product Ads (PPC) weitere Werbekampagnen auf Amazon zu schalten.

Die einzige Voraussetzung ist, dass mindestens drei Produkte vorhanden sind und ein Produkt an Amazon verkauft wird, sodass ihr nur noch als Zwischenhändler fungiert. Letzteres lässt sich aber auch verhindern, indem man einen kleinen Trick anwendet.

Nachdem du dich über diesen Link bei AMS angemeldet hast, schickt dir Amazon eine Anfrage und erwartet einige Samples des von dir ausgewählten Produktes. Hier gibst du einfach an, dass du aktuell keine Samples vorliegen hast oder lehnst die Anfrage einfach ab.

Eventuell wird Amazon hier erneut nachfragen, für gewöhnlich ist aber nach einiger Zeit Ruhe. Der große Vorteil ist, dass zu diesem Zeitpunkt bereits die neuen Werbekampagnen freigeschaltet sind.

Hier kann nun zwischen verschiedenen Arten von Anzeigen gewählt werden: Neben den gewöhnlichen PPC-Anzeigen kannst du gezielt Anzeigen auf deinen eigenen Listings schalten, um deine Produkte untereinander zu bewerben.

Außerdem bietet AMS dir die Möglichkeit, auf beliebigen Produktlistings Werbung zu schalten. Ich nutze die Anzeigen hauptsächlich bei Produkten, die durch meine Produkte gut ergänzt werden oder bei der Konkurrenz, um als Alternative präsent zu sein.

Übrigens: Genaueres zu AMS und viele weitere Tipps findest du im hervorragenden Vortrag von Johannes Brenner vom Merchant Day.

Ich wünsche dir einen erfolgreichen Start in den Juli!

Machs gut, 

dein Hannes

PS: Verkaufst du schon aktiv auf Amazon? Möchtest du dein Ranking verbessern, um damit den Umsatz zu erhöhen? Dann klicke jetzt hier!

Hier gehts zum nächsten Tagebucheintrag: „Wieso ich Deutschland verlasse…“

PLT #20 – Amazon Konto gesperrt – Mein größter finanzieller Rückschlag

 

Hallo Leute, Hannes hier!

Heute brauchte es wahrscheinlich nicht viel Überzeugungskraft, dich auf diesen Artikel klicken zu lassen: Tatsächlich wurde mir im Mai meine Verkaufsberechtigung auf Amazon entzogen!

Gliederung:

  1. Konto gesperrt
  2. Wieso ich selbst Schuld bin
  3. Was du unbedingt tun musst, damit dir das nicht passiert
  4. Neue Produkte sind da
  5. Neue Insider-Tipps zur Keywordrecherche

1. Konto gesperrt

Voller Vorfreude machte ich mich am 8. Mai auf den Weg zum Flughafen in Hannover, um mit drei Geschäftspartnern eine Workation (Mischung aus Arbeiten, Urlaub machen und Masterminden) auf Mallorca zu verbringen.

In angeregter Stimmung kommen wir im AirBNB-Apartment an und lassen den Abend entspannt und bei interessanten Diskussionen ausklingen. Am nächsten morgen lasse ich mich von den frühen Sonnenstrahlen wecken, stehe in Seelenruhe auf, checke kurz meine Mails und dann folgt der SCHOCK:

Betreff:„Entzug Ihrer Verkaufsberechtigung auf amazon.de

Ich hatte von sowas schonmal gehört. Dabei ging es darum, dass der Zugang zum Seller Central gesperrt wird, wenn man sich im Ausland eingeloggt hatte. Bei mir war aber nicht nur der Login gesperrt, sondern alle Produkte (!) offline.

Nun stand ich bei schönsten spanischen Wetter auf dem Balkon und hatte erst einmal die Aufgabe, meinen Account freizuschalten. Dafür konnte ich einfach einen Link in der E-Mail anklicken und ein neues Passwort wählen – immerhin dieser Schritt war sehr einfach.

Das Problem aber blieb: Meine Produkte waren alle offline und mein Umsatz sank auf 0 €. Mehrmalige Versuche schlugen fehl, jemanden beim Verkäuferservice zu erreichen, der etwas an meiner Situation ändern könnte.

Klingt verdammt aussichtslos. Was hast du gemacht?

Immerhin bekam ich vom Support eine E-Mail Adresse, mit der ich dann den First Level Support überspringen konnte und meine Mails direkt an die Performance-Abteilung schicken konnte. Die Adresse kann man natürlich für jedes Problem nutzen, das man mal mit seinem Amazon-Account haben sollte. Gerne gebe ich sie dir weiter: verkaeufer-performance@amazon.de

Eine Reaktion bekam ich erstmal gar nicht. Allerdings häuften sich mittlerweile die Artikel im Internet, in denen von sehr vielen gesperrten Amazon-Accounts berichtet wurde. In den Artikeln wurde auch beschrieben, dass Amazon ihren gesperrten Händlern keinerlei Reaktion zeige. Kam mir sehr bekannt vor die Situation…

Ungefähr so sah dann die gesamte Woche aus: Jeden morgen war meine erste Aufgabe, die Performance Abteilung mit einer neuen E-Mail von mir zu nerven. So schnell gebe ich nicht auf.

Nach 8 Tagen kam die erlösende Nachricht, dass meine Produkte wieder freigeschaltet waren. Endlich! In den ganzen Erfolgsbüchern steht ja immer, dass einem auf dem Weg zum Erfolg immer wieder Steine in den Weg gelegt werden und man einfach nicht aufgeben darf.

amazon fba erstes produkt

Das hat sich auch hier wieder bewahrheitet. Nach 8 Tagen war der Felsbrocken endlich beiseite geräumt.

Das ist aber nur die halbe Wahrheit…

Wie ich das Ganze gerade beschrieben habe, klingt es so, als würde Amazon uns Händlern einfach nur unnötig das Leben schwer machen wollen und willkürlich Konten sperren.

Das ist so nur bedingt richtig: Tatsächlich werden, z.B. durch sehr gut gefälschte Phishing-Emails, jeden Tag haufenweise Accounts gehackt und Amazon steht hier in sehr starker Kritik von außen, dass die Plattform nicht sicher genug für Verkäufer sei.

Dagegen will Amazon nun vorgehen, ist bei dem Versuch aber zu meinem Leiden etwas über das Ziel hinausgeschossen: Extrem viele Accounts wurden samt Produkte schon bei kleinsten Sicherheitsbedenken komplett gesperrtGereicht hat wie bei mir der Login aus dem Ausland.

2. Und das schlimmste: Ich war selbst Schuld!

Weil ich es hätte wissen müssen! Ich habe schon häufiger von Account-Sperrungen im Ausland gehört und hätte mich ganz einfach darauf vorbereiten können. Dass mit dem Thema nicht zu spaßen ist, musste ich jetzt sehr schmerzhaft am eigenen Laib erfahren. Dabei ist es so simpel, dieses Problem zu verhindern

3. Was du tun musst, damit dir nicht das selbe passiert

Die Lösung ist extrem simpel und benötigt nur ein paar Minuten. Hätte ich diese Minuten vorher investiert statt im Nachhinein, hätte ich ein paar Tausend Euro sparen können.

Was du tun musst, um dich ohne Probleme auch im Ausland bei Amazon einloggen zu können ist, einen VPN Client zu installieren, der dir eine deutsche IP zuteilt. Damit bist du auf der sicheren Seite und dein Account wird nicht einfach automatisch für über eine Woche gesperrt.

Ich nutze seit dem Vorfall nun TunnelBear, wo ich einfach ein Land auswählen kann, für das ich eine IP zugeteilt bekommen möchte.

Ich habe das Programm auf Grund von drei Vorteilen für mich ausgewählt:

1.) Auch für mich (der keine Ahnung von sowas hat) ist es sehr einfach zu nutzen

2.) Nach Vergleichen verschiedener Tools hat TunnelBear meiner Meinung nach das beste Preis-Leistungsverhältnis

3.) Durch die TunnelBear-App kann ich sogar einen VPN auf dem Handy installieren und somit auch die Amazon-Verkäuferapp bedenkenlos im Ausland nutzen.

Übrigens: Auch in öffentlichen Netzwerken wie zum Beispiel im Café ist ein VPN Client definitiv empfehlenswert, um das Risiko eines Hackerangriffs zu minimieren und seinen Account zu schützen. Falls du also nicht ausschließlich von zu Hause aus arbeitest, empfehle ich dir ebenfalls, TunnelBear herunterzuladen.

Über diesen Link (hier klicken!) erhältst du die Möglichkeit, TunnelBear kostenlos zu nutzen. Solltest du dich nach der Testphase für eines der Premium-Pakete entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision.

4. Neue Produkte eingelagert

Uff… Der Artikel enthält bisher viel zu viel Negatives. Kommen wir zu den guten Nachrichten!

Meine nächsten Produkte sind endlich in Deutschland angekommen und wurden bereits bei Amazon eingelagert. Jetzt heißt es wie immer: Launchen, Launchen, Launchen!

Ich hoffe, die Produkte werden so gut ankommen, wie ich das erwarte und bin gespannt, euch davon im nächsten Eintrag zu berichten!

Verliere nicht den Anschluss!

Verpasse ab sofort keine geheimen Amazon-Updates mehr, die essentiell für deinen Erfolg sind!
Ich respektiere deine Privatsphäre und versende keinen Spam

Übrigens: Wenn du eine genaue Schritt für Schritt Anleitung suchst, wie du beim Launch deiner Produkte vorgehen kannst, schau auf jeden Fall mal in diesem Tagebucheintrag vorbei! Das Thema habe ich dort genau beschrieben.

5. Neue Insider-Tipps zur Keywordrecherche

Amazon schraubt weiter am Algorithmus herum! Im Mai habe ich durch ein paar eigene Tests und durch Artikel wie diesen hier einige neue Erkenntnisse ziehen können, die ich dir nicht vorenthalten möchte.

Backend auf 250 Zeichen begrenzt

Obwohl man im Backend unter den „allgemeinen Schlüsselwörtern“ 5 Zeilen a 1000 Zeichen zur Verfügung hat, sind davon nur noch 250 Zeichen relevant für das Ranking. Und kein einziges Weiteres! Die 2. – 5. Zeile kann man also gekonnt ignorieren.

Ab 251 Zeichen im Backend rankt das Produkt für keinen einzigen der Begriffe mehr. Also auch nicht für die ersten 250 Zeichen. Falls du bereits ein Produkt online hast oder kurz davor stehst, nimm diese Information auf jeden Fall in deine Keywordrecherche auf.

Es ist jetzt viel wichtiger geworden, sich auf die wesentlichen Produktkeywords zu fokussieren, wodurch Amazon wohl erreichen möchte, die Plattform übersichtlicher zu strukturieren.

Bullet Points auf 1000 Zeichen begrenzt

Auch hier hat man theoretisch die Möglichkeit, insgesamt mehr als 1000 Zeichen zu verwenden. Sobald man aber mehr als 1000 Zeichen verwendet, rankt das Produkt nicht mehr für alle Begriffe aus den Bullet Points. Der Punkt, bis zu dem die Keywords ranken, hört aber auch nicht genau nach 1000 Zeichen auf, sondern willkürlich mittendrin.

Mein Tipp ist daher, jeden Bullet Point auf circa 200 Zeichen zu frisieren. Dann hat man bei Nutzung aller 5 Bullet Points insgesamt 1000 Zeichen und kann sich sicher sein, dass alle Keywords ranken. Außerdem sieht es auch viel schöner aus, wenn die Attribute nicht so zugetextet sind.

Falls dir die Keywordrecherche oder Listingoptimierung ein wenig Unbehagen bereitet und du dir nicht sicher bist, was es alles zu beachten gibt, kannst du aber auch einfach den Service „AMZOptimizer“ nutzen. Dort erhältst du zu einem wirklich fairen Preis ein Listing mit verkaufspsychologischen Werbetexten, die dir eine maximale Conversion garantieren.

Außerdem bekommst du eine Auflistung mit den wichtigsten Keywords für die PPC Kampagne inklusive eines Leitfadens, wie du deine Kampagnen optimal strukturieren kannst.

Klicke jetzt hier, um mehr Infos zu AMZOptimizer zu erhalten!

Ich danke dir, dass du meinen Blog heute um einen interessierten Leser ergänzt hast und wünsche dir weiterhin viel Erfolg!

Dein Hannes

Nächster Tagebucheintrag: Fail im Ausland und Teamaufbau

Blitzangebot bei Amazon erstellen – Umsatz und Ranking steigern durch Rabattaktion

Ein Blitzangebot bei Amazon zu erstellen kann für Händler sehr lukrativ sein. So lässt sich ohne großen Aufwand die Sichtbarkeit der Produkte immens steigern, wodurch der Umsatz, Gewinn und das Ranking ohne Mühen in die Höhe schnellen.

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Wie kann man ein Blitzangebot bei Amazon erstellen?

Folgende Punkte gibt Amazon an, um Produkte für Blitzangebote zu qualifizieren:

„1. Qualität: Die Produkte müssen in der Produktbewertung mindestens 3 Sterne erhalten haben. Dies kann jedoch je nach Marketplace-Site und Saison unterschiedlich sein.

2. Varianten: Angebote sollten so viele Produktvarianten (z. B. Größe, Farbe, Stil usw.) wie möglich umfassen. Für einige Produkte, wie z. B. Kleidung und Schuhe, geben wir den vorab festgelegten Mindestprozentsatz an Produktvarianten an, wenn Sie das Angebot erstellen.

3. Kategorie: Produkte, die anstößig oder anderweitig unangemessen sind, sind nicht zulässig. Beispiele für unzulässige Produkte sind E-Zigaretten, Alkohol, Erotikartikel, medizinische Geräte und Arzneimittel sowie Babynahrung.

4. Versandart: Die Produkte müssen für den Prime-Versand qualifiziert sein. Sie können in den Versandeinstellungen entweder „Versand durch Amazon“ oder „Versand durch Verkäufer“ auswählen.

5. Zustand: Nur neue Produkte sind für Blitzangebote geeignet.“

So kannst du ein Amazon Blitzangebot erstellen:

Seller Central → Reiter „Werbung“ → „Blitzangebote“ → Hier werden nun ganz unten alle Produkte, welche für Blitzangebote qualifiziert sind, angezeigt. Grundvoraussetzung zur Erstellung von Blitzangeboten ist der Verkäufertarif „Professionell“.

Man wählt das Produkt, welches man bewerben möchte, dann ganz einfach durch einen Klick auf den Button „Erweiterte Bearbeitung“ aus. Erst in der folgenden Ansicht erfährt man unter „Angebotsdatum“, für welche Woche das gewählte Produkt zugelassen wird.

Anschließend wählt man noch das Hauptbild, welches dem Kunden angezeigt wird.

Dann wählt man seinen Angebotspreis. Der höchst mögliche Angebotspreis ist voreingestellt. Er ergibt sich aus dem niedrigsten Preis des Produktes in den letzten dreißig Tagen, abzüglich 20% dieses Preises, da dies der Minimalrabatt ist, welchen man als Händler bei Blitzangeboten gewähren muss. Wie viel Rabatt man als Händler schlussendlich, überhalb der 20% Marke anbieten möchte, bleibt einem Jedem selbst überlassen.

Es folgt zuletzt die Auswahl der Mindeststückzahl an Einheiten, welche man für das Angebot zur Verfügung stellt. Auch hier ist bereits ein von Amazon gewählter Wert vorgegeben, welchen man nicht unterschreiten kann.

Für ein übliches Blitzangebot zahlt man eine Gebühr von 35,00€, in der Prime Week kann die Gebühr bis zu 70,00€ ansteigen.

PRIME Day 

Der PRIME Day findet einmal im Jahr im Sommer innerhalb der PRIME Week statt. An diesem Tag bietet sich Amazon-Händlern die Gelegenheit, ausgewählte Artikel vergünstigt anzubieten und ein Blitzangebot bei Amazon zu erstellen.

Soweit ist das erst einmal nichts Besonderes. Interessant wird dieser Tag jedoch durch die überdurchschnittlich hohen Besucherzahlen auf der Plattform Amazon, welche durch die vorangehende exzessive Bewerbung des PRIME Days durch Amazon zustande kommen.

Viele Kunden zeigen sich an diesem Tag, getrieben durch das große Sparpotenzial, besonders kaufbereit. Dies bedeutet besonders für teilnehmende Händler, aber auch für Händler ohne Rabattaktionen ein großes Umsatzwachstum an diesem Tag.

Aus Amazons Sicht dient der PRIME DAY primär dem Marketing, da eine außergewöhnliche Reichweite und ein regelrechter Hype ausgelöst wird. Wie der Name schon treffend beschreibt, eignet sich das Ereignis für Amazon zur Akquise neuer PRIME Kunden.

Sicher dient die Aktion auch als Belastungstest für das kommende Weihnachtsgeschäft, da das System hier mit einem Vielfachen an Bestellungen eines üblichen Tages auf die Probe gestellt wird.

Als Händler vom PRIME Day profitieren

Die erste Gelegenheit, welche sich Händlern durch den PRIME Day bietet, ist die Multiplikation des üblichen Tagesumsatzes. Händler berichten von 2000% Umsatzwachstum und mehr im vergangenen Jahr, wenn sie am PRIME Day ein Blitzangebot auf Amazon erstellen.

Trotz der teils hohen Rabatte, ist es möglich, den Gewinn an diesem Tag, im Vergleich zu durchschnittlichen Verkaufstagen, zu vervielfachen. Dies ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich.

Die zweite Möglichkeit als Händler vom PRIME Day und der gesamten PRIME Day Week zu profitieren, ist der Rankingboost. Durch erhöhte Verkaufszahlen in dieser Woche kann man gezielt auf Verbesserungen der Rankings in den kommenden Wochen abzielen.

Ob du an der Prime Week teilnehmen kannst und wann sie stattfindet, erfährst du im selben Menü wie alle gewöhnlichen Blitzangebote.

 

 

 

Viel Erfolg beim Erstellen deiner Blitzangebote!

Viele Grüße

dein Hannes

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PLT #19 – Wie ich 1500€ Lehrgeld gezahlt habe und die neuesten Änderungen im Amazon-Algorithmus

Hallo! Hannes hier. 🙂

Der heutige Tagebucheintrag ist vollgepackt mit Learnings, dir mir in der Vergangenheit über 1500€ erspart hätten. Im April habe ich viel gelernt und möchte gerne all diese Erfahrungen mit dir teilen. Vor allem möchte ich aber darauf eingehen, wieso es so extrem wichtig ist, misstrauisch gegenüber deinen Herstellern zu sein.

Gliederung:

1.) Amazons Algorithmus ändert sich

2.) Learnings im April – Zu hohe Gebühren + Hersteller-Scam

3.) Expansionspläne EU

4.) Hijacker überfällt drei mal mein Produkt

5.) Fehlerhafte Barcodes auf gesamter Bestellung

 

1.) Amazons Algorithmus ändert sich

Wie letzten Monat angesprochen, stand im April der Launch des dritten und die Bestellung des vierten Produktes an. Vor allem beim Launch habe ich festgestellt, dass Amazon kräftig am Ranking-Algorithmus herumschraubt.

Produkte ranken tendenziell langsamer

Meine Vermutungen decken sich mit den Aussagen befreundeter Seller. Bevor ich darauf eingehe, möchte ich dir aber einen kurzen Crashkurs zum Thema: “Rankingalgorithmus von Amazon“ geben. Grundsätzlich lässt sich die Funktionsweise von Amazons Suchmaschine wirklich sehr einfach erklären:

„Das Produkt, das für ein Keyword den höchsten Umsatz generiert, steht für dieses Keyword ganz oben im Ranking.“

Das hat zur Folge, dass z.B. bei Eingabe der Begriffe „Springseil blau“ nur blaue Springseile oben angezeigt werden, obwohl sich andere Springseile insgesamt vielleicht häufiger verkaufen. Der Suchbegriff impliziert bereits die Absicht des Kunden, ein blaues Springseil zu kaufen, wodurch der Umsatz für blaue Springseile für dieses Keywords am höchsten ist.

Wie kann ich davon profitieren, Hannes?

Wenn man diese einfache Funktionsweise einmal verinnerlicht hat, wirken plötzlich sehr umkämpfte Nischen garnicht mehr so abschreckend. Warum? Ganz einfach, weil man sich mit seinem Produkt auch erstmal nur auf ein Long Tail Keyword wie eben das Springseil in blau konzentrieren kann. Durch diese Speerspitzenpositionierung kann man auch in jeder noch so umkämpften Nische Fuß fassen.

Das ist aber jetzt gerade ein anderes Thema. Eigentlich möchte ich dir ja erzählen, welche Änderungen am Rankingalgorithmus ich im April bemerkt habe.

Im April habe ich das nächste Produkt gelauncht und dafür durch rabattierte Produkte und externen Traffic meine Verkäufe angekurbelt. Da ich den Testkäufern das Keyword nenne, das sie vor dem Kauf in die Suche eingeben sollen, wirkt es auf den Algorithmus so, als würde mein Produkt einen hohen Umsatz für genau dieses Keyword generieren. Demnach rankt mein Produkt im Laufe der Zeit besser und besser.

Was hat sich geändert?

Vorher konnte ich Produkte durch diese Methode teilweise binnen weniger Tage oben im Ranking platzieren. Dieser Zeitraum wurde nach meinem Gefühl nun aber deutlich vergrößert, sodass nicht mehr die letzen Tage relevant für das Ranking sind, sondern eher die letzen Wochen, wenn nicht Monate.

Ist das gut oder schlecht?

Wie bei jeder Änderung gilt diese für alle Verkäufer gleich – von daher habe ich damit kein Problem. Eher im Gegenteil: Durch diese Veränderung ranken nun eher die Produkte sehr weit oben, die sich auch organisch (ohne künstlich generierte Verkäufe) am besten verkaufen.

Und so sollte es ja sein: Das am besten optimierte Produkt mit der besten organischen Conversionrate erzielt den höchsten Umsatz und setzt sich oben fest. Etwas schade ist, dass neue Produkte jetzt länger brauchen, um perfekt zu ranken. Da ich das gesamte Projekt, das ich für dich auf diesem Blog dokumentiere, sehr langfristig sehe, ist mir das aber egal.

2.) Learnings im April

Vor jedem Tagebucheintrag überlege ich mir immer, welche Ereignisse des Monats für meine Leser den meisten Mehrwert vermitteln können. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die einen großen Unterschied machen können – und so war es auch diesen Monat.

Zu hohe FBA-Gebühren bezahlt

Als ich neulich die Transaktionsansicht im Verkäuferbackend von Amazon durchgesehen habe ist mir aufgefallen, dass eines meiner Produkte anscheinend falsch abgemessen wurde. Ich kenne die Maße des Produktes genau und weiß, welche Paketgröße dafür erforderlich ist.

Als ich aber die Gebührentabelle der verschiedenen Paketgrößen mit der FBA-Gebühr verglichen habe, die ich pro Verkauf bezahle, ist mir aufgefallen, dass ich bei jeder Bestellung ein größeres Paket bezahle, als eigentlich versendet wird.

Bei den meisten Paketgrößen macht das vielleicht 1-5 Cent Unterschied. In diesem Fall habe ich aber bei jeder Bestellung fast 50 Cent zu viel und dadurch mittlerweile circa 1500€ vollkommen unnötigerweise Amazon in den Rachen geworfen. Das entspricht einem vollausgestatteten Macbook Air – und damit du dir in Zukunft lieber das Macbook holst, wollte ich dieses Learning unbedingt teilen.

Wie kann ich das verhindern?

Im Voraus kann man das nicht beeinflussen. Du solltest definitiv nach der Einlagerung jedes neuen Produktes nach den ersten Verkäufen die Transaktionsansicht abrufen und die gezahlte Gebühr mit der Gebührentabelle vergleichen. Manchmal vermisst sich Amazon zu deinem Nachteil, manchmal aber auch zu deinen Gunsten.

Falls tatsächlich ein Fehler vorliegt, kannst du einfach den Kundenservice kontaktieren und eine Neuvermessung wird angeleitet. Das kann bis zu 2 Wochen dauern und du erhältst dann eine Email mit den neuen Maßen.

Learning 2 – Sei deinem Hersteller gegenüber immer misstrauisch

Ich sage damit nicht, dass etwas dagegen spricht, eine gute persönliche Beziehung zu seinem Hersteller aufzubauen, ganz im Gegenteil. Ich möchte dir aber kurz erzählen, was mir passiert ist.

Nachdem nach langem hin und her endlich alles Nötige für die nächste Bestellung besprochen war und es um die Anzahlung der Ware ging, bekam ich morgens diese E-Mail:

„Hi. Johannes.

Hope are you?

Please we have a very urgent issue with our UK stock company and we need to renew our license or else we get shut down, we tried transferring the amount today to our company’s stock Officer but it was unsuccessfully due to the slow banking network here and tomorrow is the last day for the license renewal.

We plead you, kindly help us and transfer your initial payment of USD 2,250 to our stock Office in UK through Money Gram transfer to our Stock Officer with the information we will provided for you.

Please tomorrow is our last day for the renewal of license and if we did not fix it we might face a huge problem..

Thanks for your help please.

Waiting for your reply.“

Diese Mail stammt nicht von meinem Hersteller.

Die Adresse, von der die Nachricht gesendet wurde, war der meines Herstellers aber fast identisch. Der Unterschied ist mir erst im Nachhinein aufgefallen. Auch für das Amazon-Verkäuferkonto bekomme ich ab und zu betrügerische E-Mails.

Anders als die Amazon-Mails ist diese aber extrem gut gefälscht. Der Betrüger scheint unsere Unterhaltung schon länger mitgelesen zu haben und konnte den perfekten Zeitpunkt abwarten.

Genau an dem Tag, an dem sowieso die Zahlung anstand, schickt er mir die Mail, dass sich das Bankkonto geändert habe. Außerdem ist die Mail exakt im selben Stil und im selben gebrochenen Englisch gehalten wie alle Mails, die ich vom echten Hersteller erhalte.

Auf Nachfrage beim Hersteller via Skype, ob dies seine richtige Adresse sei, bekam ich die Antwort, dass es sich um Betrüger handelt. Ich kann mir aber vorstellen, dass diese Masche aufgrund der Qualität der Fälschung schon häufig funktioniert hat und bitte euch, immer aufzupassen.

3. Expansionspläne EU

Im vergangenen Tagebucheintrag habe ich berichtet, dass ich beginnen werde, meine Ware auch in Europa zu lagern. Dazu drängt mich eine Gebühr von 0,5€ zzgl. Mwst., die pro verkauften Artikel anfällt, solange man noch nicht im Ausland lagert.

Dieses Projekt habe ich trotzdem erstmal in die Zukunft verlegt. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

1.) Teurer als erwartet

Bezüglich der Expansion habe ich mich damals am Telefon von Amazon beraten lassen. Am Telefon wurde mir das Unternehmen „Avalara“ empfohlen, mit dem Amazon zusammenarbeitet. Pro Land und Jahr liegen hierbei die Gebühren für steuerliche Anmeldungen und Buchhaltung in den jeweiligen Ländern bei 600€.

In den letzten Wochen habe ich mich daher weiter informiert und umgehört, ob die Zusammenarbeit mit Avalara reibungslos funktioniert. Leider habe ich nur Negatives gehört und mich vorerst gegen Avalara entschieden. Alle anderen Unternehmen kosten etwa doppelt so viel.

2.) Nicht sinnvoll nach 80/20

Trotz der höheren Kosten würde es sich zwar finanziell lohnen, die Lagerung zumindest in Polen und Tschechien einzuleiten, aber der Aufwand ist verhältnismäßig groß. Ich konzentriere mich also vorerst zu 100% auf das Sourcen weiterer Produkte, um mein gestecktes Umsatzziel von 300.000€ dieses Jahr zu erreichen.

 

4.) Hijacker überfällt drei mal mein Produkt

Ein Hijacker ist ein Verkäufer, der sich an das Listing eines Produktes hängt und somit in der Buybox unter „weitere Anbieter“ auftaucht.

Phantombild – Dieser Mann ist ein potentieller Hijacker

Da ich mein eigenes Label auf meine Produkte drucke und der einzige bin, der die Produkte vertreibt, ist das theoretisch also nur möglich, wenn jemand ein Produkt von mir gekauft hat und es dann wieder bei Amazon einstellt. Das wäre allerdings sehr ungewöhnlich und alles andere als profitabel.

Amazon prüft leider nicht, ob ein Anbieter das Produkt auch wirklich besitzt. Man muss daher sobald man es feststellt, den Support kontaktieren und die Situation schildern. Normalerweise wird dann gefordert, dass man einen Testkauf bei diesem Händler macht und beweist, dass er nicht das originale Produkt anbietet.

In meinem Fall war es so, dass ein komplett neuer Seller-Account plötzlich in meiner Buybox auftauchte. Ein Blick auf sein Profil zeigte keinerlei Kontaktdaten, aber über 340 Seiten mit je 20 gelisteten Produkten verschiedenster Hersteller. Das selbe passierte drei Tage hintereinander. Das gleiche Schema, aber jedes Mal ein neuer Account

Gelöst hat sich Problem von selbst. Sicherlich gab es sofort Dutzende Händler, die sich beim Support beschwert haben. Die Seller-Accounts sind alle nicht mehr aufzufinden und wurden gelöscht.

5.) Fehlerhafte Barcodes auf gesamter Bestellung

Auch der April verlief nicht komplett ohne Probleme – Gestern früh schrieb mein Hersteller, dass es ein großes Problem bei der aktuellen Bestellung gibt, die heute ins Flugzeug gehen sollte. Viel Zeit für eine Lösung blieb daher nicht:

„Hello. Johannes.

Sorry but, we have a bad news.

We found a big mistake in sticker design.

We tested it by machine but, they could not read the bar code.“

Aufgrund eines Fehlers im Barcode-Sticker konnte der Barcode nicht gelesen werden. Jeder Barcode muss nicht nur auf weißem Hintergrund gedruckt sein, sondern auch weiß umrandet sein, damit er korrekt eingelesen werden kann.

Auf der Verpackung war dies nicht der Fall, was dem Hersteller erst am Tag vor dem Abflug aufgefallen ist (immerhin!). Wir haben uns darauf geeinigt, dass der Hersteller die Produkte ohne den Sticker verschickt und mir die Sticker „zum selber basteln“ per Post nachschickt.

Der Nachteil ist jetzt, dass ich die Ware nicht direkt an Amazon senden kann, sondern diese zunächst beklebt werden muss.

Diese Lösung ist zwar nicht optimal, aber führt mich am schnellsten zum Ziel: Das Produkt auf Amazon zu launchen!

Ich bedanke mich, dass du mir deine Zeit geschenkt hast und hoffe, dir weitergeholfen haben zu können. Trage dich jetzt in den Newsletter ein, um keinen der nächsten Tagebucheinträge zu verpassen!

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Machs gut!

dein Hannes

Hier geht’s zum nächsten Tagebucheintrag: Amazon-Konto gesperrt – Mein bisher größter Rückschlag

PLT #18 – Wachstum auf Amazon: Expandieren in ganz Europa und endlich volle Warenlager

Hallo zusammen! Hannes hier.

Im heutigen Tagebucheintrag wirst du erfahren, wie sich die Preiserhöhungen von vor einem Monat auf das Ranking ausgewirkt haben. Außerdem spreche ich von meinen europaweiten Plänen für mehr Wachstum auf Amazon und über meine aktuellen Investments (unabhängig von Amazon).

 
 
 

Höllisch knapp die Kurve bekommen

Nachdem ich ja im letzten Tagebucheintrag von knappen Lagerbeständen berichtet habe, kann ich endlich wieder aufatmen. Die Lager sind prall gefüllt und ich kann mich wieder voll und ganz auf die wesentlichen Aufgaben konzentrieren.

Wie neulich berichtet, habe ich in der Zeit davor den Preis des „bedrohten“ Produktes deutlich erhöht, um nicht leerzulaufen, bevor Nachschub eingelagert wird. Ich möchte dir daher unbedingt schildern, wie sich diese Preiserhöhungen auf mein Ranking ausgewirkt haben und ob ich die Strategie weiterempfehlen kann.

Am Tag der Einlagerung der neuen Ware hatte ich noch sage und schreibe 4 Einheiten im Lager. Ich habe sofort meinen Preis wieder auf „Normalzustand“ gestellt und die PPC-Anzeigen eingeschaltet – mit sehr mäßigem Erfolg

 

Hast du das gesamte Ranking nach der Preiserhöhung verloren?

Leider wurden meine Werbe-Anzeigen nach der Einlagerung so gut wie garnicht geschaltet und die organischen Verkäufe blieben ebenfalls aus. Da ich weiß, dass Amazon hier manchmal etwas lahm ist, habe ich mir aber noch nicht allzu viele Gedanken gemacht und erstmal abgewartet. Am nächsten Tag wurde ich schon ein wenig unruhiger, als ich gemerkt habe, dass mein Produkt kaum noch für die ganzen Keywords rankt, für die es vorher ganz oben stand, ziemlich eigenartig.

Vor einigen Monaten hätte ich spätestens jetzt völlig am Rad gedreht. Aber ich habe mittlerweile für Amazon und seinen Algorithmus ein ziemlich starkes Gespür entwickelt und irgendwie hat mir mein Bauchgefühl gesagt, dass sich alles wieder einpendeln wird. Und tatsächlich: Nach zwei Tagen mit jeweils 0 Verkäufen dieses Produktes sind mein Ranking und die Verkäufe jeden Tag wieder stufenweise besser geworden. Im Moment sind etwa 50-70% des ursprünglichen Absatzes erreicht, ohne, dass ich künstlich nachhelfen musste. Sollte sich das ganze von alleine nicht weiter verbessern, werde ich ein paar kleine Launches für das Produkt ansetzen. Wenn du erfahren möchtest, wie genau ich Produkte launche, damit sie sich ganz oben im Ranking festsetzen, ließ unbedingt diesen Tagebucheintrag.


Meine Pläne für Expansion und Wachstum in Europa

In den letzten Wochen habe ich mir vermehrt Gedanken zu den anderen europäischen Marktplätzen als potentielle Absatzmärkte gemacht. Aktuell ist der Stand der Dinge, dass meine Produkte zwar in die Nachbarländer verschickt werden, aber die Listings noch nicht optimiert wurden. Ich habe also weder Bewertungen auf meinen Produkten, noch in irgendeiner Weise das Ranking optimiert. Im Moment verkauft sich in Europa daher nur circa 1 Produkt alle zwei Tage – womit ich sogar einigermaßen zufrieden bin. Es zeigt, dass eine Optimierung der Verkaufsseiten Sinn ergeben könnte.

Wie sieht dein konkreter Plan aus?

Wirklich konkret sind meine Gedanken bisher nicht geworden. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten:

1.) Verkauf in Europa, Versand aus Deutschland

2.) Verkauf in Europa, Versand im jeweiligen Verkaufsland

Beide Varianten sind hinsichtlich Amazon mit wenigen Klicks zu bewerkstelligen, indem man die Versandart einfach in den Einstellungen aktiviert. Amazon kümmert sich dann automatisch darum, dass die Ware gleichmäßig auf die Logistikzentren verteilt werden.

Kompliziert wird es, wenn man sich die dazugehörigen Umsatzsteuerregelungen ansieht. Die Umsatzsteuer muss immer in dem Land abgeführt werden, in dem die Ware gelagert und verschickt wird. Bedeutet: Sollte ich mich für die zweite Variante (Lagerung in ganz Europa) entscheiden, muss ich mich zunächst umsatzsteuerrechtlich in all diesen Ländern registrieren und auch meine Umsatzsteuervoranmeldungen dort abgeben.

Da ich selbst nicht einmal ansatzweise von mir behaupten kann, mich steuerrechtlich auszukennen, muss ich all das natürlich Profis machen lassen. Nach einigen Telefonaten habe ich auch ein ungefähres Gefühl bekommen, was man auf den Tisch legen müsste: Pro Land und Jahr kann man mit etwa 600€ an Gebühren rechnen. Kleiner Trost: Amazon kommt den Händlern hier entgegen und erstattet einmalig 1200€, um mehr Marketplace-Händler zu motivieren, international zu lagern.


Da klingt ziemlich teuer… Gibt es keine andere Möglichkeit?

Ich finde es ehrlich gesagt garnicht so teuer, wenn man sich mal den rechtlichen Aufwand vor Augen führt, der hierfür betrieben wird. Tatsächlich gibt es aber eine dritte Möglichkeit.

3.) Verkauf in Europa, Versand aus Deutschland, Polen und Tschechien

Sofern ich richtig informiert bin, kann man seine Produkte auch erstmal nur in Polen und Tschechien lagern lassen. Das würde natürlich wesentlich geringere Gebühren bedeuten, da nur zwei mal 600€ jährlich gezahlt werden müssen UND weil Amazons „Strafgebühr“ nicht mehr anfällt.

Amazons Strafgebühr?!

So nenne ich ganz gerne die Gebühr, die bei Amazon auf jeden Verkauf draufgeschlagen wird, wenn man seine Ware nur in Deutschland lagert. Die Lager hier in Deutschland sind anscheinend ziemlich überfüllt und Amazon versucht alles, mehr Ware in Polen und Tschechien zu lagern. Daher muss ich aktuell für jeden Artikel 0,25€ extra bezahlen, was sich ganz schön heftig summiert. Im April wird diese Gebühr zudem für alle Händler auf 0,5€ erhöht, was vor allem Händler mit niedrigpreisigen Produkten hart trifft.


Für welche Variante entscheidest du dich, Hannes?

Entschieden habe ich mich noch nicht aber mir ist bewusst, dass die Gebühr von 0,5€ extrem zuschlagen würde, zumal ich ja viele weitere Produkte plane, die ich dieses Jahr nach und nach launchen werde. Von daher habe ich mich eigentlich bereits entschieden, die europaweite Lagerung zu aktivieren. Die Frage ist jetzt nur noch, ob ich direkt in allen Ländern lagere oder nur in Polen und Tschechien. Das ist aber nur eine Frage der Mathematik, sobald ich die genauen Kosten kenne und meine Absatzzahlen für die nächsten Monate abgeschätzt habe.

Was ich auf jeden Fall sofort machen werde ist, all meine Listings übersetzen zu lassen. Bisher habe ich mich aufgrund der schwachen Absatzzahlen im Ausland noch nicht darum gekümmert. Ich denke aber, dass hier deutlich mehr rauszuholen ist, wenn ich meine Listings von Einheimischen übersetzen lasse. Aktuell sind die Listings ultraschlecht von Amazon automatisch übersetzt.

 

Nächstes Produkt in Deutschland angekommen

YES, du ließt richtig! Ein neues Produkt ist am Start, schon komplett durch den Zoll und hat alle Formalitäten hinter sich. Ich habe diesmal den Versand gesplittet: 500 Einheiten sind letzte Woche eingeflogen worden, wären 1000 weitere auf dem Ozean schlummern.

Im nächsten Tagebucheintrag werde ich wieder gnadenlos runterbrechen, ob das Produkt geglückt ist und wie sich der Launch auf das Ranking ausgewirkt hat. Wenn du von mir ne kurze Mail bei Veröffentlichung bekommen möchtest, trage dich jetzt in den Newsletter ein.

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Was geht sonst so?


Endlich wird auch das Wetter wieder richtig geil! Ich stehe gerade bei mir im Coworking-Space in Hannover und wärme ich in der Sonne, wie ich das vermisst habe!

Letzte Woche durfte ich außerdem bei der großen HeiseShowXXL zu Gast sein und habe ein bisschen über Amazon gequatscht. Im Interview gehe ich den kompletten Prozess zum ersten Produkt einmal durch. Das Video findest du hier auf dem Kanal von HeiseOnline auf YouTube:


Außerdem habe ich begonnen, einige der Gewinne aus dem Unternehmen herauszunehmen und das Geld privat anzulegen. Einen Großteil davon habe ich in P2P-Kredite auf den Plattformen Mintos und Auxmoney angelegt. Falls da Interesse besteht, kann ich gerne in den nächsten Tagebucheinträgen am Ende immer kurz auf die Investments eingehen. Wenn dich das interessieren sollte, schreibe mir gerne einen Kommentar unter diesem Artikel.

Außerdem bin ich ein hochspekulatives Geschäft eingegangen und habe einen Bitcoin gekauft, obwohl diese aktuell ziemlich stark im Hype sind und die Meinungen in alle Richtungen gehen. Man wird sehen, wo das hinführt…

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Ich wünsche dir noch einen schönen Tag und versuch, das gute Wetter bestmöglich zu genießen!
Liebe Grüße
dein Hannes

Jetzt hier klicken, um zum nächsten Tagebucheintrag zu kommen! Wie ich 1500€ Lehrgeld bezahlt habe…

PLT #17 – Amazon Ranking kurz vor dem Absturz und mein Besuch beim Hersteller

Moin Leute, Hannes hier!

Durch enorm verspätete Lieferungen befinde ich mich aktuell in einer sehr brenzlichen Situation und laufe Gefahr, erneut out of stock zu gehen. Heute gehe ich im Detail darauf ein, wie ich versuche, die Auswirkungen zu minimieren und was ich euch in solch einer Situation rate.

Viele Amazon-Händler beschreiben das Leerlaufen der Warenlager als Horrorszenario, bei dem das Keywordranking des Produktes sofort komplett verloren geht. Wie die zuverlässigen Leser meines Blogs wissen, stand ich bereits mehrfach ohne Ware da und tatsächlich hat sich das auf mein Ranking ausgewirkt.

Was ich auf jeden Fall verneinen kann ist die Aussage, dass man sofort sein gesamtes Ranking verliert. Meiner Empfindung nach speichert der Algorithmus Daten zum Produkt und rankt das Produkt deutlich schneller wieder nach oben, wenn nach der Einlieferung neuer Ware wieder direkt Verkäufe generiert werden und die Conversionrate ähnlich geblieben ist.

Die genauen Auswirkungen aufs Ranking variieren stark. Während ich teilweise nach mehreren Wochen ohne Ware wieder innerhalb weniger Tage mein Ranking zurückarbeiten konnte, habe ich zu einem anderen Zeitpunkt nach nur 4-5 Tagen ohne Ware fast von vorne beginnen müssen. Der wichtigste Faktor ist hierbei die Konkurrenz. Je mehr Umsatz deine Mitstreiter generieren, desto schneller geht das Ranking verloren und desto schwieriger wird es, sich wieder hochzuarbeiten.

 

Was genau heißt das jetzt für dein Produkt?

Wie schon zu Beginn angesprochen, laufe ich momentan wieder Gefahr, out of stock zu gehen. Der Grund ist eine deutliche Verspätung in der Lieferkette von über einem Monat (während Produktion und Versand). Dazu möchte ich anmerken, dass ich auf meine Bestellungen bereits einen Puffer von 30% aufschlage, um auf der sicheren Seite zu sein.

„Mein Learning aus dieser Sache ist, den Puffer ab sofort auf 50% zu erhöhen.“

Ja, 50%! Beim Handel mit physischen Produkten sind sehr viele Instanzen beteiligt und es gibt unzählige potentielle Fehlerquellen. Für mich ist ein bisschen „zu viel“ Lagergeld zu bezahlen insgesamt günstiger, als alle paar Monate out of stock zu gehen und mir mein Ranking erneut erarbeiten zu müssen.

 

Kannst du nicht einfach deine Preise erhöhen?

Ich kann mir gut vorstellen, dass dem ein oder anderen diese Frage gerade in den Kopf gekommen ist. Da das gefährdete Produkt tatsächlich in einer umkämpften Nische ist, möchte ich dieses Mal aus besagten Gründen auf keinen Fall out of stock gehen.

Die gesamte letzte Woche habe ich den Preis meines Produktes daher jeden Tag um einen Euro erhöht. Mit unfassbarem Ergebnis: Die Verkäufe bleiben konstant.

Ich habe vor circa 2 Monaten bereits einige Split-Tests mit meinen Bildern und Preisen gemacht, um das Optimum, also den größten Reingewinn pro Tag, herauszufinden. Da ich dachte, den „Sweet Spot“ herausgefunden zu haben, habe ich seitdem nichts mehr geändert. Jetzt merke ich aber, dass die Kunden bereit sind, mehr Geld zu zahlen. Aus dem Problem der Warenknappheit wurde also die Erkenntnis, dass ich meine Marge anscheinend noch deutlich verbessern kann.

Die Gefahr, out of stock zu gehen, wurde dadurch aber auch nicht verringert. Daher habe ich meinen Preis nun so dreist hoch gestellt, dass ich schon Sorge habe, schlechte Reviews von Kunden zu erhalten, die sich zu viel versprechen. Wir werden sehen, wo das hinführt. Spätestens im nächsten Tagebucheintrag erfährst du, wie es ausgegangen ist. Trage dich am besten kurz in den Newsletter ein, damit ich dir Bescheid sagen kann.

Verliere nicht den Anschluss!

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Reise zum Hersteller

Wie im letzten Tagebucheintrag angesprochen, bin ich aktuell in der heißen Phase der Produktrecherche und des Sourcings. Während Dutzende potentielle Produkte auf meiner Liste stehen, habe ich mich nun für zunächst zwei entschieden, auf die ich mich voll und ganz konzentriere.

Eines der Produkte ist bereits bestellt und die Produktfotos, sowie das Schreiben des Listings sind in Auftrag gegeben. Falls ihr so wie ich ebenfalls schlecht mit Verkaufstexten seid, meldet euch unbedingt bei Janosch, der darin so gut wie kein anderer ist:

Hier klicken, um deine Listings schreiben zu lassen! (weder Afilliate-Link, noch bezahlte Werbung! Bin einfach nur ein begeisterter Kunde)

Janosch kümmert sich neben dem Schreiben des Titels, der Bullet Points und der Beschreibung außerdem um die gesamte Keywordrecherche. Dadurch schafft man es, für verschiedenste Long-Tail Keywords zu ranken, die die Konkurrenz überhaupt nicht auf dem Schirm hat und man startet von Beginn an mit sehr lukrativen PPC-Suchbegriffen.

Um das Sample-hin-und-her-Geschicke zu minimieren und den gesamten Prozess zu beschleunigen, habe ich mich kurzerhand entschlossen, meinen Hersteller zu besuchen und vor Ort alles klar Schiff zu machen.

Auf meinem Youtube-Kanal werde ich euch ebenfalls auf der Reise mitnehmen und ein oder zwei Videos posten. Fall du das nicht verpassen möchtest, kannst du mich hier auf Youtube abonnieren (Link öffnet sich in einem neuen Tab).

 

Was gibt’s sonst so?

In den nächsten Tagen findet das diesjährige Online Marketing Rockstars Festival statt. Morgen, am 2.3., veranstalten wir auf der Expo ein Community Treffen (mehr Infos in unserer Facebookgruppe). Falls du also ein Ticket für die Expo ergattern konntest, würden wir (Lukas und ich) uns riesig freuen, dich persönlich kennenzulernen!

Auf der Expo wird unter anderem Casey Neistat, ein Youtuber mit fast 7 Millionen Abonnenten, auf der Bühne stehen und Fragen beantworten. Das mag vielleicht nicht für alle relevant sein, aber ich bin ein kleiner Fanboy von Casey, hehe. Hier findest du seine Videos.

Außerdem war ich im Februar zu Besuch bei HoliNatural, einem jungen Startup aus Berlin. Die Jungs haben mich eingeladen und gebeten, ihnen mit dem Amazon-Verkauf ihrer „Golden Milk“, einem Nahrungsergänzungsmittel als Heißgetränk, behilflich zu sein. Checkt unbedingt mal deren Webseite aus.

In Berlin reizt mich vor allem die Startup-Szene. Eventuell werde ich mich dorthin auch für eine längere Zeit begeben, das steht aber alles noch in den Sternen.

Es hat mich gefreut, dass du heute wieder reingeschaut hast. Ich wünsche dir noch einen produktiven Tag und genieß das immer besser werdende Wetter!

Dein Hannes

Jetzt hier klicken, um zum nächsten Tagebucheintrag zu kommen!

PLT #16 – 300.000€ mit Amazon FBA? | Umsatzziel für 2017 und wie ich es erreichen werde

Heyho an alle! Hannes hier!

Im heutigen Tagebucheintrag berichte ich dir alles, was im Januar abgegangen ist. Am spannendsten ist aktuell definitiv die Planung der nächsten Produkte. Aktuell befinde ich mich wieder in der heißen Phase der Produkt- und Herstellerrecherche. Außerdem nenne ich dir mein Umsatzziel für 2017.

Mit etwas Verzögerung berichte ich dir heute vom Januar 2017. Im ersten Monat des Jahres lief alles ein wenig ruhiger. Heute möchte ich vor allem auf folgende Punkte eingehen:

1.) Die nächsten Produkte
2.) Umsatzzahlen und Sales im Januar 2017
3.) Umsatzziel für 2017
4.) Ermöglicht Amazon FBA passives Einkommen?
5.) Was geht sonst so?

1. Die nächsten Produkte

Viele Händler auf Amazon haben keine feste Nische, sondern verkaufen einfach alles, was stark nachgefragt wird. Das ist eine Taktik, die definitiv auch funktionieren kann. Ich mache es allerdings etwas anders. Mit den nächsten Produkten verfolge ich hauptsächlich zwei Ziele:

1.) Ausweitung der Marke

Mein Ziel ist, im Laufe der nächsten Jahre eine unabhängige Marke zu etablieren. Dafür reicht es normalerweise nicht, nur drei oder vier Produkte im Sortiment zu haben. Aktuell ist es so, dass ich mich auf wenige Produkte konzentriere, die ich so häufig wie möglich verkaufe. Dadurch kann ich den logistischen Aufwand und die Bezugspreise der Ware minimal halten.

Da das langfristige Ziel aber auf ein breiteres Produktspektrum zielt, werde ich mich dieses Jahr auf die Ausweitung der Produktlinie konzentrieren. Dabei achte ich darauf, dass alle neuen Produkte in meine Nische passen. Das hat nämlich außerdem den folgenden Vorteil:

2.) Cross Promotion

Bestimmt hast du auf Amazon schon einmal gesehen, dass dir immer ähnliche Produkte zu dem angezeigt werden, für das du dich gerade interessierst. Solche Produkte stehen meist unter den Feldern: „Wird oft zusammen gekauft“, „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch“ oder „inspiriert durch Ihren Browserverlauf“ angezeigt. Diese sogenannte Cross Promotion möchte ich mir mit meinen Produkten zur Nutze machen.

Für Fortgeschrittene: Wie kann man die Cross Promotion aktivieren?

Selbst aktivieren kann man sie leider nicht. Allerdings kann man den Algorithmus so beeinflussen, dass er beginnt, Produkte untereinander zu bewerben.

Direkt beim Launch vergebe ich dafür einige Einheiten kostenlos oder stark vergünstigt, um die Verkäufe anzukurbeln. Die Besonderheit ist, dass ich an ein und dieselbe Person verschiedene Produkte vergebe. Für den Algorithmus erweckt das den Eindruck, dass dieser Kunde beide Produkte gemeinsam kauft und er beginnt, diese Produkte untereinander zu bewerben.

 

Um überhaupt herauszufinden, welche Produkte in Frage kommen ist es wichtig, schon bei der Recherche darauf zu achten, welche Produkte häufig zusammen mit denen aus dem bestehenden Sortiment gekauft werden.

Das geniale ist: Bevor man auch nur einen Cent investieren muss, kann man sehen, welche Produkte geeignet sind und häufig gemeinsam im Warenkorb der Kunden landen. Natürlich sollte man sich nicht komplett darauf verlassen. Es ist immer noch wichtig, die Nachfrage und Konkurrenzsituation einzuschätzen. Meiner Meinung nach ist es aber bei diesen „Ergänzungsprodukten“ nicht so wichtig, dass sie sich 20 oder 30 mal am Tag verkaufen. Das Ziel ist eher, wie schon gesagt, die Erweiterung der Produktlinie und die Absatzmaximierung durch Cross Sales.

2. Umsatzzahlen und Sales im Januar 2017

Was die Verkäufe betrifft, verlief der Januar recht unspektakulär. Die Verkäufe waren auf einem sehr konstanten Niveau und täglich gingen etwa 20 Einheiten über den Tisch. Dabei ist wichtig anzumerken, dass für eines der Produkte der Januar aufgrund der Saisonalität der schwächste Monat ist. Insgesamt waren es wieder etwa 10.000€ Umsatz.

Absatzzahlen Januar 2017

Ich bin echt richtig zufrieden damit, wie konstant die Verkäufe momentan sind. Im Moment bereiten mir die bestehenden Produkte eigentlich keine Arbeit und sie verkaufen sich völlig automatisiert. Nur alle paar Tage gibt es mal kleinere Probleme, die sich aber meist in unter einer Stunde beheben lassen. Beispiele dafür sind PPC-Anzeigen mit zu hohen zugeschriebenen Umsatzkosten, negative Bewertungen, Rechnungsanforderungen von Kunden etc. Das verschafft mir genug Zeit, die Entwicklung der nächsten Produkte voranzutreiben. Hannes ist happy! 🙂

3. Umsatzziel für 2017

Da mein ursprüngliches Zwischenziel mittlerweile erreicht ist, muss schleunigst ein neues Ziel her.

Im Jahr 2017 werde ich 300.000€ Gesamtumsatz erreichen. Bis zur Jahresmitte (30.6.17) werden 100.000€ erreicht sein. Dafür werde ich bis zum Ende des Jahres insgesamt 8 Produkte im Sortiment haben.

Dieses Ziel werde ich allein in Deutschland eventuell nicht erreichen können. Ich plane daher ebenfalls, meine Produkte auf den europäischen Marktplätzen zu platzieren, von denen vor allem England in meinen Augen sehr attraktiv ist. Dazu drängt mich auch die Gebühr von 0,25€ (Ab April 2017 sogar 0,5€) pro Artikel, die ich solange für jeden verkauften Artikel an Amazon abdrücken muss, bis ich meine Ware auch in Polen und Tschechien lagern lasse. Die Hürde, die mich bisher davon abhält ist, dass ich dann in diesen Ländern auch umsatzsteuerrechtlich registriert sein muss. 

Mit welchem Gefühl blickst du auf 2017, Hannes?

Ich habe richtig Lust, das Unternehmen weiter zu nach vorne zu bringen. Es ist echt der Hammer, was alles möglich ist dadurch, dass man die zeitintensiven Aufgaben komplett an Amazon auslagert. Ich hoffe, dass du mich weiterhin auf meinem Weg begleitest. Falls noch nicht geschehen, trage dich jetzt unbedingt in meinen Newsletter ein, damit du die nächsten Einträge nicht verpasst!

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4. Ermöglicht Amazon FBA ein passives Einkommen?

Über diese Fragestellung habe ich mir letzte Woche einige Gedanken gemacht, als ich spontan für ein paar Tage in den Snowboard-Urlaub gefahren bin. Für mich ist passives Einkommen eines der Unwörter überhaupt. Viel zu viele Menschen verbinden damit Einkommen, für das sie überhaupt nicht arbeiten müssen. Dabei ist der Unterschied eher, dass man sehr viel Zeit und Geld im Voraus investieren muss, ohne direkt eine Gegenleistung zu bekommen.

Was nun als passives Einkommen gilt, muss jeder für sich selbst definieren. Einige sagen, nur die Zinsen und Dividenden aus passiven Investments, um die man sich nicht aktiv kümmern muss, damit sie Geld abwerfen, sind wirklich passiv.

Meine persönliche Definition sieht so aus:

Passives Einkommen ist Einkommen, das nicht im Austausch gegen Zeit gewonnen wird. Dabei sind passive Investments genauso inbegriffen wie aktive Investments mit Arbeitsaufwand.

Beispiel: Wenn ich morgens aufstehe und bereits Geld verdient habe, dann ist das passiv. Somit sind meine Einnahmen über Amazon FBA passiv, obwohl laufende Arbeit wie das Nachbestellen notwendig ist. Eine Besonderheit bei Amazon ist in meinen Augen, dass die laufende Arbeit wirklich sehr gering ist, nachdem die Produkte einmal aufgesetzt und ordentlich platziert sind. Genau das habe ich auch im Urlaub letzte Woche gemerkt. Es macht einfach Spaß, den ganzen Tag im Harz auf der Piste zu verbringen und abends zu sehen, dass die Umsätze trotzdem konstant bleiben.


5. Was geht sonst so?

Nachdem ich mich im Januar lange mit einem sehr erfahrenen Onlinehändler unterhalten habe, ist mir klar geworden, welch große Vorteile es haben kann, Kontakte vor Ort in China zu knüpfen. Daher versuche im Moment, einen Sourcing Agent zu finden. Die zwei größten Vorteile, die ich mir davon verspreche sind eine vereinfachte Herstellerfindung und bessere Einkaufspreise.

Ich halte es auf jeden Fall für realistisch, 30% weniger im Einkauf zu bezahlen, wenn ich es schaffen sollte, einen guten Agent zu finden und ihn die Preise für mich verhandeln zu lassen.

Falls ihr in der Hinsicht irgendwelche Infos habt oder jemanden kennt, der jemanden kennt usw, schreibt mir gerne eine Nachricht über das Kontaktformular. Ich wäre euch sehr dankbar. Ob die Suche erfolgreich ausgeht und wie genau ich vorgegangen bin, erfährst du selbstverständlich im nächsten Tagebucheintrag. Trage dich dafür am besten einfach in den Newsletter ein.

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Außerdem spiele ich aktuell mit dem Gedanken, dieses Jahr die Canton Fair in China zu besuchen. Die Canton Fair ist Chinas größte Import- und Exportwarenmesse und mit einer Fläche von 1.180.000 m² und rund 25.000 Ausstellern wirklich unvorstellbar riesig. Der Zeitraum der Messe wird in vier Phasen unterteilt, je nach Art der Produkte. Eine Reise wäre nicht nur sehr interessant, sondern könnte sich richtig auszahlen, wenn ich gute Hersteller finden sollte.

Die Chinesen legen in Geschäftsbeziehungen sehr großen Wert auf persönlichen Kontakt. Auch bei der Preisverhandlung stünde man deutlich besser da.

Zu guter Letzt möchte ich dich auf meinen Instagram-Account aufmerksam machen. Dort gewähre ich dir ab sofort mehr Einblicke in meinem Alltag.

Wie immer bedanke ich mich, dass du mir deine Zeit schenkst und mich auf meinem Weg begleitest. Machs gut und bis bald,

Hannes

Hier gehts zum nächsten Tagebucheintrag: Kurz vor Rankingabsturz und Besuch beim Hersteller…

6 Dinge, die ich im ersten Jahr als Amazon Händler gelernt habe – Amazon FBA

6 Dinge, die ich im ersten Jahr als Amazon Händler gelernt habe

Amazon Händler zu werden war eine der besten Entscheidungen, die ich in den letzten Jahren getroffen habe. Beim Blick zurück kommen mir viele Punkte in den Kopf, die Amazon für Händler zu einer sehr besonderen Plattform werden lassen.

Viele der Dinge, die ich gelernt habe, helfen mir heutzutage sehr, wenn es um wichtige Entscheidungen in meinem Unternehmen geht.

Wenn du mit dem Gedanken spielst, Amazon Händler zu werden, bin ich froh, dir mit dem heutigen Artikel meine wichtigsten Learnings mitzugeben.

 

1 – Amazon ist mehr als Preiskampf

Wer häufiger im Internet einkauft und dabei auch ein bisschen auf den Preis schaut, weiß, dass Amazon tendenziell eine teure Plattform ist. Und das ist sie nicht ohne Grund. Hohe Verkaufsgebühren von bis zu 15% zwingen die Händler zu vergleichsweise hohen Preisen.

Wieso ist Amazon also so verdammt beliebt?

Umfragen zu der Plattform haben ergeben, dass die Kunden nicht nur den Preis, sondern auch die riesige Auswahl und den schnellen Versand als Vorteile schätzen. Das ist auch der Grund dafür, dass sich diejenigen Händler besonders freuen können, die ihre Produkte von Amazon versenden lassen. Dadurch wird der Prime-Versand aktiviert und zusammen mit einer gelungenen Vermarktung wirkt das Produkt deutlich attraktiver auf potentielle Kunden.

Vielen Besuchern der Seite ist der schnelle Versand auch einen tieferen Griff in die Tasche wert. Häufig sind es eher die teuren Produkte, die die Suchmaschine auf Amazon dominieren und am häufigsten verkauft werden. Die Voraussetzung, um einen höheren Preis für sein Produkt zu fordern, ist dabei allerdings selbstverständlich auch ein höherwertiges Produkt.

 

2 – Handel ist kapitalintensiv

Von diesem Problem kann ich dir ein Lied singen. Voller Motivation bin ich direkt mit zwei Produkten gestartet, habe schnell hohe Umsätze generiert und war in Gedanken schon bei den nächsten fünf Produkten.

Leider sah die Realität etwas anders aus – Leere Warenlager führten dazu, dass der Umsatz auf null sank und das hart erkämpfte Ranking geschwächt wurde. Ich habe einfach scheiße kalkuliert. das Kapital, das bereits in gelagerte Ware gebunden war, fehlte plötzlich auf dem Konto zum Nachbestellen.

 

3 – Einzigartige Produkte verkaufen sich besser als gewöhnliche

Abb. 1: Welche Blume würdest du pflücken? –  Wer hervorstechen kann, erhöht seine Chancen enorm

Viele Händler auf Amazon begehen den großen Fehler, dass sie ein Produkt auf den Markt bringen, dass es in identischer Form bereits gibt. Womöglich hat die Konkurrenz noch einen günstigeren Preis und bessere Produktfotos. In solchen Fällen ist das Ausbleiben des großen Erfolgs für gewöhnlich vorprogrammiert.

Anders sieht es aus, wenn der Verkäufer von Beginn an das Ziel verfolgt, das beste Produkt auf den Markt zu bringen. Und das muss nicht zwingend selbst entwickelt oder sonst irgendwie revolutionär sein.

Häufig findet man auch in Asien Hersteller, die Wert auf hohe Qualität legen, statt mit Dumpingpreisen zu trumpfen. Und falls nicht, dann spricht absolut nichts dagegen, mal outside the box zu denken und in Europa, den USA oder sonst wo nach Herstellern Ausschau zu halten. Das Internet macht all das möglich.

Übrigens: Produkte, die es in ihrer Art nur selten gibt, haben durch weniger Konkurrenz für gewöhnlich die höchsten Gewinnmargen

Warum du trotzdem nicht alles daran setzen solltest, von Anfang an jedes Produkt zu 100% zu optimieren und wie der Prozess bis zum perfekten Produkt aussieht, erfährst du detailliert in dieser Podcastfolge (Hier klicken!).

 

4 – Fotos und Bewertungen sind ausschlaggebende Erfolgsfaktoren

Der geliebte Umsatz kommt durch viel Traffic und eine hohe Conversionrate. Vor allem letzteres hängt extrem stark von der Onpage-Optimierung ab, wobei vor allem die Produktfotos und Rezensionen die übergeordnete Rolle spielen.

Wenn du Amazon Händler werden möchtest, solltest du immer versuchen, deine Kunden im oberen Drittel des Listings zum Kauf zu überzeugen. Also ohne, dass diese anfangen, die Seite herunterzuscrollen. Das hätte nämlich den entscheidenden Nachteil, dass deinem Kunden Konkurrenzprodukte vorgeschlagen werden und er abgelenkt wird.

Die Bilder sollten deinen Kunden fesseln und ihm ganz genau zeigen, wie sie ihr Problem mit deinem Produkt lösen können. Die Bewertungen sind ebenfalls immer im Sichtfeld. Nach einer Umfrage von Trusted Shops zu Folge lassen sich 80% der Kunden von Bewertungen beeinflussen. Hab‘ das im Hinterkopf und achte auf gute Qualität!

 

5 – Schnelligkeit entscheidet das Spiel

Das Produktangebot auf Amazon entwickelt sich rasant. Damit meine ich nicht nur, dass neben dem Kundenstamm auch die Konkurrenz größer wird, sondern auch, dass es immer neue interessante Produkte gibt.

Abb. 2: Produktlebenszyklus – besonders profitabel sind die zweite und dritte Phase

Im Lebenszyklus eines Produktes sind vor allem die zweite und dritte Phase extrem profitabel. Wer es schafft, früh ein aufstrebendes Produkt zu erkennen, kann auf Amazon extrem viel Umsatz generieren. Ich habe im letzten Jahr sehr häufig Nischen beobachtet, in denen genau das der Fall war und immer noch ist.

Je stärker das Ausmaß eines Trends ist, desto kürzer ist auch der Produktlebenszyklus. Bei Produkten, die plötzlich außergewöhnlich nachgefragt werden, steigt daher auch schnell das Angebot an, bis der Markt übersättigt ist. Ein perfektes Beispiel ist hierbei der Selfie Stick. Eine Zeit lang wurde dieser wie verrückt verkauft und extrem viele Händler strömten kurz darauf in den Markt.

Durch den extremen Hype sprach sich das neue Produkt aber bei allen Selfie-Stick-Interessierten (was ein Wort!) sehr schnell herum und nach kurzer Zeit hatte jeder einen eigenen Stick, der einen wollte. Das Produkt war tot und zu späte Händler mussten ein Verlustgeschäft in Kauf nehmen,

 

6 – Amazon ist stressig, aber profitabel

Versteh mich nicht falsch – ich liebe Amazon. Es hat mein Leben im positiven Sinne verändert. Wieso meine Beziehung zu Amazon aber eher einer Hassliebe gleicht, werde ich jetzt im Detail berichten. Wer Amazon Händler werden möchte, muss sich auf eine nicht immer leichte Zeit einstellen.

Um das zu veranschaulichen liste ich hier mal auf, was mir allein im Jahr 2016 auf Amazon alles widerfahren ist. Über alle meine Rückschläge habe ich auch auf diesem Blog kontinuierlich berichtet. Klick einfach drauf, wenn du mehr erfahren willst. Die Links öffnen sich jeweils in einem neuen Tab.

1.) Amazon akzeptiert meine EAN-Codes nicht (Hier klicken!)

2.) Alle Produktrezensionen ausgeblendet (Hier klicken!)

3.) Amazon Produkt offline durch technischen Fehler (Hier klicken!)

4.) Conversionrate sinkt von 25 auf 2% durch Angriff der Konkurrenz (Hier klicken!)

 

Gründe, dennoch auf Amazon zu verkaufen, gibt es aber ebenfalls zu Hauf. Das Automatisieren der gesamten Logistik ermöglicht nie dagewesene Freiheiten, die Nachfrage ist mit 44 Millionen aktiven Kunden in Deutschland einfach riesig und auch kleine Händler können mit ihrem Private Label schnell Erfolge erzielen und sich ein Stück vom Kuchen abschneiden.

Ich werde definitiv am Ball bleiben und freue mich, dich auf meinem Blog an meiner Reise teilhaben zu lassen.

Falls du gar nicht weißt, wer hier schreibt: Ich bin Hannes und dokumentiere auf diesem Blog seit Anfang an den Weg zu meiner eigenen Marke mit Amazon FBA. Klicke jetzt hier, um meinen ersten Tagebucheintrag aufzurufen!

Vielen Dank für deine Zeit und bis bald!

Dein Hannes